Panasonic und NEC kooperieren
publiziert: Samstag, 29. Jul 2006 / 08:26 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 30. Jul 2006 / 08:08 Uhr

Die Unternehmen Matsushita, NEC und Texas Instruments (TI) stellen künftig wie geplant gemeinsam Hard- und Software für UMTS-Handsets her.

Nur die ganz grossen Hersteller können es sich leisten, die Kosten für die Entwicklung neuer Geräte allein aufzubringen. (Archivbild)
Nur die ganz grossen Hersteller können es sich leisten, die Kosten für die Entwicklung neuer Geräte allein aufzubringen. (Archivbild)
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Die Unternehmen haben jetzt nach eigenen Angaben für kommenden Monat die Gründung eines Joint Ventures mit dem Namen «Adcore-Tech» vereinbart. An dem neuen Unternehmen halten NEC und die Panasonic-Mutter Matsushita jeweils einen Anteil von 44 Prozent, Texas Instruments hält zwölf Prozent. Insgesamt investieren die drei Konzerne zwölf Milliarden Yen (knapp 82 Millionen Euro) in das Joint Venture, Sitz der Firma soll Yokosuka in Japan sein.

Durch die Bündelung der Kräfte wollen die drei beteiligten Unternehmen schneller und kostengünstiger 3G- und 3,5G-Handsets entwickeln. Der Vereinbarung zufolge lizenzieren sie 2,5G-, 3G- und 3,5G-Technologie an Adcore-Tech, damit das Gemeinschaftsunternehmen daraus eine neue Kommunikationsplattform für UMTS- und HSDPA-Geräte entwickeln kann.

Adcore-Tech wiederum wird Chip-Technologie an die drei Partner und die neue Kommunikationsplattform sowie dazugehörige Software an andere Handy-Hersteller lizenzieren. NEC und Panasonic werden Chips von Adcore-Tech in ihre Mobiltelefone einbauen und auch andere Hersteller verkaufen. Erste Geräte, die auf der neuen Plattform basieren, werden für den Herbst kommenden Jahres erwartet.

Koreanischer Produzent konkurs

Wie schwierig es für Handy-Hersteller aus der zweiten Reihe ist, sich auf dem Weltmarkt durchzusetzen, hat kürzlich das Beispiel VK Mobile gezeigt. Der koreanische Produzent hatte Anfang dieses Monats Konkurs angemeldet. Laut einem Marktexperten können es sich nur die ganz grossen Hersteller leisten, die Kosten für die Entwicklung neuer Geräte allein aufzubringen.

Auch Panasonic und NEC beugten sich bereits dem starken Konkurrenzdruck auf dem Weltmarkt: Im vergangenen Jahr beschloss Panasonic, keine GSM-Handys mehr für den Export zu produzieren, sondern stattdessen nur noch Linux-basierte UMTS-Handys für andere Märkte. Auch NEC hat seine Handy-Exporte zurückgeschraubt. Über die neue Gemeinschaftsfirma wollen beide Unternehmen nun ihr Mobilfunkgeschäft aus den roten Zahlen holen.

(Björn Brodersen/teltarif.ch)

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