Orange-Angestellte wollen Streik fortsetzen
publiziert: Donnerstag, 27. Feb 2003 / 23:11 Uhr

Bussigny - Die Angestellten des Orange-Call-Centers in Bussigny bei Lausanne haben beschlossen, ihren Streik am Freitag fortzusetzen. Ein Treffen am Donnerstagnachmittag zwischen Direktion, Gewerkschaft und Regierung verlief erfolglos.

Orange.
Orange.
Bei dem Treffen am Nachmittag hatte es sich um den ersten Dialog seit mehreren Tagen gehandelt. Am Abend versammelte sich das Personal in Bussigny und diskutierte die weiteren Schritte.

Die rund 200 anwesenden Angestellten trafen ihren Beschluss zur Durchführung eines harten, unbegrenzten Streiks einstimmig, wie Liliane Hildebrand, Regionalsekretärin der Gewerkschaft Kommunikation, der Nachrichtenagentur sda sagte.

Das Personal wirft der Orange-Direktion vor, die Aufnahme von Verhandlungen zu verweigern. Beim Treffen am Donnerstagnachmittag sei es offensichtlich geworden, dass der Arbeitgeber immer noch nicht mit uns reden will, sagte Hildebrand.

Gewerkschaft und Personal haben zudem beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine Intervention zugunsten der Angestellten nachgesucht. Verlangt wird insbesondere ein besserer Sozialplan. Beim BAKOM sind die Abklärungen noch im Gang, wie eine Sprecherin sagte. Geprüft wird, ob die Konzessionsbedingungen eingehalten werden.

Orange plant den Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen in den Kantonen Waadt, Zürich, Bern und Tessin. Die Kündigungen betreffen 128 Personen in der Waadt, 40 in Zürich, 8 in Bern und 2 im Tessin. Zudem sollen 185 Arbeitsplätze von Bussigny nach Biel und 21 von Zürich nach Biel verlegt werden.

(bert/sda)

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