Oculus Rift erlaubt 360-Grad-Rundumblick
Norwegische Armee testet Panzer mit VR-Brillen
publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2014 / 09:31 Uhr
VR-Brille für Panzerfahrer: Damit haben Soldaten alles im Blick.
VR-Brille für Panzerfahrer: Damit haben Soldaten alles im Blick.

Oslo - Die norwegische Armee hat das Potenzial des Einsatzes von Virtual-Reality-Technologie für sich entdeckt.

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Konkret haben es die dortigen Streitkräfte vor allem auf die kommende Hightech-Brille Oculus Rift abgesehen. Diese wurde zu Testzwecken kurzerhand für die Nutzung in Panzern adaptiert: Mithilfe von mehreren Kameras, die am Kriegsgefährt angebracht werden und dem aufgesetzten Helm mit VR-Brille können Soldaten ganz entspannt einen 360-Grad-Rundumblick geniessen, ohne die Luke des Panzers öffnen zu müssen.

«Normalerweise ist man in einem Panzer mehr oder weniger blind, da man komplett von Panzerung umgeben ist. Mit diesem neuen System ist es möglich, sich umzusehen, ohne die Luke öffnen zu müssen», erklärt Combat Lab Major und Projektleiter Ola Petter Odden gegenüber BBC News die Vorteile der VR-Technologie. Diese sei noch dazu wesentlich günstiger als die ansonsten eingesetzten Militärkameras. Letztere würden laut Odden stolze 35'000 Dollar (rund 31'000 Schweizer Franken) kosten, ein Exemplar der Oculus Rift hingegen lediglich 350 Dollar (rund 310 Schweizer Franken), rechnet der Experte vor.

Mangelhafte Bildqualität

Wie der Armeespezialist wissen lässt, haben die norwegischen Streitkräfte ursprünglich bereits im Jahr 2013 das erste Mal einen Praxistest mit der VR-Brille durchgeführt, die bislang immer noch im Prototypenstadium steckt. Im April dieses Jahres folgten dann weitere Testläufe mit der aktuellsten Version der Hardware. «Für uns waren diese Tests ein Teilerfolg», resümiert Odden: «Auf dem Papier hört sich das ganze Konzept sehr gut an, in der Praxis ist die Technologie aber noch nicht ausgereift.»

Das grösste Problem stellt im Moment offenbar noch die mangelhafte Bildqualität dar. Diese sei gerade einmal ausreichend für eine Sichtweite von zehn bis 15 Metern, schildert der Projektleiter. «Wenn wir uns ausserhalb dieses Bereichs bewegen, wird es schwierig, Details zu erkennen - zum Beispiel, ob ein Gegenüber eine Waffe trägt oder nicht», so Odden. Hier brauche es noch weitere Verbesserungen: «Wir werden die nächsten Tests mit besserer Hardware im Laufe des nächsten Jahres starten.»

Grosses Potenzial

Wenn es um die weitere Entwicklung in Sachen Virtual Reality geht, ist der Name «Oculus» mittlerweile zu einem echten Schlagwort geworden. Dass die Hightech-Brille tatsächlich grosses Potenzial hat, hat nicht zuletzt die Übernahme durch Facebook im März dieses Jahres bewiesen. Immerhin hat das soziale Online-Netzwerk satte zwei Mrd. Dollar (rund 1,75 Mrd. Schweizer Franken) für das kalifornische Start-up auf den Tisch gelegt. Bislang wird die VR-Brille aber nur an Entwickler ausgegeben. Wann dann endlich auch eine reguläre Version des Geräts im Handel erscheinen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

(bert/pte)

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