Nokia will Symbian kaufen - Umwandlung in Open-Source
publiziert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 00:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 01:14 Uhr

London/Espoo - Nokia, Sony Ericsson, Motorola und NTT DoCoMo haben heute, Dienstag, bekannt gegeben, dass sie Symbian in eine offene mobile Software-Plattform umwandeln wollen.

Nokia will neben dem Symbian OS auch das S60-Interface offen legen.
Nokia will neben dem Symbian OS auch das S60-Interface offen legen.
3 Meldungen im Zusammenhang
In einem der laut Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo grössten Beiträge zu einer offenen Community aller Zeiten sollen das derzeit proprietäre Symbian OS sowie die darauf aufsetzenden Benutzeroberflächen der vier Unternehmen in die Initiative einfliessen.

Gemeinsam mit weiteren Industriepartnern ist die Formierung der Symbian Foundation, im Rahmen derer eine vereinheitlichte Handy-Plattform als Open-Source-System veröffentlicht werden soll. Als vorbereitenden Schritt dafür hat Nokia angekündigt, Symbian Ltd. vollständig übernehmen zu wollen.

Vereinheitlichung führender Plattformen

Durch diesen Schritt will Nokia sich in die Position bringen, das Symbian OS selbst sowie sein S60-Interface zur Symbian Foundation beizutragen. Sony Ericsson und Motorola haben ihrerseits vor, Technologie der UIQ-Oberfläche einzubringen. Die japanische NTT DoCoMo wiederum hat den Willen bekundet, die Symbian-Version seiner proprietären Plattform, MOAP(S), beizusteuern.

Daraus soll eine vereinheitlichte Plattform mit gemeinsamem User-Interface entstehen. «All der existierende Quellcode wird den Mitgliedern vom ersten Tag der Foundation an zur Verfügung stehen», betont Kari Tuutti, Nokia VP of Communications, im Gespräch mit pressetext. Vorgesehen ist ein gebührenfreies Lizenzmodell.

Komplette Offenlegung

Langfristig will die Symbian Foundation noch weiter gehen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren soll die Plattform komplett zu einem Open-Source-Modell übergehen, so Tuutti. Die Veröffentlichung wird Nokia zufolge unter der Eclipse Public License 1.0 erfolgen. Im Rahmen der Foundation sollen dabei auch weitere Beiträge der Mitglieder in die Plattform eingearbeitet werden.

Zum Start werden laut Ankündigung auch AT&T, LG Electronics, Samsung Electronics, STMicroelectronics, Texas Instruments und Vodafone der Symbian Foundation angehören, die allen interessierten Organisationen offen stehen soll.

Übernahme bis 2009

Die Symbian Foundation soll im ersten Halbjahr 2009 den Betrieb aufnehmen, nachdem Nokia Symbian Ltd. übernommen hat. Schon jetzt hält Nokia 48 Prozent am britischen Unternehmen. Um rund 264 Mio. Euro sollen die restlichen Anteile zu 3,647 Euro pro Aktie erworben werden.

Laut Nokia haben Sony Ericsson Mobile Communications, Telefonaktiebolaget LM Ericsson, Panasonic Mobile Communications und Siemens International Holding zugesagt, das Angebot anzunehmen, was 91 Prozent der zu erwerbenden Anteile entspricht. Man erwarte, dass auch Samsung Electronics der Offerte zustimmt.

(bert/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Der Softwarekonzern Microsoft und der Handyhersteller LG wollen zukünftig bei der Entwicklung neuer ... mehr lesen
Microsoft vollzieht  auch im Mobilfunksektor einen Strategiewechsel.
Die Internet-Konzerne und der Software-Riese interessieren sich in erster Linie für die Werbefläche Handy.
eGadgets Zürich - Die Entwicklung einiger Handys zu regelrechten Kleincomputern ruft auch die Internet-Konzerne Google und ... mehr lesen
eGadgets Moutain View/Barcelona - In der Nacht auf Donnerstag hat Google eine neue Version des Software Development Kits (SDK) für ... mehr lesen
Die aktuelle Version des SDK bringt eine neue Version des UI für Android.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Die Commitment Rings werden via Smartphone-App registriert.
Die Commitment Rings werden via Smartphone-App ...
Ringe mit NFC-Technologie  Die von Cornetto entwickelten «Commitment Rings» verhindern, dass Pärchen getrennt voneinander Serien über das Streaming-Portal Netflix ansehen. 
«Prominence»  Forscher der Johns Hopkins University haben eine spezielle High-Heels-Prothese für Frauen mit amputierten Beinen entwickelt.  
Grosse Kulleraugen  Taipei - Der taiwanische Elektronik-Konzern Asus will mit einem sprechenden Roboter ins ...
Robo-Anhängsel unterstützt im Alltag Forscher des MIT Media Lab haben eine Roboter-Hand entwickelt, die bei Tätigkeiten des Alltags als dritte Hand dient.
Titel Forum Teaser
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... heute 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Sehr, sehr traurig... Für den Jorian ist eine Redaktion eine Anstalt, die Zenzur immer dann ... Mo, 06.06.16 21:11
  • mcdale aus St. Gallen 106
    Pech aber auch Mit den Freidenkern wollte man unabhängig erscheinen, vergass aber ... Fr, 03.06.16 11:36
  • Pacino aus Brittnau 730
    Gute, unzensierte Plattform . . . . . . es ist echt schade darum. Klar wurden gelegentlich Blogger auch ... Fr, 03.06.16 09:19
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Basel 14°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 11°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 12°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 11°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 16°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten