Neues Symbian Belle
Nokia 700 und 701: Ein erster Eindruck
publiziert: Donnerstag, 25. Aug 2011 / 15:51 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Aug 2011 / 16:44 Uhr

Mit Belle will der Smartphone-Hersteller Nokia demonstrieren, dass er weiterhin an seine Symbian-Nutzer denkt und erneuert bei der Gelegenheit sein Versprechen, bis 2016 Symbian-Updates für seine Smartphones bereit zu stellen.

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Besonderen Wert legte der Hersteller bei seiner neuen Symbian-Version Belle (französisch für «schön») auf eine einfache, intuitive Bedienung. Das ist tatsächlich gelungen, die Oberfläche ist tatsächlich très belle, also sehr schön: Die Menüs verästeln sich nicht in unendlichen Unterpunkten, sondern alle wichtigen Funktionen werden an der Oberfläche gehalten und sind in der Regel oft mit einem Klick erreichbar. Dazu dienen vor allem frei konfigurierbare Dashboards, auf denen man die für einen persönlich wichtigen Funktionen direkt im Blick behalten kann. Geht beispielsweise eine neue Nachricht per SMS oder E-Mail ein, wird das im jeweiligen Dashboard-Icon auf dem Homescreen angezeigt und der Nutzer kann mit einem Klick die dazugehörigen Anwendung öffnen, um die Nachricht zu lesen.

Wichtige Geräteeinstellungen leicht zu erreichen

Ähnlich leicht zu erreichen sind auch alle wichtigen Geräte-Einstellungen: In einem Pulldownmenü, das mit einem Klick auf die Statusleiste über dem eigentlichen Bildschirm zu erreichen ist, wird übersichtlich dargestellt, welche Anwendungen gerade aktiv sind und welche nicht. Mit einem weiteren Klick in der jeweiligen Menüzeile kann man dann beispielsweise Bluetooth, WLAN oder NFC direkt ein- oder ausschalten. Das ist tatsächlich überaus praktisch, weil man sich nicht mehr über irgendwelche Untermenüs der verschiedenen Einstellungsoptionen zu der gesuchten Funktion durchhangeln muss.

Ähnlich funktioniert das mit den Apps, die man aus dem Ovi-Store herunterladen kann: Sämtliche Apps werden mit dem Klick auf den Applikationsbutton erreicht. Sie werden einfach «untereinander» angeordnet, der Nutzer erreicht sie, in dem er auf dem Touchscreen immer weiter nach unten scrollt. Wichtige Apps können einfach «weiter oben» angeordnet werden als solche, die man nur gelegentlich braucht. Es lassen sich für eine bessere Übersicht aber auch Ordner anlegen, in die man dann beispielsweise sämtliche Spiele einsortieren kann. Dann braucht es entsprechend einen Klick mehr, um die jeweilige App zu starten, aber dafür ist der Bildschirm übersichtlicher.

Neue Handys hinterlassen einen soliden Eindruck

Aber auch von Aussen machen beide Geräte einen soliden Eindruck: Das kompakte, leichte 700 liegt sehr gut in der Hand und bietet echtes Smartphone-Feeling. Anwendungen öffneten sich schnell und flüssig, auch Videos liessen sich ruckelfrei ansehen. Durch sein Metallgehäuse mit dem leicht abgesetzten Lautsprecher wirkt es edel, aber eben auch ein bisschen eigenwillig. Bei bei der kleinen Zielgruppe der anwesenden Tester stellte sich schnell heraus, dass das elegante, schlanke Nokia 700 insbesondere in der roten Version ein Frauenschwarm werden dürfte, während die Herren lieber zum etwas grösseren, schwereren 701 griffen: «Da hat man wenigstens richtig was in der Hand.» Auch das 701 ist mit den abgerundeten Kanten sehr ansprechend gestaltet, dieses Gerät fühlt sich ebenfalls sehr angenehm an. Es bietet mehr eingebauten Speicherplatz und eine bessere Kamera als das 700, ansonsten bieten beide Geräte den gleichen Funktionsumfang. Bedingt durch Grösse und Gewicht dürfte auch der Akku des 701 ausdauernder sein. Hierzu wollte Nokia aber noch keine Auskunft geben, weil es sich bei den gezeigten Geräten noch immer um Vorserien-Geräte handeln würde.

Datenübertragung per NFC

Interessant an den beiden neuen Nokia-Modellen ist die NFC-Funktion: Durch eine kurze Berührung zweier NFC-Geräte können Daten übertragen werden: Ruft man beispielsweise einen Kontakt, ein Foto oder ein Musikstück auf, lässt sich dieses unkompliziert von Gerät zu Gerät übertragen: Nach einem Bestätigungsklick, dass die entsprechende Datei wirklich übertragen werden soll, erscheint die jeweilige Datei einen Moment später auf dem anderen Gerät. Ähnlich einfach funktioniert das Einbinden von weiterem Zubehör: Hält man ein NFC-Headset kurz an das Handy, mit dem man es koppeln möchte, wird eine entsprechende Verbindung aufgebaut und man kann das Headset benutzen. Die Übertragung von Musik vom Player eines NFC-Handy auf ein entsprechend ausgerüstetes Lautsprechermodul funktioniert genauso einfach: Kurz das Handy an den NFC-Empfänger am Lautsprecherwürfel halten und schon hört man die Musik aus dem externen Lautsprecher. Hier hofft Nokia auf ein neues Zukunftsgeschäft: NFC-Zubehör, das ganz einfach per NFC-Handy eingebunden und gesteuert wird. Hierzu wird es in der nächsten Zeit noch eine weitere Meldung geben.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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