Smartphone für Einsteiger
Nokia 500 im Kurztest
publiziert: Freitag, 21. Okt 2011 / 16:09 Uhr

Auf den ersten Blick präsentiert sich das Nokia 500 als perfektes Einsteiger-Telefon, denn es ist klein, robust und billig. Für Smartphone-Neulinge ist das Betriebssystem allerdings nicht ganz optimal.

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Mut zur Farbe beweist das Nokia 500 schon beim Auspacken: Ausser dem bereits montierten schwarzen Gehäusedeckel liegen dem Nokia 500 standardmässig zwei weitere Abdeckungen bei - in unserem Fall in rot und blau. Allerdings sind die Abdeckungen die einzigen Gehäuseteile mit matter Oberfläche - das restliche Gehäuse glänzt in schwarzer Klavierlackoptik.

Von der Form her liegt das Nokia 500 sehr gut in der Hand und ist mit 93 Gramm erfreulich leicht, ohne dadurch instabil zu wirken. Im Gegenzug ist das 3,2-Zoll-Display recht klein ausgefallen, zumal es nur eine Auflösung von lediglich 640 mal 360 Pixel bietet. Insbesondere Sehbehinderte und Senioren dürften daher kaum Freude haben, mit dem Nokia 500 längere Texte zu schreiben oder zu verfassen. Zum Schreiben längerer Texte ist die ohnehin kleine Bildschirmtastatur nicht geeignet, selbst im Querformat vertippt man sich mit normal grossen Fingern oft. Im Anruf-Fenster sind die Zifferntasten allerdings angenehm gross.

Dank Twitter- und Facebook-App kann man das Nokia 500 als handliches Kommunikations-Telefon für soziale Netzwerke bezeichnen, obwohl hier wohl auch eher der Fokus auf dem Lesen und nicht auf dem Verfassen von Tweets und Facebook-Statusupdates liegen wird. Die 5-Megapixel-Kamera des Nokia 500 beliefert das eigene Social-Networking-Profil aber mit akzeptablen Schnappschüssen und kurzen Videosequenzen.

Zwischengespeichert werden Fotos und Videos übrigens auf dem mit 2 GB durchschnittlich bemessenen internen Speicher. Dieser kann durch eine maximal 32 GB fassende Speicherkarte erweitert werden. Der Steckplatz dafür liegt allerdings unter dem Akku.

Symbian^3 «Anna» forever: Späteres Update ausgeschlossen

Das Nokia 500 kommt mit Symbian^3 Anna, das auf dem Telefon flott läuft; auch das Scrollen zwischen den drei Homescreens und innerhalb der Bildergalerie funktioniert ohne Stocken. Auch den Bootvorgang und das Herunterfahren bewerkstelligte das Telefon flotter als viele seiner grösseren Android-Geschwister. Allerdings hat das Telefon systemtechnisch bereits das Ende der Fahnenstange erreicht. Auf Anfrage bestätigte Nokia, dass das Nokia 500 eines der wenigen aktuellen Telefone sein wird, das nicht auf die neue Symbian-Version Belle upgedated werden kann.

Für die normalen Telefon- und Messaging-Optionen ist das weniger tragisch, allerdings hat Symbian Belle gegenüber seinem Vorgänger Anna einen entscheidenden Vorteil: Es ist deutlich leichter und intuitiver bedienbar. Bei Symbian^3 Anna muss der Anwender einige Funktionen aufgrund der unübersichtlichen und teils auch unlogischen Menüführung deutlich länger suchen. Eine echte Empfehlung für Smartphone-Einsteiger ist das Nokia 500 deswegen nicht - die intuitive Benutzerführung von Symbian Belle wäre das berühmte Tüpfelchen auf dem «i» gewesen.

Fazit: Kommunikativer Begleiter, aber nicht für Einsteiger

Für Telefon, Messaging und das schnelle Lesen von Statusupdates auf sozialen Netzwerken ist das handliche Nokia 500 gut geeignet. Allerdings wendet es sich durch das nicht besonders intuitiv zu bedienende Symbian Anna nicht gerade an Einsteiger oder Senioren, sondern an Nutzer, die vor den Tiefen der Symbian-Anna-Benutzerführung keine Angst haben. Attraktiv ist allerdings der Preis von momentan etwa 175 Euro ohne Vertrag für das robuste und farbenfrohe Telefon. Zusammen mit dem kleinen Display und der noch kleineren Bildschirmtastatur empfiehlt sich das Telefon damit beispielsweise für Kinderhände.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)

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