Elektro-Impulse
Neues Gadget verhindert Migräne
publiziert: Dienstag, 18. Mrz 2014 / 14:24 Uhr

Herstal/Wien - Das medizinische Device «Cefaly» beugt häufigen Migräneattacken durch elektrische Nervenstimulation vor. Das Gerät soll in erster Linie eine Alternative zur regelmässigen Medikamenteneinnahme darstellen.

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Es wurde von der belgischen Firma STX-Med entwickelt und ist erstmals von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zur Migräneprävention zugelassen worden.

Beschränkte Einsetzbarkeit

"Das Problem an diesem Gadget ist, dass damit nur eine bestimmte Art von Kopfschmerzen behandelt werden kann. Ausserdem sind die meisten Trigeminusneuralgien halb- und nicht beidseitig, was bedeuten würde, dass auch die nicht-betroffene Seite stimuliert wird", erklärt der Wiener Allgemeinmediziner Rolf Jens im Gespräch mit pressetext. Bei der Stimulation der gesunden Seite könnten noch zusätzliche Schäden hervorgerufen werden.

Cefaly ist batteriebetrieben und erinnert optisch an ein Stirnband. In der Stirnmitte befindet sich ein Neurostimulator, mit dem die elektrische Spannung aufgebaut wird. Dadurch soll der Trigeminusnerv, der grösste unter den Hirnnerven, stimuliert werden. Obwohl sich dieses Unterfangen eher realitätsfern anhört, hat eine Studie ergeben, dass 71 Prozent der Patienten nach Verwendung des Gerätes äusserst zufrieden mit deren Wirksamkeit gewesen sind.

Geringe Nebenwirkungen

Den Daten der FDA zufolge, welche über die vergangenen fünf Jahre gesammelt worden sind, klagt nur ein geringer Prozentsatz der Nutzer über leichte Nebenwirkungen. Die meisten Patienten beschreiben ein leichtes Kribbeln, Schläfrigkeit während der Anwendung sowie Kopfschmerzen, die unmittelbar danach auftreten können. Die FDA empfiehlt, das Gerät täglich maximal 20 Minuten einzusetzen, um Migräneanfälle wirksam zu verhindern.

(ig/pte)

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