Neue Massnahmen gegen unseriöse Anbieter von 0900-Nummern
publiziert: Freitag, 9. Jan 2004 / 14:31 Uhr

Bern - Orange, sunrise und Swisscom gehen gemeinsam gegen unseriöse Anbieter von gebührenpflichtigen 0900-Nummern vor. Sie akzeptieren künftig nur noch Anbieter, die eine Vereinbarung gegen Missbrauch unterzeichnet haben.

Der Kunde bezahlt seine Anrufe auf 0900-Nummern normalerweise bei seinem Netzanbieter.
Der Kunde bezahlt seine Anrufe auf 0900-Nummern normalerweise bei seinem Netzanbieter.
Der Kunde bezahlt seine Anrufe auf 0900-Nummern normalerweise bei seinem Netzanbieter, der die Rechnung im Auftrag des 0900er-Anbieters stellt. Dieser ist verantwortlich für die Gebühr und die Inhalte - darunter Glücksspiele, Auskunftsdienste oder Erotik.

Orange, sunrise und Swisscom wollen künftig nur noch für jene Anbieter Geld beim Kunden einziehen, welche die Vereinbarung gegen Missbrauch bei Mehrwertdiensten unterzeichnet haben, wie sie mitteilten.

Unterschreibt ein Anbieter diese Vereinbarung nicht, so muss er selbst beim Kunden Rechnung stellen. Unterschreibt er die Vereinbarung und verstösst trotzdem gegen die Regeln, werden die Auszahlungen an ihn gestoppt.

Die Vereinbarung verbietet etwa die Belastung irrtümlich gewählter 0900er-Nummern mit hohen Grundgebühren, das Hinhalten der Anrufenden mit gebührenpflichtigen Warteschlangen oder ungewolltes Aufschalten von Internetverbindungen.

Die Vereinbarung gegen Missbrauch war im vergangenen Herbst von Anbietern und dem Verband der Telekommunikationsbranche (SICTA) erarbeitet worden. Berücksichtigt wurde dabei auch die Revision der Preisbekanntgabeverordnung.

(bsk/sda)

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