«Memoir»
Neue App sieht Foto-Sharing voraus
publiziert: Freitag, 19. Sep 2014 / 09:08 Uhr
Die App «Memoir» wird schon bald auf Konkurrenz stossen, da Facebook momentan an einer ähnlichen Anwendung arbeitet. (Symbolbild)
Die App «Memoir» wird schon bald auf Konkurrenz stossen, da Facebook momentan an einer ähnlichen Anwendung arbeitet. (Symbolbild)

New York/St. Andrä-Wördern - Die Foto-Sharing-App «Memoir» gibt ein Feature heraus, das vorhersagt, welche Fotos mit welchen Freunden geteilt werden sollten.

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Diese Funktion ist derzeit nur für das Betriebssystem iOs 8 verfügbar, das nach Erlaubnis des Users Hintergrundinformationen wie den Ort, an dem man sich gerade befindet, speichert. Memoir analysiert dann, welche Freunde (die auch die App nutzen) ebenfalls anwesend waren - und schlägt vor, die dort geknipsten Fotos mit diesen zu teilen.

Facebook als Hauptkonkurrent

«Die App wird auf Konkurrenz stossen. Facebook arbeitet zum Beispiel an einer Anwendung namens 'Moments', bei der man Inhalte mit einer begrenzten Anzahl seiner bestehenden Facebook-Kontakte teilen kann», erklärt Social-Media-Experte Günter Exel gegenüber pressetext. «Die Funktionen sind sehr ähnlich - und Facebook hat im Gegensatz zu Memoir bereits ein grosses Publikum.»

Memoir erlaubt es zwar, die Fotos auch via E-Mail an Kontakte zu verschicken, die nicht registriert sind - die interessanten Features funktionieren jedoch nur, wenn der gesamte Freundeskreis die App nutzt. So können zum Beispiel auch Fotos angefordert werden, wenn Memoir erkennt, dass ein Freund Fotos von einem Event gemacht hat, bei dem man selbst auch anwesend war.

Innovationen sichern Existenz

«Es ist sinnvoll, die bestehenden Kontakte auf Facebook, Google+ oder Twitter für Apps zu nutzen - niemand will sich bei jeder App wieder von Neuem die Kontakte mühsam zusammensuchen. Nur wenn die Grundidee gut ist, wie bei WhatsApp oder Snapchat, können die Apps die kritische Masse erreichen, ab der viele Freunde auch dabei sein wollen», erläutert Exel.

Generell sind neue Ideen gefragt, gerade bei Foto-Sharing-Apps: «Im Gegensatz zu früher experimentieren Nutzer weniger, sondern beschränken sich auf etablierte Foto-Apps wie Instagram oder Pinterest, die bereits grosse Relevanz im täglichen Leben haben. Um sich mit einer neuen App noch durchsetzen zu können, muss sich die Benutzung deutlich vereinfachen oder auch einzigartige Features beinhalten - etwa Fotos mit Ablaufdatum wie bei Snapchat», meint Exel abschliessend.

(flok/pte)

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