NASA kauft grössten Linux-Supercomputer
publiziert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 09:28 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 13:54 Uhr

Sunnyvale - Im Advanced Supercomputing Center der NASA (NAS) wird fortan das grösste Linux-Einzelsystem der Welt stehen. Dabei handelt es sich um einen Supercomputer des IBM-Konkurrenten SGI der als Shared-Memory-System konzipiert ist.

Im Johnson Space Center in Texas soll der neue Linux-Supercomputer seinen Dienst aufnehmen.
Im Johnson Space Center in Texas soll der neue Linux-Supercomputer seinen Dienst aufnehmen.
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Im Gegensatz zu Supercomputern, die aus Clusterkomponenten mit begrenztem Arbeitsspeicher und eigenem Betriebssystem zusammengesetzt sind, greifen Shared-Memory-Systeme auf einen einzigen riesigen Speicherpool zurück, der von den Datenverarbeitungsprozessen direkt adressiert werden kann.

SGI zufolge finden auf der aktuellen Altix-4700-Plattform theoretisch bis zu 128 Terabyte konfigurierbarer Speicher und 2048 Prozessorkerne Platz. Im aktuellen NASA-System kommen vier Terabyte sowie 1024 Intel Itanium Dual-Core 2-Prozessoren zum Einsatz, was den Supercomputer laut SGI zum grössten Linux Single System Image (SSI) der Welt macht.

Zusätzlich zur neuen Rechenpower von 13,1 Teraflops, die das bestehende Columbia Supercomputer System ablösen soll, investiert die NASA in ein ultra-kompaktes InfiniteStorage-System 10'000 von SGI, das 240 Terabyte Speicherplatz für anfallende Datenmengen bietet.

Leichtere Programmierbarkeit

«Shared-Memory-Systeme besitzen den Vorteil, dass sie aufgrund der einfacheren Architekturumgebung leichter programmierbar sind. Auch die Steuerung der Programmabläufe ist durch den direkten Zugriff aller Komponenten auf ein einziges System einfacher», erklärt Rüdiger Wolff, Principal System Engineer bei SGI.

Eine auf ein Betriebssystem aufbauende Architektur profitiere durch den Wegfall der Komponentengrenzen zudem durch kürzere Zugriffslatenzen, was je nach Anforderungsprofil des Rechenzentrums für eine höhere Produktivität sorgen könne, so Wolff.

Der neue Linux-Supercomputer wird noch im August im NASA-Center seinen Betrieb aufnehmen. Zu seinen Einsatzbereichen zählen unter anderem das Design neuer Raumfahrzeuge, die Auswertung und Berechnung von komplexen Klimamodellen sowie die Forschung im Bereich der Astrophysik.

Verbesserung von Klimamodellen

Aktuell arbeiten die Forscher des NASA in Zusammenarbeit mit US-Wissenschaftlern an der Verbesserung von Hurrikan- und Wettermodellen. Neben dem Shared-Memory-System greifen die Forscher dazu auch auf Cluster-Architekturen zurück, die mit der neuen Lösung kombiniert werden können.

(tri/pte)

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