Mobilebooks - Literatur erobert das Handy
publiziert: Samstag, 4. Okt 2008 / 09:37 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Okt 2008 / 16:08 Uhr

Wien - Der Buchverlag Blackbetty mobilemedia hat sich darauf spezialisiert, Bücher für das Lesen auf dem Bildschirm von Mobiltelefonen aufzubereiten. Als sogenannte «Mobilebooks» vertreibt das Unternehmen Literatur im Handyformat, wobei der Anspruch, den Menschen an ein echtes Buch stellen, beibehalten werden soll.

Blackbetty passt Bücher für die Darstellung auf Mobiltelefonen an.
Blackbetty passt Bücher für die Darstellung auf Mobiltelefonen an.
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«Wir betrachten das kleine Handydisplay als wichtiges Kulturgut. Uns geht es darum, hochwertigen Content auf das Mobiltelefon zu bringen», sagt Jörg Hotter, Geschäftsführer von Blackbetty im Rahmen der Mobile Content Days in Wien.

Der Trend in der Multimediabranche geht hin zur mobilen Nutzung verschiedener Medien auf dem Mobiltelefon. Die Verlagstätigkeit komme hierbei bislang zu kurz, meint Hotter. Aus diesem Grund hat er seinen Verlag auf den Vertrieb von Handybüchern ausgerichtet, die dem User mehr liefern als reinen Text.

Mobilebooks unterscheiden sich von eBooks beispielsweise dadurch, dass sie über ein Cover verfügen und auch Grafiken und Bilder in das Produkt integriert sind. «eBooks sind an sich reine Textausgaben von Büchern, zudem wird für die Wiedergabe ein eBook-Reader benötigt», führt Hotter aus.

Keine spezielle Software

Die Mobilebooks hingegen seien in sich abgeschlossene Produkte, bei denen für die Wiedergabe keine spezielle Software benötigt wird. Stattdessen werden sie für das Handymodell des Käufers adaptiert, um ein möglichst komfortables Lesen zu ermöglichen.

Eine wichtige Eigenschaft des Buches ist, dass umgeblättert werden muss. «Wir haben das auch in unseren Mobilebooks beibehalten. Die in Webbrowsern übliche Navigation über die Scrollen-Funktion betrachten wir als störend, da man dadurch oft die Zeile verliert und somit aus dem Lesefluss gerissen wird», so Hotter.

Das Blättern bleibt

Daher wird auch in den elektronischen Büchern auf dem Handy geblättert. Neben der Möglichkeit Bilder in die Bücher zu integrieren, sind noch weitere Funktionalitäten umsetzbar. Die Mobilebooks können mit dem Internet verknüpft werden. Auf diese Weise ist es möglich, Umfragen zu starten oder Feedback-Links zu setzen.

Werbung kann ebenfalls eingebettet werden, um somit den Verkaufspreis des mobilen Buches zu reduzieren. Angezeigt werden die Sponsoren schliesslich im Good-Bye-Screen beim virtuellen Schliessen des Buches, erläutert der Verleger.

Neben der Erstellung der Mobilebooks tüftelt Blackbetty jedoch auch an den Vertriebsmöglichkeiten dieser neuen Buchform abseits des mobilen Internet. In Kooperation mit Haase&Martin wurde ein Bluetooth-Terminal entwickelt, an dem Kunden Mobilebooks aussuchen, kaufen und direkt auf ihr Mobiltelefon laden können.

Der Preis für die Handyliteratur liegt zwischen 1,50 und 5 Euro, wobei hier schon die Obergrenze liege, glaubt Hotter. Dementsprechend skeptisch steht der Verleger auch der Buchpreisbindung gegenüber die Anfang der Woche vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gefordert wurde.

(tri/pte)

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