Mit Öko-Energie gegen schweres Marschgepäck
Mobile Soldaten - Solarstrom statt Akku
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2011 / 20:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Apr 2011 / 08:35 Uhr
«Umweltfreundlicher» Soldat in der Simulation.
«Umweltfreundlicher» Soldat in der Simulation.

Glasgow - Grossbritannien setzt mit einem Forschungsprojekt auf Solarstrom und Thermoelektrika, um Infanteriesoldaten das Leben leichter zu machen.

4 Meldungen im Zusammenhang
«Die Streitkräfte müssen oft grosse Mengen an Ausrüstung tragen, die mit Strom versorgt werden muss», sagt der britische Wissenschaftsminister David Willets. Die neue Energieversorgung soll daher um bis zu 50 Prozent leichter ausfallen als derzeit genutzte Akkus. Zudem werden die Truppen von Ladestationen unabhängig und somit noch mobiler.

Strom bei Tag und Nacht

Das Projekt will eine möglichst zuverlässige Stromversorgung erreichen, indem es Solarzellen mit thermoelektrischen Elementen kombiniert. Erste funktionieren bei Tag, während letztere Wärme auch bei Nacht in Strom verwandeln können. Der Ansatz ähnelt somit einem von Fujitsu präsentierten Minigenerator (pessetext berichtete: http://pressetext.com/news/101210002/). Allerdings wollen die Briten eine effizientere und intelligentere Lösung umsetzen, betont Projektleiter Duncan Gregory, Chemieprofessor an der University of Glasgow http://gla.ac.uk, gegenüber pressetext.

«Unser Konzept nutzt unterschiedliche Materialien für Photovoltaik und Thermoelektrik und verbinden diese», sagt er. Das soll eine möglichst hohe Stromausbeute ermöglichen. Zudem wird das System Energiespeicher wie Superkondensatoren umfassen. «Das ist wichtig, weil eine Ausgangsleistung unter Umständen dann gebraucht wird, wenn die Generatoren gerade wenig Strom liefern», erklärt Gregory. Zudem soll das System intelligent je nach Bedarf Strom und Wärme liefern und hochgradig skalierbar sein. «Wir könnten uns Anwendungen vom Mikrowatt- bis in den Kilowattbereich ansehen.»

Gewichtsreduktion

Hintergrund des vom Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) geförderten Projekts ist, dass moderne Infanterie Strom für diverse Ausrüstung von Funk über GPS bis hin zu Waffen benötigt. «Akkus können mehr als zehn Prozent vom Marschgepäck ausmachen», sagt Gregory. Eine leichtere Energieversorgung macht Soldaten also mobiler. Da esim Gegensatz zu Akkus nicht mehr nötig wäre, zum Aufladen eine sichere Basis anzusteuern, kann das geplante System auch die mögliche Einsatzreichweite und -dauer steigern.

Das EPSRC fördert derzeit auch ein von der University of Leeds geleitetes Projekt, das Soldaten Akku-Gewicht mithilfe von piezoelektrischen Generatoren abnehmen will. Die beiden Forschungsteams stehen in Kontakt. «Ihr Zugang ist zwar ein völlig anderer, aber es besteht die Möglichkeit technologischer Überschneidungen», meint Gregory auf Anfrage von pressetext. Es werde interessant sein zu sehen, ob die beiden Systeme zu einer besonders leistungsfähigen Lösung zusammenwachsen können.

(bert/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nashville - Forscher der Vanderbilt University haben einen strukturellen ... mehr lesen
Der Kondensator taugt als Batterieersatz.
Die integrierte Ladestation der Everpurse bezieht den Strom kabellos.
Wien - Das Kickstarter-Projekt ... mehr lesen
eGadgets Smartphones werden immer leistungsstärker, Tablets verbreiten sich rasant, und ... mehr lesen
Handy-Akkus sollen besser werden.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet werden, um Konzentrationen des Virus an stark frequentierten Orten zu messen.
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet ...
Publinews Coronavirus in der Luft nachweisen  Dübendorf, St. Gallen und Thun - Einem Team von Forschern der Empa, der ETH Zürich und des Universitätsspitals Zürich ist es gelungen, einen neuartigen Sensor zum Nachweis des neuen Coronavirus zu entwickeln. Er könnte künftig eingesetzt werden, um die Virenkonzentration in der Umwelt zu bestimmen - beispielsweise an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten oder in Lüftungssystemen von Spitälern. mehr lesen  
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten Gesellschaft. Besuchen Sie uns und erleben Sie Telefongeschichte zum Anfassen, zum Hören und zum Fühlen - spannend inszeniert für Gross und Klein. mehr lesen  
Technologie  Bern - Der Technologiekonzern Ascom erwartet einen Verlust im ersten Halbjahr. Für das zweite ... mehr lesen  
Ascom ist für das zweite Halbjahr zuversichtlicher.
eGadgets Grosse Kulleraugen  Taipei - Der taiwanische Elektronik-Konzern Asus will mit einem sprechenden Roboter ins Geschäft mit dem vernetzten Zuhause einsteigen. Der kleine Roboter «Zenbo» hat ein rundes Gehäuse mit Rädern und einen Kopf mit einem Touchscreen-Bildschirm als «Gesicht». mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 10°C 16°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 8°C 11°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 9°C 16°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Luzern 10°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 11°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten