MobilCom macht durch UMTS-Abschreibung Milliardenverlust
publiziert: Donnerstag, 28. Nov 2002 / 11:58 Uhr

Büdelsdorf - Die erst kürzlich vor der Pleite gerettete deutsche Telefonfirma MobilCom hat im dritten Quartal einen Vorsteuerverlust von 2,9 Mrd. Euro (4,3 Mrd. Fr.) verbucht. Grund ist die Abschreibung der UMTS-Investitionen in Höhe von 9,9 Mrd. Euro.

MobilCOM
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In den ersten neun Monaten summierte sich der Verlust sogar auf 3,2 Mrd. Euro, wie MobilCom mitteilt. Im Gegenzug zu den UMTS-Abschreibungen seien Forderungen an France Telecom in Höhe von 7,1 Mrd. aktiviert worden, sodass das Ergebnis per Saldo mit 2,8 Mrd. Euro belastet worden sei.

Der französische Telefonkonzern hatte im Rahmen der Mobilcom-Rettung zugesagt, insgesamt 7,5 Mrd. Euro Schulden von seinem einstigen Partner zu übernehmen.

Trotz der schwierigen Unternehmenssituation begleitet von einem monatelangen Ringen um sein Überleben konnte Mobilcom laut den Angaben die Zahl seiner Mobilfunkkunden mit 4,9 Millionen stabil halten. Der Vorsteuerverlust in diesem Segment betrug 40,6 (Vorquartal: minus 135,7) Mio. Euro. Der Umsatz lag bei 386,3 (368,4) Mio. Euro.

Im Bereich Festnetz und Internet betrug das Minus 18,5 Mio. Euro. Hier verfügt die MobilCom stabil über 0,9 Millionen Kunden. Die Zahl der Internet-Kunden habe sich im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar von 3,2 auf 3,4 Millionen gesteigert.

(bert/sda)

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