Migros und Coop ernten Kritik für Handy-Tarife
publiziert: Montag, 12. Sep 2005 / 16:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 13. Sep 2005 / 14:10 Uhr

Bern - Die Schweizer Grossverteiler Migros und Coop haben die Tarife für ihre Prepaid-Angebote bekannt gegeben.

Das M-Budget Handy sei zwar billig, aber verbesserungsdürftig.
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Obwohl beide unter dem bisher billigsten Konkurrenzprodukt von Sunrise liegen, ernten die Detailhändler Kritik.

Mit 48 Rappen pro Gesprächsminute auf Schweizer Telefonnetze liege M-Budget Mobile mit ihrem Partner Swisscom Mobile nur einen Rappen unter dem Prepaid-Angebot Yallo von Sunrise, monierte der Internet-Vergleichsdienst Comparis.

Und auch CoopMobile, das Prepaid-Angebot von Coop und Orange, sei mit 46 Rappen immer noch zu teuer, hiess es auf Anfrage.

Im Ausland geht es nach Comparis-Angaben indes viel billiger: «Die Preise von Migros sind rund 250 Prozent teurer als etwa die Gesprächsminuten, welche die Aldi-Tochter Hofer in Österreich verkauft», hiess es.

Fragwürdiger Vergleich

«Dieser Vergleich ist fragwürdig», konterte Swisscom-Sprecher Sepp Huber. Denn bei dem genannten Angebot seien etwa SMS doppelt so teuer. Kaufkraftbereinigt sei der Mobilfunk in der Schweiz absolut vergleichbar mit dem Ausland.

SMS kosten bei allen drei Anbietern 10 Rappen. Um dauerhaft von diesem Tarif profitieren zu können, muss man sich bei M-Budget Mobile und CoopMobile bis Ende Jahr registrieren lassen.

«Wie hoch die SMS-Preise danach sind, ist noch offen», hiess es in einer Migros-Mitteilung.

Neue Handy-Nummern

Wenig kundenfreundlich sei hingegen, dass man seine bisherige Handy-Nummer opfern müsse, wenn man zu M-Budget Mobile wechseln wolle. Das Angebot der Migros läuft unter 077-Rufnummern.

Konkurrent Coop kann hier punkten. Kunden des Dienstes CoopMobile, der am 20. September startet, können ihre bisherige Handynummer bei einem Wechsel behalten.

Zudem umfasst das Angebot eine Combox und einen MMS-Dienst für 50 Rappen pro verschickter Mitteilung.

(rr/sda)

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