Ansatz beschleunigt Analyse
Menschenauge lehrt Maschinen sehen
publiziert: Freitag, 25. Mrz 2016 / 20:25 Uhr
Flugdrohnen finden immer grössere Verbreitung in der Beobachtung von Naturkatastrophen, Umweltverschmutzung oder Wildtieren.
Flugdrohnen finden immer grössere Verbreitung in der Beobachtung von Naturkatastrophen, Umweltverschmutzung oder Wildtieren.

Drohnen mit Kameras sammeln viel schneller gewaltige Bild-Datenberge, als diese ausgewertet werden können.

2 Meldungen im Zusammenhang

Ein internationales Team mit schweizerischer Beteiligung hat nun einen neuen Ansatz entwickelt, der Abhilfe schaffen soll. Mittels Crowdsourcing lehren Menschen dabei Computern, was sie wahrnehmen. Dank Maschinenlernen können die Rechner dann zügig weitere Aufnahmen analysieren, wie ein Test mit Aufnahmen von afrikanischen Wildtieren ergeben hat.

Kombi-Ansatz für Echtzeit-Analyse

Flugdrohnen finden immer grössere Verbreitung in der Beobachtung von Naturkatastrophen, Umweltverschmutzung oder Wildtieren. Eine Datenauswertung möglichst in Echtzeit wäre da oft ideal. Um zu zeigen, dass die Kombination von Crowdsourcing und Maschinenlernen dafür gut geeignet ist, haben die Forscher im namibischen Naturschutzgebiet Kuzikus Wildtiere wie Strausse, Gnus, Zebras und Rhinozerosse beobachtet. Zunächst haben Freiwillige auf der Plattform MicroMappers Tiere auf den Aufnahmen identifiziert. Anhand dessen hat ein Algorithmus gelernt, diese Aufgabe zu übernehmen.

Die 500 Freiwilligen mussten auf eine Reihe von Aufnahmen Tiere erkennen und deren Umrisse nachzeichnen. «Innerhalb von zwei Tagen hatten sie 98 Prozent der 26'000 hochgeladenen Bilder ausgewertet», sagt Stéphane Joost vom Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, einer der Studienautoren. Zwar haben die Freiwilligen auch Fehler gemacht und bisweilen Objekte markiert, die gar keine Tiere waren. «Die Auswertung war definitiv gut genug als Trainings-Datensatz für den Computer-Algorithmus», betont jedoch Joost.

Bewährte Kombination

Ein Vorbild für den Ansatz war die Nutzung von Twitter-Nachrichten im Katastrophenfall. «Twitter kann mit zehntausenden Tweets aus Katastrophengebieten regelrecht explodieren», erklärt Joost. Für Menschen allein ist es nicht möglich, wichtige Informationen schnell genug herauszufiltern. «Inzwischen können Tweets mit einer Kombination von Mensch und künstlicher Intelligenz schnell analysiert werden», so der Wissenschaftler. Eben diese Lösung galt es nun auf Bilddaten zu übertragen. Das Mensch und Maschine gemeinsam schneller sehen als jeder für sich, haben aber auch schon US-Forscher gezeigt, die so die Minensuche unter Wasser beschleunigen konnten.

(arc/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
San Francisco - Ab Juli soll eine ... mehr lesen
Das US-Militär testete erfolgreich ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich ...
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April 2017, auf der Messe Zürich, vermitteln die Messen einen umfassenden Marktüberblick. mehr lesen 
Was sind die Hausaufgaben für Schweizer Unternehmen bei der Digitalisierung?
Überleben im digitalen Haifischbecken Google, Post, Handel Schweiz, VSV, GS1: Am Mittwoch, den 5. April diskutieren Big Player und Marktexperten über das ...
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 14°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Basel 18°C 32°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
St. Gallen 19°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Bern 16°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
Luzern 16°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Genf 15°C 30°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 21°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten