«Markt für E-Reader noch nicht existent»
publiziert: Sonntag, 25. Apr 2010 / 21:03 Uhr

Berlin - Der E-Reader der deutschen E-Book-Plattform txtr lässt weiter auf sich warten.

Apples iPad wird von den txtr-Machern nicht als Konkurrenz gesehen - im Gegenteil. (Archivbild)
Apples iPad wird von den txtr-Machern nicht als Konkurrenz gesehen - im Gegenteil. (Archivbild)
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Ursprünglich für die Frankfurter Buchmesse im Oktober 2009 angekündigt, musste der Marktstart des Kindle-Konkurrenten aufgrund von Produktionsschwierigkeiten in China auf unbestimmte Zeit verschoben werden. «Viele Menschen waren enttäuscht, als wir das versprochene Einführungsdatum nicht einhalten konnten. Deshalb kommunizieren wir derzeit auch keinen neuen Starttermin», erklärt txtr-Gründer Joscha Bach.

Frühstart gefährlich

«Das Interesse ist gross. Mehrere Tausend Interessierte haben sich bereits vormerken lassen», so Bach, der jedenfalls mit einem Start noch in diesem Jahr rechnet. Die Gefahr, dass man durch die Verzögerung und die wachsende Konkurrenz wie etwa Apples iPad zu spät komme, sieht der txtr-Gründer hingegen nicht. «Die Gefahr ist eher andersherum, nämlich dass man mit einem innovativen Produkt zu früh dran ist. In Wahrheit ist der Markt für E-Reader in Deutschland und Europa noch nicht existent», sagt Bach.

Laut dem txtr-Gründer beträgt der E-Book-Anteil in Deutschland gerade einmal 0,15 Prozent am Gesamtbuchmarkt. Amazons Kindle wird zwar seit Oktober 2009 aus den USA auch nach Europa versendet. Deutsche Titel sind im US-basierten Kindle Store aber weiterhin rar gesät. Nicht zuletzt deshalb setzt das Berliner Start-up auch beim Content auf die eigene Geschäftstüchtigkeit. Mit über 30.000 E-Books kann der txtr-Store mittlerweile das grösste E-Book-Angebot Deutschlands vorweisen.

iPad kein Konkurrent

Beim angebotenen E-Book-Format setzt txtr auf ePub, das von den meisten auf dem Markt angebotenen E-Readern mit Ausnahme von Amazons Kindle unterstützt wird. Künftige iPad-Besitzer können das E-Book-Angebot von txtr hingegen problemlos nutzen. So kommt die native E-Book-Anwendung des Apple-Tablets auch mit kopiergeschützten Titeln aus dem txtr-Store klar. Parallel bietet txtr wie schon für das iPhone eine eigene Applikation für den iPad an, über die erworbene Titel gelesen werden können.

Aus diesem Grund wird Apples iPad von den txtr-Machern auch nicht als Konkurrenz gesehen - im Gegenteil. «Ich denke, dass wir als E-Book-Anbieter mit dem iPad eine Menge Geld verdienen werden. Und was unseren eigenen Reader betrifft, handelt es sich dabei ohnehin um zwei völlig unterschiedliche Geräteklassen, die beide ihre Berechtigung haben. Motorräder und Autos stehen ja auch nicht in direkter Konkurrenz zueinander», meint Bach.

txtr-Reader kostet 299 Euro

Während das iPad mit Interaktivität und bunter Aufmachung punkten könne, eigne sich die E-Ink-Technologie wesentlich besser für das längere Lesen von Büchern. Aber auch die weitaus höhere Akkulaufzeit sei ein Vorteil, so Bach. Der eigene txtr-Reader soll 299 Euro kosten und eine kostenlose mobile Verbindung zum txtr-Store gewährleisten. Über ein Bezahlmodell werden txtr-User zusätzlich auf die txtr.com-Plattform zugreifen können, die eine Reihe von kostenlosen Text-Angeboten bietet.

(zel/pte)

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