Laser beschleunigt Festplatten um Faktor 100
publiziert: Freitag, 6. Jul 2007 / 21:22 Uhr

Nijmegen - Während die Computerindustrie allmählich auf Flash-basierte Festplatten umrüstet, haben Wissenschaftler eine Methode entwickelt, mit der die Geschwindigkeit von magnetischen Harddisks verhundertfacht werden soll.

Die ersten Prototypen der neuartigen Festplatten erwarten die Forscher erst in etwa zehn Jahren.
Die ersten Prototypen der neuartigen Festplatten erwarten die Forscher erst in etwa zehn Jahren.
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Wie das Fachmagazin Physical Review berichtet, kommt bei der Technologie ein Laser statt eines Magnetkopfs zum Einsatz.

Das Speicher-Material ändert seine magnetische Orientierung aufgrund des magnetischen Feldes des Laserpulses. Die ersten Prototypen der neuartigen Festplatten erwarten die Forscher allerdings erst in etwa zehn Jahren.

«Es ist uns in Experimenten der Nachweis gelungen, dass die Magnetisierung wiederholt und ohne Anwendung eines Magnetfeldes mit Hilfe eines einzelnen, alle 40 Femtosekunden zirkular polarisierten Laserimpulses umgekehrt werden kann», erklärt Daniel Stanciu, Mitarbeiter des Instituts für Moleküle und Materialien an der Radboud University Nijmegen.

Eine Femtosekunde ist ein Billiardstel einer Sekunde. Bei aktuellen Festplatten wird die Schreib- und Leserate in Millisekunden angegeben. Die Technik funktioniert mit ultraschnellen polarisierten Laserimpulsen, die 0 und 1 auf die Festplatte schreiben. Ausschlaggebend dabei ist, dass das Licht die Polarität der Flächen verändert, indem die Laser-Impulse umgepolt werden.

Manko der Lasertechnik

Ein Manko der Lasertechnik ist allerdings, dass der auf der Festplatte durch den Laser gepolte Bereich fünf Mikrometer gross ist. Dies ist deutlich grösser als die Speicherfläche, die aktuelle Speichersysteme benötigen.

Stanciu ist allerdings überzeugt, dass diese Fläche auf einen Durchmesser von zehn Nanometer verkleinert werden kann. «Die Industrie fokussiert ihre Forschungen lediglich auf die Verbesserung der Kapazität. Nicht, dass Leistungsverbesserungen nicht benötigt werden, zuerst kommt jedoch immer der Speicherplatz», kritisiert Stanciu.

Um die zunehmend wachsende Datenmenge aber rasch verarbeiten zu können, muss die Geschwindigkeit der Speicherung verbessert werden.

(dl/pte)

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