Kundgebung von 200 Orange-Angestellten
publiziert: Montag, 24. Feb 2003 / 13:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Feb 2003 / 17:22 Uhr

Biel - Rund 200 Angestellte von Orange haben in Biel für die Einhaltung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen im Fernmeldegesetz demonstriert. Beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) wurde eine entsprechende Petition deponiert.

Bei den Demonstrierenden handelte es sich mehrheitlich um Angestellte des Call-Centers in Bussigny VD. Dessen Belegschaft steht wegen der angekündigten Restrukturierung seit fünf Tagen im Streik.

Nach der Demonstration in der Bieler Innenstadt wurde BAKOM-Vizedirektor Peter Fischer eine Petition überreicht. Darin wird das Amt aufgefordert, für die Durchsetzung des Fernmeldegesetzes zu sorgen auch wenn es um den Arbeitnehmerschutz geht. Laut Gesetz sind die Netzbetreiber an die Einhaltung branchenüblicher Arbeitsbedingungen gebunden.

Alle Telefonanbieter sollen laut Petition zudem zur Ausarbeitung von Gesamtarbeitsverträgen mit den Gewerkschaften gezwungen werden.

Alain Carrupt, Sprecher der Gewerkschaft Kommunikation, kritisierte die Marktverzerrung zwischen Swisscom und den übrigen Netzbetreibern bei den arbeitsrechtlichen Bestimmungen.

Zurzeit verfüge einzig Swisscom über einen Gesamtarbeitsvertrag und sei bei Abbaumassnahmen zur Ausarbeitung eines Sozialplans gezwungen. Orange anerkenne die Gewerkschaft Kommunikation dagegen nicht als Sozialpartner an.

Orange plant den Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen in den Kantonen Waadt, Zürich, Bern und Tessin. 185 Arbeitsplätze sollen von Bussigny VD nach Biel verlegt werden, 21 von Zürich nach Biel.

(bert/sda)

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