Schutzhülle aus Kompositstoff
Kindersichere Batterie: Keine Gefahr beim Schlucken
publiziert: Mittwoch, 5. Nov 2014 / 14:45 Uhr
Verschluckte Knopfzellen sind keine Seltenheit.
Verschluckte Knopfzellen sind keine Seltenheit.

Boston - Ingenieuren des Brigham and Women's Hospital in Boston ist es in Kooperation mit Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard University gelungen, eine revolutionäre, neue kindersichere Batterie zu entwickeln.

Der Clou dabei: Die kleine Knopfzelle ist mit einer Schicht aus sogenanntem Quantentunnelkomposit (QTC) überzogen und gibt nur dann elektrischen Strom ab, wenn sie leicht zusammengedrückt wird - etwa im Batteriefach eines Geräts. So wird verhindert, dass sich ätzende Substanzen bilden können, wenn sie fälschlicherweise von einem Kleinkind verschluckt wird.

«Die meisten Unfälle passieren, wenn die Batterien in eine feuchte Umgebung gelangen und dort Strom abgeben, nachdem sie verschluckt worden sind», zitiert BBC News den verantwortlichen Projektleiter Jeff Karp vom Brigham and Women's Hospital. Die Abgabe von Elektrizität führe dann dazu, dass Wasser in seine chemischen Bestandteile aufgespaltet wird, wobei ätzende Wasserstoffionen in der Speiseröhre freigesetzt werden. «Diese können schon nach wenigen Stunden ernste Gewebeschäden hervorrufen», betont Karp. Mehr als 3.000 solcher Fälle mit «fürchterlichen Verletzungen» würden pro Jahr in den USA registriert, so der Experte.

Simpel, aber effektiv

In Anbetracht der alarmierenden statistischen Zahlen hat der Bioingenieur gemeinsam mit Kollegen vom MIT und Harvard eine simple, aber effektive Kindersicherung entwickelt. Diese löst das Problem gewissermassen schon bei der Wurzel und verhindert, dass die Batterie auch dort Strom abgibt, wo sie es gar nicht soll. Möglich wird das durch die Verwendung eines speziellen QTC-Materials, das als einen Millimeter dicke Schutzschicht die Batterie umhüllt. Dieses besteht zum Grossteil aus Silikon, das mit einigen winzigen Metallpartikeln durchzogen ist.

Dank der besonderen Eigenschaften des Kompositstoffs gibt die Batterie ihre elektrische Ladung nur dann an ihre Umwelt ab, wenn sie einem leichten Druck ausgesetzt wird. «Hierbei kommt es zu einem Phänomen, das sich nur mittels Quantenmechanik erklären lässt: Die Metallpartikel werden enger aneinander gedrückt und die Elektronen bekommen durch einen gewissen Tunneleffekt die Möglichkeit, sich durch sie hindurch zu bewegen», erläutert Karp.

Erfolgreiche Praxistests

Erste Praxistests der kindersicheren Batterie sind laut dem Bericht durchwegs erfolgreich verlaufen. Diese wurde etwa auf Proben von menschlichem Darmgewebe gelegt oder in den Eingeweiden lebender Schweine platziert, ohne irgendeinen Schaden anzurichten. Auch die Aufbewahrung in Magensäure zeigte nach 24 Stunden keinerlei Auswirkungen. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass die Batteriehersteller ihre Idee aufgreifen. «Wir haben bereits ein Patent beantragt und einige Gespräche in Bezug auf eine praktische Umsetzung geführt», lässt Projektleiter Karp wissen.

(bg/pte)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Point Cloud Animation vom Makerspace ...
Publinews Plattform für Kreative  St. Gallen - Am 28. Oktober 2019 wird der Weltraum an der Fürstenlandstrasse 103 eröffnet. Es ist ein Makerspace, ein Treffpunkt, ein Co-Working für Kreative und ein Ort der Inspiration. Der Weltraum ist ein vielseitiges Konzept mit dem Ziel Entwicklern, Kreativen, Techies und Selbstständigen eine Plattform zum Arbeiten und Austauschen zu bieten. mehr lesen  
Publinews Bis vor wenigen Jahrzehnten gab es kein Internet. E-Mails waren ein Fremdwort, etwas zu Googlen bedeutet noch, dass man in die nächste Bücherei pilgerte, um in hunderten Fachbüchern nach einem Thema zu suchen. Heute läuft jeder noch kleine Schritt über das Internet ab. Wir telefonieren über das Internet, sehen Fern über das Internet, kommunizieren, kaufen ein und arbeiten im World Wide Web. mehr lesen  
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten Gesellschaft. Besuchen Sie uns und erleben Sie Telefongeschichte zum Anfassen, zum Hören und zum Fühlen - spannend inszeniert für Gross und Klein. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 11°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 12°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
St. Gallen 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Bern 11°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Luzern 12°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Genf 13°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Lugano 14°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten