Immer mehr Frauen spielen Videogames
publiziert: Sonntag, 12. Okt 2008 / 12:03 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 12. Okt 2008 / 15:30 Uhr

New York - Der Videospielmarkt durchläuft zur Zeit einen grundlegenden Wandel in Richtung Mainstream. Vor allem dem erfolgreichen Wii-Konzept des japanischen Konsolenherstellers Nintendo ist es zu verdanken, dass die Branche sich zunehmend darum bemüht, bisher unerreichte Zielgruppen für das Thema Videospiele zu gewinnen.

Alle wollen spielen, aber nicht alle spielen gleich.
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Neben älteren Menschen sind es dabei vor allem Frauen, die für die Games-Industrie zu neuen Hoffnungsträgern avanciert sind.

«Alle unsere Untersuchungen bestätigen, dass Frauen genauso Videospieler sind», stellt etwa Tony Key, Senior Vice President im Bereich Marketing beim Spielepublisher Ubisoft gegenüber dem San Francisco Chronicle fest.

Nun gehe es nur noch darum, diese Nutzergruppe auch mit entsprechenden für sie interessanten Titeln zu versorgen. «Die Mädchen spielen gerne Videospiele. Sie wollen nur nicht dasselbe spielen wie ihre männlichen Kollegen», so Key.

Gezielte Vermarktung

«Die Zielgruppe weiblicher Gamer hat eine grosse Bedeutung für uns. Das wird auch bei der Entwicklung der Spiele berücksichtigt», erklärt Martin Lorber, Deutschland-Sprecher des Spielestudios Electronic Arts (EA), im Gespräch. Gaming sei längst keine Männerdomäne mehr.

«Inzwischen begeistern sich Männer und Frauen, Jungen und Mädchen gleichermassen für Computer- und Videospiele», ergänzt Lorber. Eigenen Erhebungen zufolge seien heute bereits rund 40 Prozent der Gamer-Community weiblich.

«Auf diesen Trend stellen wir uns auch bei der Produktion und Vermarktung unserer Produkte ein», betont Lorber. So habe EA im vergangenen Jahr etwa ein eigenes Casual-Gaming-Label ins Leben gerufen, das mit leicht zugänglichen Spielen auch bei Frauen punkten soll.

«Wir wollen damit aber nicht nur weibliche Gamer erreichen, sondern prinzipiell alle Menschen, die sich für Casual Games interessieren», stellt Lorber klar.

Gesellschaftliche Akzeptanz

Dass sich gegenwärtig zunehmend mehr Frauen für Videospiele interessieren, sei aber nicht nur durch neue Konzepte in Bezug auf die Spielinhalte zu erklären. «Wir beobachten eine allgemeine Entwicklung, dass Computer- und Videospiele mitten in der Gesellschaft angekommen sind und für eine breite Bevölkerungsschicht bereits das Leitmedium geworden sind», meint Lorber.

Ganz ähnlich sieht dies auch Eric Jannot, Sprecher des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) auf Anfrage. «Videospiele sind mittlerweile grossteils Teil des Alltags», bestätigt Jannot. Insofern sei der Umgang mit dem Themengebiet auch heute ein ganz anderer als noch vor wenigen Jahren.

«Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Beschäftigung mit solchen Medien zunehmend normal wird», ergänzt Jannot. Dementsprechend seien auch bei der weiblichen Bevölkerung die Hemmungen zu spielen in letzter Zeit stetig gesunken. «Der Zugang zur Technik ist heute auch bei Frauen eher ungezwungen», stellt der BIU-Sprecher fest.

Frauen mögen portabel

Laut einer Erhebung des BIU waren im vergangenen Jahr in Deutschland bereits 31 Prozent der gesamten Spieler am Markt Frauen. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2005 (24 Prozent) und 2006 (28 Prozent) zeigt sich dabei eine kontinuierliche Wachstumstendenz. Besonders beliebt innerhalb der weiblichen Spieler-Community sind Handheld-Geräte.

In diesem Bereich ist das Verhältnis von männlichen und weiblichen Spielern inzwischen bereits fast ausgeglichen. Laut der BIU-Untersuchung waren 2007 rund 49 Prozent der Handheld-Nutzer Frauen, 2005 waren es noch 34 Prozent. «Ich bin davon überzeugt, dass es in naher Zukunft ebenso viele weibliche wie männliche Gamer geben wird», so EA-Sprecher Lorber abschliessend.

(bert/pte)

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