IDF: Gadgets gehen auf die Vorlieben der User ein
publiziert: Donnerstag, 16. Sep 2010 / 23:20 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Sep 2010 / 18:38 Uhr
Vorgestellt wurde eine Fernbedienung, die mithilfe eines Lagesensors, Benutzer daran unterscheiden kann, wie sie die Fernbedienung halten. (Archivbild)
Vorgestellt wurde eine Fernbedienung, die mithilfe eines Lagesensors, Benutzer daran unterscheiden kann, wie sie die Fernbedienung halten. (Archivbild)

San Francisco/Wien- Justin Rattner, Forschungschef bei Intel, hat im Rahmen des Intel Developer Forums (IDF) Einblicke in die Zukunftspläne des Unternehmens gewährt. Derzeit ist das Thema «Context-Aware Computing» das nächste grosse Projekt, an dem Intel forscht.

Dabei sollen Gadgets künftig allerlei Daten über ihre Nutzer sammeln, diese auswerten und anhand des Verhaltens der User ständig dazu lernen. Die gesammelten Informationen können dann beispielsweise genutzt werden, um Benutzern neue Restaurants, die ihren Geschmack treffen, vorzustellen. Doch das ist nur der Anfang.

Gadgets erstellen Profile ihrer Benutzer

Erste Prototypen von kontextsensitiven Geräten hat Intel am IDF bereits vorgestellt. So war beispielsweise eine Fernbedienung zu sehen, die mithilfe eines Lagesensors, wie er auch in modernen Smartphones zum Einsatz kommt, Benutzer daran unterscheiden kann, wie sie die Fernbedienung halten. Über die verschiedenen Nutzer werden Profile der bevorzugten TV-Sendungen angelegt. In weiterer Folge kann die Fernbedienung jenem Menschen, der sie gerade in Händen hält, auf ihn abgestimmte Empfehlungen vorstellen.

Intel unterscheidet bei den Informationen, die durch die kontextsensitiven Geräte gesammelt werden zwischen Hard- und Softinformation. Bei Hardinformationen handelt es sich um alle über die Hardware der Geräte zu sammelnden Daten. Etwa die Information, wie ein Benutzer ein Gerät hält, die über den Lagesensor gewonnen wird. Ebenso gehören dazu GPS-Positionen und Infos, die sich über Kamera oder Mikrofon eines Geräts sammeln lassen.

Soft-Infos sind die über die Software eines Gerätes gewinnbaren Daten. Dazu gehören Termine aus dem Kalender, Hobbys und Vorlieben aus sozialen Netzwerken, das Surfverhalten im Browser oder die bevorzugten Fernsehsendungen eines Benutzers. Hard- und Softinformationen werden zu detaillierten Profilen der Anwender zusammengefasst, anhand derer die Geräte versuchen, die Vorhaben ihrer Nutzer zu erkennen und sie dabei unterstützen.

Datenschützer äussern Bedenken

Prinzipiell können die so gesammelten Informationen über die Benutzer eines Gadgets auch missbraucht werden. «Bedenklich ist so etwas, wenn die Funktionen genutzt werden, ohne dass der Benutzer etwas darüber weiss. So könnten beispielsweise Arbeitgeber über ein entsprechend ausgerüstetes Firmenhandy Informationen über die User sammeln», sagt Hans Zeger, Obmann der ARGE Daten. So lange diese Funktionen aber je nach Wunsch des Benutzers ein- und ausgeschaltet werden können, seien sie aber unbedenklich.

«Man muss sich allerdings immer im Klaren sein, dass kein System wirklich weiss, was mich interessiert. Sie gehen alle nur nach bestimmten Rastern vor, die auch zu Fehlern führen können», sagt Zeger. In diesem Zusammenhang verweist der Datenschützer auf einen Fall in den USA, wo ein mit einer intelligenten Software ausgestatteter Festplatten-Recorder seinem Besitzer auf Basis der gesammelten Daten automatisch Pornofilme aufgezeichnet hat. Erwartungsgemäss goutierte die Frau des Technik-affinen Herren dies nicht sonderlich.

 

 

(fest/pte)

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