Schickes Design und flüssiges Arbeiten zum kleinen Preis
Huawei Ascend W1 einem Test unterzogen
publiziert: Mittwoch, 17. Apr 2013 / 23:00 Uhr

Windows Phone hat ein Problem: Auch wenn das System unter Kritikern als ausgereift und innovativ gilt, fehlen die Marktanteile. Das soll sich ändern: So kamen in der ersten Generation fast nur High-End-Handys auf den Markt, auch wenn deren Preise rapide fielen.

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Windows Phone 8 indes soll nun ganz offiziell auch das Low-End-Segment erobern. Wobei Low-End ja kein Synonym für «schlecht» sein muss - doch kann das System auch hier punkten? Wir haben mit dem Huawei Ascend W1 einen Vorreiter im Preiskampf getestet, der zu Strassenpreisen von rund 180 Euro erhältlich ist. Es handelt sich um das erste Windows Phone der Chinesen, die auch schon durch günstige, aber vergleichsweise gut ausgestattete Android-Handys auf sich aufmerksam machten.

Huawei setzt auf den Preis

lle Windows Phones kommen mit einheitlicher, früher als «Metro» bezeichneter Oberfläche - dies hat in der praktischen Nutzung den Vorteil, das der Nutzer sich nicht immer an ein neues System gewöhnen muss, stellt die Hersteller aber natürlich vor Vermarktungsprobleme: Mit einer speziellen, individuellen Oberfläche lässt sich hier nicht punkten, da es sie schlicht nicht gibt. Andere Hersteller versuchen an dieser Stelle, zum Beispiel mit eigenen Apps zu punkten. Bei Huawei indes findet sich auch hier: nichts. Das senkt vielleicht die Produktionskosten, denn womit will Huawei die Gunst der Kunden gewinnen? Ganz klar: durch den Preis - wobei der Hersteller natürlich aufpassen musste, hier nicht zu weit abzuspecken. Das gilt zunächst fürs Design und hier kann das Ascend W1 durchaus gefallen. Das Smartphone kommt bei uns im schlichten, matten Schwarz. Für diese Preisklasse schick - auf Wunsch gibts das Acend W1 übrigens auch in Blau.

Browsen mit dem Huawei Ascend W1 Die Rückseite des Ascend W1 besteht aus biegsamem, gummierten Plastik. Diese Abdeckklappe, die entfernt werden muss, um Akku, SIM-Karte und optional microSD-Karte einzulegen, wirkt dabei allerdings etwas dünn - beim Öffnen kann einen die Angst beschleichen, sie zu zerbrechen. Die Möglichkeit zur Erweiterung via Speicherkarte ist indes eines der neuen Features von Windows Phone 8 im Vergleich zu Windows Phone 7 und kann sich beim Ascend W1 als sinnvoll erweisen: Der interne Speicher liegt bei lediglich 4 GB, wovon auch noch rund 2,5 GB schon belegt sind. Allerdings lassen sich Anwendungen nicht auf die Speicherkarte auslagern - für App-Junkies wirds daher knapp.

Huawei Ascend W1 im Test: Windows Phone für unter 200 Euro

Das Äussere des Huawei Ascend W1 ist somit für ein Unter-200-Euro-Handy schonmal in Ordnung. Doch wie stehts um die inneren Werte? Nach dem Einschalten stellt Windows Phone die bekannten Fragen nach Live-Konto und einigem mehr. Dann gehts los - und zwar wie immer: Kacheln, die teilweise Live-Informationen preisgeben, bestimmen den Homescreen. Das Design kann man mögen oder nicht - das bleibt reine Geschmackssache. Schnell zeigt sich aber: Auch auf einem Einfach-Smartphone kann Windows Phone seine Stärke gegenüber der Konkurrenz ausspielen. Beim Navigieren durch die Menüs ruckelt - ebenso wie im Browser - nichts, selbst in Bing Maps lässt sich fast ruckelfrei durch die Landschaft scrollen.

Kein Wunder: Microsoft hat für Windows Phone Untergrenzen in puncto Hardware gesetzt, die auf die eh schon performante System angepasst sind. Trotzdem ist der Ausstattung der niedrige Preis bei rechenintensiven Anwendungen ab und an anzumerken: Die 1,2-GHz-Dual-Core-CPU ist noch völlig im Rahmen, allerdings sind nur 512 MB RAM verbaut, die Untergrenze bei Windows Phone 8.

Display in Ordnung, Kamera schnappschusstauglich

Das Display wirkt mit seinen 4 Zoll angesichts des Mega-Display-Hypes fast etwas klein, der Touchscreen lässt sich aber genau deswegen problemlos mit einer Hand bedienen. Die Darstellung ist in Ordnung - nicht mehr, nicht weniger. Die Auflösung ist mit 800 mal 480 Pixel nicht mehr vorne mit dabei. Die 5-Megapixel-Kamera ist allenfalls schnappschusstauglich: So werden gerade unter schlechteren Bedingungen Farben nicht korrekt wiedergegeben, es zeigen sich Unschärfen und mehr.

Windows-Phone-obligatorisch kommt das Huawei W1 aber immerhin mit echter Kamera-Taste. Die Telefonie dagegen kann als gut durchgehen, das Gegenüber ist unter normalen Bedingungen deutlich zu verstehen. Wer schnell ins Internet will, kann neben WLAN auch HSDPA mit bis zu 21 MBit/s sowie HSUPA nutzen, LTE-Support bringt das Ascend W1 (in dieser Preisklasse wenig überraschend) nicht mit.

Fazit

Auch im unteren Preissegment kann Windows Phone überzeugen: Das Huawei Ascend W1 ist - immer gemessen an der Preisklasse - schick und arbeitet bei alltäglichen Aufgaben flüssig. Klar, gegenüber teureren Windows Phones, zum Beispiel der Lumia-Reihe, muss der Käufer zahlreiche Abstriche machen, sowohl in puncto Optik als auch in puncto Technik und damit auch bei der Performance und zum Beispiel der Kamera. Das Ascend W1 ist somit keine Alternative zu den Windows Phones anderer Klassen - es ist aber ganz klar eine Alternative für Interessenten, die schon zu Android schielen. Denn hier hat der Nutzer einiges zu gewinnen, vor allem stressfreies Arbeiten ohne Hakeln. Huawei Ascend W1 mit wechselbarem Akku Huawei Ascend W1 mit wechselbarem Akku Was bei dem Microsoft-System aber nicht geht, sind farbige Hintergründe und ähnliche Effekte. Ein weiterer Pluspunkt gegenüber manch anderem System: Windows Phone kommt unter anderem mit einer vollwertigen, mobilen Variante von Office und «Here Drive Beta», der kostenlosen Navigations-Lösung.

Somit hat Windows Phone theoretisch eine gute Chance, sich zu etablieren. Insofern ist auch die Strategie schlüssig, im unteren Preissegment zu punkten - objektiv betrachtet ist das Ascend W1 den meisten Android-Geräten dieser Preisklasse um einiges voraus. In der Praxis zeigt sich aber, dass man einen langen Atem braucht, um sich in einem festgefahrenen Markt mit einem neuen Angebot zu etablieren - das kennen die Konkurrenten von Microsoft aus anderen Bereichen der IT-Welt.

(Ralf Trautmann/teltarif.ch)

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