Produkttest
HTC One A9 - Das Flag-Fast-Schiff
publiziert: Freitag, 13. Nov 2015 / 16:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Nov 2015 / 18:20 Uhr

Das One ist das Flagschiff von HTC, wobei die Spitzenmodelle immer mit einem «M» in der Modellnummer ausgezeichnet werden. Das HTC One A9 zeigt so schon dezent in der Modell-Bezeichnung, dass es nicht das echte Flagschiff ist. Aber es sieht so aus.

Das One M9 war technisch ein sehr gutes Telefon, das ein wenig unter der Kamera und einer unangenehmen Kante um den Bildschirm herum litt, der das Gerät des «Handschmeichler»-Status beraubte, welch schon das M7 ausgezeichnet hatte. Das A9 wetzt nun zumindest diese Scharte aus. Das 143 Gramm schwere Gerät liegt - trotz der flachen Rückseite - wieder sehr angenehm und satt in der Hand. Nichts stört mehr das haptische Erlebnis und das (bis auf die Antennenstreifen) nahtlose Gehäuse aus gebürstetem Alu sorgt dafür, dass es nicht ständig von Fingerabdrücken befreit werden muss. Wie üblich wieder ein tolles Gehäuse mit perfekter Verarbeitung.

 Die «Gorilla-Glas-4»-Front lässt sich auch nicht bemängeln, aber kommt in einem recht langweiligen Standardlook daher, der auch von Samsung oder Apple stammen könnte. Der Mittig unten angebrachte Fingerabdruckscanner, der gleichzeitig als Home-Button dient, funktioniert perfekt, schnell und absolut zuverlässig (laut anderen Tests sogar besser als der vom iPhone) und erinnert stark an jenen von Samsung.

Rechts befinden sich an der Alu-Seite der geriffelte Power-Button und die Lauststärkewippe, links die Schubladen für SIM- und MicroSD-Karten.

Dass das Gerät zu sehr wie ein iPhone 6 aussehe, wurde von vielen iFans beklagt. Da diese sich aber nie darüber beschwerten, dass das iPhone 6 zu sehr wie ein HTC One M7 aussah, wollen wir diese Diskussion mit diesem Satz auch schon begraben.

Mittelklasse-Technik in Premium-Gehäuse

Weiter mit den Inneren Werten. Als Prozessor kommt Silizium von Qualcomm zum Einsatz, allerdings kein 810er (wie zum Beispiel im Sony Xperia Z5 Compact, das günstiger ist), sondern ein Snapdragon 617, der je 4 Kerne mit 1.5 und 1.2 GHz getaktet hat. Dieser definitiv Mittelklassige Chip wird von 2 GB RAM begleitet, was zwar für solide Leistung sorgt, aber eben - Mittelklasse. Das wäre auch der ROM-Speicher mit lediglich 16 GB, einem Wert, der unterdessen als zu tief bewertet wird.

Doch Android 6.0 (Marshmallow) macht aus dem A9 ein potentielles Speichermonster, denn mit einer der angekündigten 2TB-Micro-SD-Karten lässt sich der interne Speicher wirklich in extremis erweitern. Wer nicht warten mag: Es gibt schon 200 GB Karten zu kaufen - auch das dürfte schon für die meisten Bedürfnisse reichen.

Die Hardware-Daten sorgen also für ein etwas gemischtes Gefühl. Doch die Performance im Normal-Betrieb macht keine Probleme: Ruckler sind minimal, Apps starten schnell und auch Grafiken werden schnell aufgebaut, so dass vor dem 5 Zoll Amoled-Full-HD-Bildschirm eigentlich nie lästig lange gewartet werden muss. Der Bildschirm ist ausreichend hell, nicht wirklich brillant, bringt aber, Amoled-typisch, sehr satte Farben, die sich in den Einstellungen auch einschränken lassen, wenn das einem doch zu bunt wird. Auch hier wieder: Solide Hardware. Und ein Vorteil: Trotz des relativ kleinen Akkus (2150 mAh) hält der Strom locker für einen ganzen Tag. Daran mögen auch die Energiesparmöglichkeiten von Android 6.0 ihren Anteil haben, aber der nicht ganz so temperamentvolle Prozessor ist sicher auch schuld.

Gute Kamera mit einigen Nettigkeiten

Die Kamera. ja die Kamera ist bei HTC seit dem M7 immer ein Gesprächsthema. Der Versuch mit den «Ultra-Pixeln» das Megapixel-Rennen zu beenden scheiterte ja grandios und seit dem M8 sucht HTC das Gesicht irgendwie zu wahren und verbaut die Ultra-Pixel-Kamera nur noch als Front-Kamera, während die Hauptkamera wieder eher dem Mainstream entspricht. Nach der halblauen Performance jener im M9 schmeisst das A9 nun alles ins Gefecht, das es gibt: Saphirglaslinse, optische Bildstabilisierung (OIS), 2-Farb-Blitz, 2.0er-Blende.

Die Resultate können sich meist sehen lassen und die umfangreiche Kamera-App erlaubt nach Einarbeitung, einiges an Manipulation an den Bildern und Voreinstellungen. Und für Foto-Liebhaber, die am Computer gerne nach-bearbeiten: Die Bilder können im RAW-Format gespeichert werden, völlig unkomprimiert und mit grenzenlosen Manipulations-Möglichkeiten. (Habt ihr gehört, Sony?).

Die Farben sind satt und natürlich und bei gutem Licht sind die Bilder tadellos. Bei schwachem Licht gibt's allerdings trotz der grossen Blendenöffnung Bildrauschen, gegen das auch die OIS nix ausrichten kann. Am Ende auch hier solide Mittelklasse, die aber durchaus nach oben aber auch nach unten ausreissen kann. Von der Front-Kamera gibt es nicht viel zu berichten - 4 Megapixel und die üblichen Beauty-Funktionen, die dafür sorgen, dass nicht alle Mitesser auf Facebook kommen.

Ein witziges Video-Feature ist die Zeitraffer-Aufnahme-Technik namens Hyperlapse, mit der sich Videos sowohl schon schneller Aufnehmen lassen (beste Resultate) als auch vorhandene Videos im Geräte nach bearbeiten lassen. Selbst die Geschwindigkeit lässt sich nachträglich verändern. Ansonsten nimmt die Kamera Videos in Full-HD auf - gehobener Standard, eben.

Bye bye Boom

Dem A9 fehlt aber etwas, dass man bisher bei allen One's liebte und schätzte (sogar beim One Mini): Die Boom-Sound-Lautsprecher. Fertig mit tollem Sound ohne Kopfhörer. Wer guten Sound will, kann über die Kopfhörer-Buchse ein mit Dolby-Technik verbessertes Signal ausgeben lassen und immerhin verarbeitet das Gerät auch HD-File-Formate.

Doch das tröstet nur schwerlich über den Verlust des tollen Stereo-Sounds hinweg, der bisher die One-Owner entzückte. Stattdessen kämpft ein einsames Lautsprecherchen darum, den Sound auszugeben. Auch hier hat definitiv die Mittelklasse Einzug gehalten.

Software: Näher bei Google als je

HTC hat sich - ein erfreulicher Trend - mit dem Customizing zurück gehalten und liefert das brandneue Android Marshmallow fast im Original mit einer sehr dezenten Sense-Oberfläche aus. Der Blinkfeed (seinerzeit mit dem ersten «One» eingeführt), ermöglicht es einem immer noch, einen Feed aus News und Social Media auf der Startseite zu geniessen, wenn man denn will.

Fazit

Für wen ist also das One A9? Definitv nicht für den absoluten 3D-Game-Zocker, auch nicht für den, der am meisten Telefon für das Geld haben will. Das A9 sollte all jene ansprechen, die ein elegantes Gerät mit solider Leistung wollen und für das elegante Aussehen auch bereit sind, etwas mehr auszugeben. Denn die momentan geforderten 579 Franken sind auf der etwas steilen Seite, bedenkt man, dass ein (sicher weniger stylisches) Z5 Compact 10 Prozent weniger kostet. So ist das A9 ein solides Fashion-Statement und lässt auf das M10 hoffen.

(Patrik Etschmayer/news.ch)

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