Noch nicht so weit
HTC Mozart: WP7 mit Misstönen
publiziert: Samstag, 26. Mrz 2011 / 15:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Mrz 2011 / 19:49 Uhr
Attraktive Hardware - doch das Betriebssystem braucht noch Updates
Attraktive Hardware - doch das Betriebssystem braucht noch Updates

Wer das kürzlich vorgestellte HTC Mozart aus der Schachtel raus nimmt, hat hohe Erwartungen. Das Gehäuse des Smartphones fühlt sich solide und wertig an und ist es auch: Gefräst aus einem Aluminiumblock verwindet das Gehäuse nicht. Nix knarzt, nichts knirscht. Und wenn man es Einschaltet geht es erst noch mit dem guten Eindruck weiter.

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Menus flutschen mit Eleganz unter den Fingern durch, sehen schön aus und versprechen das Mobilerlebnis, das die alten Windows-Telefon-Versionen nicht halten konnten. Als erstes wollten wir es einer potentiellen Umsteigerin in die Hand drücken. Drum schnell wieder ausgeschaltet und das Handy der ersten Testerin gebracht.

Die Testkonfiguration ist aus Aktualitätsgründen ganz interessant: Sie besitzt ein Smartphone mit Symbian S60 drauf, dem Nokia OS bisher... und soll es vergleichen mit Windows Phone 7, dem Nokia OS der Zukunft, mit dem alles besser werden sollte. Es sollte also klar sein, dass wir ihr das Testgerät nur mit einem Brecheisen aus den Händen nehmen können, wenn es ans zurückgeben geht. Oder?

Gut an kam am Anfang denn auch, dass sich die Oberflächenfarbe dem momentanen Geschmack, rosa, anpassen liess. Soweit so gut. Doch dann der Versuch, die Kontakte aus Microsoft Outlook zu importieren. Von Windows 7. Also von dort, wo es ratz-fatz gehen müsste. Ging aber nicht. Facebook-Kontakte importieren? Funktioniert. Aber die Nummer vom Chef, vom Arzt, die Adresse von der Tante? Das, was man eben alles in Outlook hat, wenn man eine organisierte Kontaktdatenbank besitzt? Fehlanzeige.

Keine Outlook-Synchronisation? Bei Microsoft?

Zuerst glaubten wir noch an irgend einen Fehler bei der Bedienung, doch ein kurzer Blick auf Tests und in diverse Foren bestätigt: Was das letzte Mobile Windows noch konnte, kann WP7 nicht mehr. Oder nur über diverse Umwege, die viele nicht nehmen wollen.

Auch die ganzen anderen, in vielen Foren angeführten Haken von WP7 wie das Problem, auf einem WLAN eingeloggt zu bleiben. Was hingegen fast zu gut funktionierte, war das Synchronisieren mit den Medien auf dem PC, wo auch noch der letzte Video aufgefunden und indexiert wurde.

Und wenn es um die Hardware ging, war ohnehin alles in Ordnung: Sowohl Medien-Wiedergabe, die Stärke des HTC Mozart, als auch die Aufnahmefunktionen waren sehr gut, Animationen flüssig. Das Display ist hell, der Sound für ein Smartphone recht gut (wenn das Prädikat: «Surround» reichlich dick aufgetragen scheint).

Doch als die Testerin am Abend ihre SIM-Karte wieder in ihr altes Telefon rein schob, meinte sie lediglich, dass sie eigentlich lieber ein Android-Gerät hätte - für eine Umsteigerin von Symbian sei WP7 viel zu mühsam, so wie es sich im Moment präsentiere.

Zweites Profil: Business-User

Als nächstes bekam ein Business-User das Mozart in die Hand gedrückt. Als er es nach wenigen Tagen zurück gab, kam auch von ihm das erste grosse «Aber»: Die Synchronisation mit Outlook sei praktisch unmöglich und deshalb das Gerät für ihn - leider - unbrauchbar.

Denn die Bedienung habe es ihm mehr als nur angetan. Er finde, das Windows-Design sei ein Riesenschritt nach vorne, wenn er es mit dem iPhone oder Android vergleiche - diese wirkten für ihn beide doch schon wieder reichlich gestrig, während das Kacheldesign und die damit einher gehende Navigation sehr attraktiv sei.

«Wenn Microsoft mit einer schnellen Outlook-Sync für Phone 7 kommt, dann steige ich um, vorher aber nicht.»

Beim letzten der Tester gab es zwar Einwände gegen die Ästhetik der Oberfläche, andererseits aber Lob für die flüssige Bedienung von dieser und der Musik- und Medien-Wiedergabe des HTC Mozart.

Doch auch hier kam wieder der grosse Einwand: Es hapert mit der Synchronisation mit vorhandenen Konten und Kalendern.

Fazit

Das HTC-Mozart ist von der Hardware und Performance her ein sehr attraktives Gerät und Windows Phone 7 bietet eine attraktive, für Spass- und Medien-Funktionen praktische Oberfläche. Musik und Medien sind die Stärke des Mozart und wer vor allem darauf steht, ist durchaus gut bedient.

Aber sobald das Telefon in vorhandene Datensätze und Kalender direkt eingebunden werden soll, fällt meist ein negatives Urteil, wobei vor allem das Problem, Outlook (ohne MS-Exchange) auf dem Gerät nicht direkt synchronisieren zu können, erscheint absurd. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die letzten Versionen von Windows Mobile diesen Trick perfekt beherrschten.

Bis diese Punkte adressiert sind, werden es WP7 Geräte wie das wirklich attraktive HTC Mozart, in unserem Fall, schwer auf dem Markt haben. Gut für HTC, dass es auch noch Android gibt...

(Patrik Etschmayer/news.ch)

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