Günstiges Solar-Gadget gegen Moskito-Plagen
publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2014 / 16:20 Uhr

Puducherry - Der Inder Pranav Agarwal hat ein günstiges, solarbertriebenes Gadget entwickelt, um Moskitos durch Störung ihrer Brutstätten Einhalt zu gebieten.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der «Solar Scare Mosquito» sorgt dazu mittels Luftblasen für Oberflächenbewegung bei stehenden Wasserflächen, was die Vermehrung behindern und Larven töten soll. Wie der Elektronik-Bastler in seinem Blog berichtet, kosten die Bauteile nicht einmal zehn Dollar. Die aber scheinen gut investiert. Denn mit den Moskitos will Agarwal letztlich auch die Verbreitung der Malaria stoppen, die jährlich hunderttausende Todesopfer fordert.

Kleine Blasen, grosse Wirkung

Moskitos brauchen zur Fortpflanzung stehendes Wasser, und genau da setzt der Solar Scare Mosquito an. Das Gerät ist dazu gedacht, das es auf einer Wasserfläche schwimmt und deren Oberfläche stört. Dazu nutzt es eine Luftpumpe für Aquarien. Diese erzeugt kleine Luftblasen, die in zwei Metern Umkreis für leichten Wellengang sorgen. Solche Oberflächenturbulenzen sollten Agarwal zufolge Moskitoweibchen möglichst davon abhalten, überhaupt Eier zu legen. Zudem könnten etwaige Larven nicht in Ruhe an der Oberfläche verweilen, weshalb sie letztlich ersticken.

Das Gerät mit seinem begrenzten Wirkungsradius soll gerade bei kleinen, temporären Wasserflächen wie Pfützen, die nach grösseren Regenfällen entstehen, wirken. Denn diese sind gerade im städtischen Raum wichtige Moskito-Brutstätten. Der Bastler hat das Gerät daher auch so konstruiert, dass es wirklich nur bei Bedarf läuft. Der Solar Scare Mosquito schaltet sich automatisch ein, wenn er mit Wasser in Berührung kommt. Um dann einen durchgehenden Betrieb zu sichern, nutzt das Gadget einen aufladbaren Akku und Solarzellen. Trocknet es aus, schaltet es sich auch wieder ab.

Kampf gegen Malaria

Das Gerät soll Moskitos freilich nicht nur Einhalt gebieten, weil die stechenden Insekten lästig sind. Es geht Agarwal auch darum, damit etwas gegen die Ausbreitung der Malaria zu tun. Seine Schätzung, dass diese über eine Mio. Tote pro Jahr fordert, scheint zwar etwas hoch gegriffen - doch von bis zu 789'000 Opfern im Jahr 2012 spricht auch die Weltgesundheitsorganisation. Sollte ein Gadget, das keine zehn Dollar kostet, wirklich helfen, dem gegenzusteuern, wäre das sehr zu begrüssen.

(bert/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Malaria-Parasiten können das Duftprofil ihres Wirts beeinflussen - zumindest wenn dieser eine Maus ist. Damit kann sich die ... mehr lesen
Malaria-Mücken finden bereits infizierte Wirte attraktiver.
Cambridge - Den Weg, den alle Stämme der tödlichsten Malariaparasiten nehmen, um in rote Blutkörperchen einzudringen, ... mehr lesen
Zwei entscheidende Proteine identifiziert.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten Gesellschaft. Besuchen Sie uns und erleben Sie Telefongeschichte zum Anfassen, zum Hören und zum Fühlen - spannend inszeniert für Gross und Klein. mehr lesen  
Ringe mit NFC-Technologie  Die von Cornetto entwickelten «Commitment Rings» verhindern, dass Pärchen getrennt voneinander Serien über das Streaming-Portal Netflix ansehen. mehr lesen  
«Prominence»  Forscher der Johns Hopkins University haben eine spezielle High-Heels-Prothese für Frauen mit amputierten Beinen entwickelt. mehr lesen  
Grosse Kulleraugen  Taipei - Der taiwanische Elektronik-Konzern Asus will mit einem sprechenden Roboter ins Geschäft mit dem vernetzten Zuhause ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 0°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -2°C 2°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel sonnig
Luzern 1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Genf 2°C 5°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Lugano 2°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten