Die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre
Geschichte des iPhone: Das Apple-Handy von 2007 bis heute
publiziert: Freitag, 9. Nov 2012 / 09:00 Uhr

Das iPhone von Apple ist für die Fan-Gemein­schaft viel mehr als nur ein Smartphone. Bereits kurz nach der Vorstellung des ersten iPhones im Jahr 2007 mutierte das Gerät zum Kult-Handy.

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Mittlerweile wurde mit dem iPhone 5 die sechste Generation des Apple-Handys vorgestellt. In den fünf Jahren seit der Präsen­tation hat sich viel getan. Nicht nur das Design des iPhones hat sich verändert, auch die Software und die Technik wurden angepasst.

Ein Szenario scheint jedoch immer gleich: Lädt Apple zur Pressekonferenz, scheint die ganze Welt auf den Ort zu schauen, den das Unternehmen aus Cupertino für seine aktuelle Präsentation vorgesehen hat. So macht Apple mit seinen Handys bereits seit Jahren einen Umsatz in Milliarden-Höhe. Doch wie verlief eigentlich die Entwicklung des iPhones? Wie schaffte es ein Hersteller, aus einem Handy eine Marke zu machen, die auf der ganzen Welt bekannt ist und neben Handy und Smartphone quasi eine eigene Produkt-Kategorie zu bilden scheint?

Wie alles begann: Das Apple iPhone 2G

Zu Beginn des Jahres 2007 stellte Steve Jobs sowohl das erste iPhone als auch das passende Betriebssystem iPhone OS vor. Das Telefon war - anders als viele Konkurrenz-Geräte - auch für Kunden abseits des Business-Segmentes ausgelegt und zunächst aus­schliesslich über die Telekom erhältlich. Werbeaussage Nummer eins war das neue Bedienkonzept.

Passend dazu brachte das iPhone einen 3,5 Zoll grossen Touchscreen mit einer Auflösung von 480 mal 320 Pixel mit. Dieser machte in Verbindung mit einer übersicht­lichen Oberfläche eine weitaus intuitivere Bedienung als bisherige Mobiltelefone möglich.

Angetrieben wurde die erste iPhone-Generation, die mit 4 bzw. 8 GB Speicher erhältlich war, von einem mit 412 MHz getakteten Prozessor sowie 128 MB RAM. Auch eine 2-Megapixel-Kamera brachte das iPhone mit, die jedoch keine Videos aufnehmen konnte und auch sonst etwas hinter der Zeit lag. Die Telefonie erfolgte damals ausschliess­lich über GSM, für die Verbindung mit dem Internet stand lediglich WLAN und EDGE zur Verfügung - von heutigen Standards wie UMTS und HSPA konnten Nutzer damals nur träumen.

iPhone 3G: Kunststoff-Gehäuse und UMTS

Am 9. Juni 2008 wurde mit dem iPhone 3G die neue Handy-Generation von Apple vorgestellt. Das ehemalige Gehäuse aus Aluminium wurde - mit Begründung auf eine bessere Empfangsleistung - durch eine Rückseite aus schwarzem Kunststoff ersetzt. Neu war auch der AppStore, der erstmals die Installation zusätzlicher Software ohne Hack ermöglichte.

Als eine der wichtigsten Neuerung galt jedoch die Unterstützung des UMTS-Mobilfunks, sowie dessen Turbo HSDPA mit maximal 3,6 MBit/s im Downstream - daher auch der Namenszusatz 3G. Zudem verfügte das neue iPhone nun über GPS.

Keine Änderungen gab es hingegen beim Display, dem Prozessor sowie der Kamera. Letztere brachte Apple viel Kritik der Nutzer ein, da die 2 Megapixel für Multimedia-Handys mittlerweile nicht mehr zeitgemäss war. Auch fehlte immer noch die schwer vermisste Video-Funktion sowie die Möglichkeit MMS zu verschicken.

«Speedy»: Apple zeigt iPhone 3G S

Das 2009 vorgestellte iPhone 3G S verfügte über dasselbe Design wie sein Vorläufer­modell. Das S im Namen stand für «Speed» - ein Hinweis auf den schnelleren 600 MHz getakteten Cortex-A8-Prozessor. Der Arbeitsspeicher wurde auf 256 MB verdoppelt, als Speichervarianten standen 16 bzw. 32 GB zur Verfügung. Auch die Internet-Verbindung wurde beschleunigt: Nutzer konnten nun mit bis zu 7,2 MBit/s via HSDPA im Netz surfen.

Statt einer 2-Megapixel-Kamera kam das Handy mit einem 3 Megapixel auflösendem Modell, das erstmals auch die Aufnahme von Videos unterstützte. Zudem verfügte die Kamera über diverse Hilfsmittel wie Autofokus und Weissabgleich. Fotos konnten nun auch via MMS versendet werden. Dennoch blieb die Auflösung weiterhin hinter der Konkurrenz zurück.

Trotz wachsender Beliebtheit der Marke Apple wuchs auch der Druck auf das Unter­nehmen: Es gab mittlerweile eine wachsende Auswahl von Touchscreen-Geräten unter­schiedlicher Hersteller, die in Verbindung mit neuen App-Shops wie dem Android Market oder dem Ovi Store von Nokia ein rundes System boten.

Apple iPhone 4 kommt mit neuem Äusseren

Mit dem iPhone 4, das Steve Jobs am 7. Juni 2010 vorstellte, brachte Apple ein Handy auf den Markt, dessen Aussehen sich mehr als alles andere in den Köpfen der Nutzer verankern und für eine Marke stehen sollte. Das Gehäuse wurde nochmals dünner und bestand nun aus kratzfestem Sicherheitsglas und Edelstahl. Der Metall-Rahmen fungierte als Antenne, was anfangs zu einigen Empfangsproblemen des Smartphones führte.

Mit dem iPhone 4 kam auch die Micro-SIM-Karte und das bislang als iPhone OS bekannte Betriebssystem erhielt den offiziellen Namen iOS. Dank HSUPA waren nun Uploadraten von bis zu 5,7 MBit/s möglich und auch WLAN-n wurde unterstützt. Beim Bildschirm setzte Apple auf ein Retina-Display, das mit 326 ppi bei 3,5 Zoll eine besonders hohe Pixeldichte bot. Über dem Touchscreen hatte nun erstmals eine Frontkamera für Videotelefonie mit FaceTime (vorerst nur über WLAN) Platz gefunden. Die 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz auf der Rückseite erlaubte Video-Aufnahmen im HD-Format.

Als Prozessor kam der schon vom ersten iPad bekannte A4 mit 512 MB Arbeits­speicher zum Einsatz, der im Prinzip des System-on-a-Chip CPU und GPU verband. In Zusammenhang mit einem grösseren Akku sollte sich die Laufzeit des iPhone 4 um bis zu 40 Prozent verlängern.

Das iPhone 5, das keines war: Apple zeigt iPhone 4S

Am 4. Oktober 2011 wurde das iPhone 4S vorgestellt - ein Tag später verstarb Mitgründer und langjähriger Apple-Chef Steve Jobs an einer Krebserkrankung. Wurde zunächst über die Präsentation des iPhone 5 spekuliert, entpuppte sich das iPhone 4S lediglich als ein kleines Update des iPhone 4. Das «S» im Namen stand diesmal nicht für Speed sondern für Siri, die Sprachsteuerung von Apple und eines der Highlights der neuen Version.

Das iPhone 4 und 4S sahen sich zum Verwechseln ähnlich. Allerdings setzte Apple nun mit dem A5 erstmals auf einen Dual-Core-Prozessor. Auch die Internet-Verbindung wurde beschleunigt und bot nun mit bis zu 14,4 MBit/s eine doppelt so hohe Download-Rate. Statt der 5-Megapixel-Kamera wurde ein 8-Megapixel-Modell verbaut, mit der das iPhone 4S nun auch Videos in FullHD (1080p) aufnehmen konnte. Die neue Betriebs­system-Version iOS 5 unterstützte zusätzlich zu GPS das GLONASS-Navigationssystem.

Apple hatte im iPhone 4S eine weitere Mobilfunkantenne integriert, die das Empfangs­problem des Vorgängers lösen sollte. Durch die Verwendung des CDMA- und GSM-Standards wurde das iPhone 4S als sogenanntes Welttelefon bezeichnet.

Apple iPhone 5: Mann, ist das gross geworden!

Als sechstes Apple-Handy erblickte das iPhone 5 am 12. September 2012 offiziell das Licht der Welt. Zwar zeigt sich das neue Kult-Handy im Design der 4er-Modelle, doch ist es nun mit seinem 4-Zoll-Display deutlich grösser. Das nochmals dünnere Gehäuse besteht aus Aluminium und Glas, was das iPhone 5 trotz seiner Grösse mit 112 Gramm leichter macht als bisherige Modelle.

Als erstes iPhone unterstützt die sechste Generation den Mobilfunkstandard LTE. Als Prozessor kommt der neue A6 von Apple zum Einsatz, der gegenüber dem iPhone 4S eine zweimal schnellere CPU sowie Grafik bieten soll, allerdings nicht mit den Quad-Core-Modellen der Konkurrenz mithalten kann. Ebenfalls neu ist die Verwendung einer Nano-SIM sowie der Einsatz eines schmaleren Connectors namens Lightning.

Die Kamera löst weiterhin maximal 8 Megapixel auf, ist nun allerdings etwas schneller als bisher. Zudem ermöglicht sie Panorama-Aufnahmen und erlaubt es, während der Videoaufnahme Fotos zu machen. Die Frontkamera verfügt erstmals über eine 1,2-Megapixel-Auflösung in 720p-Qualität.

Ein Blick in die Kristallkugel: Das könnte das iPhone 6 sein

2013 wird vermutlich die nächste iPhone-Generation vorgestellt. Ob diese als iPhone 6 oder einem anderen Namen bekannt wird, bleibt abzuwarten. Als wahrscheinlich gilt, dass das kommende Apple-Handy weitere LTE-Frequenzbänder unterstützen und somit eine höhere Reichweite bieten wird. Auch ein optimierter Prozessor scheint sicher - um mit den Konkurrenten mithalten zu können, wäre ein Quad-Core-Modell denkbar.

Potenzial gibt es auch bei der Kamera. Nachdem einige Hersteller Varianten mit sehr hohen Auflösungen in ihren Geräten verbaut haben, könnte auch Apple erstmals eine Auflösung in zweistelliger Höhe bieten.

Das iPhone 6 bietet viel Platz für Gerüchte und Mutmassungen. Apple hat in der Vergangenheit jedoch des Öfteren die Erwartungen der Nutzer enttäuscht. Dennoch hat es der Konzern aus Cupertino geschafft, mit seinem iPhone neben den Begriffen Handy und Smartphone eine eigene Marke zu entwickeln. Die Vorstellung eines neuen Modell wird daher jedes Jahr zu einem heiss ersehnten Event, auf das auch 2013 wieder viele Augen gerichtet sein werden.

(Rita Deutschbein/teltarif.ch)

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