«Generation Google» leidet an Informationsmangel
publiziert: Mittwoch, 23. Apr 2008 / 20:38 Uhr

Sheffield - Jugendliche der sogenannten «Generation Google» haben Nachholbedarf, was den Umgang mit Suchmaschinen und Informationsquellen im Internet betrifft.

Viele können mit Suchmaschinen wie Google überhaupt nicht umgehen.
Viele können mit Suchmaschinen wie Google überhaupt nicht umgehen.
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Entgegen der weit verbreiteten Meinung, heutige Teenager würden online leben und hätten die neuen technischen Möglichkeiten mit der Muttermilch aufgesogen, zeigt eine aktuelle Studie der Sheffield University, dass viele junge Nutzer nur sehr oberflächlich im Netz recherchieren und Inhalte bestenfalls überfliegen.

Viele wissen mit den Suchmaschinen schlichtweg nicht umzugehen oder zeigen überhaupt ein Desinteresse an der Nutzung neuer Technologien.

Lesen im klassischen Sinn vermeiden

Vielfach verbringen die Jugendlichen nur wenige Minuten damit, wissenschaftliche Artikel zu lesen und nur wenige greifen ein zweites Mal auf einen bestimmten Beitrag zurück.

«Es scheint, als würden sie online gehen, um das Lesen im klassischen Sinne zu vermeiden», so die Studienautoren. Die Tendenz zur oberflächlichen, ungenauen Recherche zeigt sich laut der Untersuchung aber nicht nur bei Jugendlichen, sondern bis hin zu den Professoren selbst.

Vielfach wurde zunächst angenommen, dass die Online-Suche für die Teenager eine Selbstverständlichkeit ist und sie mit den technischen Mitteln umgehen können.

Offenbar sind die meisten jedoch lediglich mit Seiten wie Facebook oder Wikipedia vertraut, es fehlt ihnen aber an fundiertem Wissen.

Grosse Erwartungshaltung

«Ich stelle fest, dass die Erwartungshaltung der Schüler gegenüber der Recherche im Netz meist grösser ist als die Informationen, die sie dann tatsächlich darüber beziehen», meint auch Max Schmidt, Vorsitzender des bayrischen Philologenverbandes (bpv).

Laut der Studie können viele Jugendliche nicht zwischen Blog-Postings und fundierten Informationen differenzieren.

Auch diesen Fakt bestätigt Schmidt: «Die private Meinung irgendeines anderen Nutzers kann oft nicht von wissenschaftlichen Informationen unterschieden werden.»

Die Schüler sind ausserdem nicht daran gewöhnt, mehrere Quellen zu prüfen, sondern begnügen sich offenbar meist mit dem erstbesten Treffer.

Wenig Angebote in den Schulen

Auffallend ist auch, dass rund 20 Prozent der jungen Nutzer als so genannte «digitale Dissidenten» gelten, die mit Informatik nichts zu tun haben wollen und denken, der Computer sei etwas für den Vater, aber nicht für die eigene Generation.

Weitere 57 Prozent boykottieren das Internet zwar nicht, nutzen es aber auch nicht besonders. Für die Zukunft wird es wichtig sein, dass die Jugendliche einen richtigen Umgang mit den neuen Technologien erlernen, um diese überhaupt adäquat nutzen zu können.

In den Schulen gibt es bislang wenig Angebote in diese Richtung. «Meist ist der Umgang mit solchen Dingen wie Online-Recherche in den Informatikunterricht je nach Ermessen des einzelnen Lehrers eingebunden», erklärt Schmidt.

(rr/pte)

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