Geldtransfer via Handy als Goldgrube
publiziert: Sonntag, 15. Jul 2007 / 11:03 Uhr

New York - Das Handy als mobiles Konto mit Überweisungsfunktion: In diesem Szenario sehen Experten eine neue Umsatzquelle für Mobilfunkprovider.

Geldtransfers via Handy könnten den Zugang zu Bankenservices revolutionieren.
Geldtransfers via Handy könnten den Zugang zu Bankenservices revolutionieren.
1 Meldung im Zusammenhang
Laut einer aktuellen Studie der Marktforscher von ABI Research soll der Markt für mobile Geldtransfers bis 2012 eine Umsatzmöglichkeit von knapp acht Mrd. Dollar eröffnen.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es gerade zehn Mio. Dollar.

«Mobilfunkanbieter finden eine weltweite Nachfrage nach Geldtransfers vor und können durch die bestehende Infrastruktur den Zugang zu Bankenservices revolutionieren», meint ABI-Analyst Jonathan Collins.

Grosse Reichweite und Verbreitung

Den Experten zufolge bieten Mobilfunknetzwerke eine Reihe von Vorteilen gegenüber traditionellen Finanzwegen.

Überzeugend seien vor allem die grosse Reichweite und Verbreitung sowohl auf geografischer als auch demografischer Ebene.

So soll das Handy in Zukunft eine Hauptrolle bei der Verbreitung von Finanzservices in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern übernehmen.

Weil vielerorts Filialen und Geldautomaten fehlen, könnten Banken Handys nutzen, um Services wie Kreditvergabe oder Sparbücher anzubieten.

Partnerschaften nötig

Ganz ohne Partner wird der Schritt in die Finanzwelt für die Mobilfunkprovider aber nicht zu schaffen sein, zumal in den meisten Ländern eine Banklizenz erforderlich ist, um solche Services anzubieten.

Partnerschaften zwischen etablierten Banken und der Mobilfunkbranche würden zudem die Basis für weitere Gemeinschaftsangebote legen, so die ABI-Analysten.

Obwohl auch nationale oder regionale Modelle ein gutes Geschäftsfeld eröffnen, hat ABI Research das grösste Potenzial im internationalen Finanztransfer geortet, etwa bei den Auslandsüberweisungen.

Bereits jetzt würden zahlreiche Gastarbeiter einen Teil ihres Lohns zu ihren Familien in die Heimat schicken, heisst es in der Studie.

Kundenansturm in Kenia

Entdeckt hat das Potenzial bereits Mobilfunkriese Vodafone, der in Kenia vor einigen Wochen einen kommerziellen Service eingeführt hat, der Geldtransfers via Handy ermöglicht.

Der Bezahldienst verzeichnet einen wahren Kundenansturm. Die Grenze von 175'000 Kunden sei bereits überschritten und jeden Tag würden sich 2500 weitere User anmelden, sagt Nick Hughes, Chef des Payment-Bereichs bei Vodafone.

Als Grund für den rasanten Aufschwung gilt die geringe Verbreitung des Bankenwesens in dem ostafrikanischen Land.

(rr/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten Gesellschaft. Besuchen Sie uns und erleben Sie Telefongeschichte zum Anfassen, zum Hören und zum Fühlen - spannend inszeniert für Gross und Klein. mehr lesen  
Technologie  Bern - Der Technologiekonzern Ascom erwartet einen Verlust im ersten Halbjahr. Für das zweite ... mehr lesen  
Ascom ist für das zweite Halbjahr zuversichtlicher.
eGadgets Grosse Kulleraugen  Taipei - Der taiwanische Elektronik-Konzern Asus will mit einem sprechenden Roboter ins Geschäft mit dem vernetzten Zuhause ... mehr lesen  
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. ... mehr lesen  
Bei der Erstellung des Zugänglichkeitsplans in Wil werden auch Betroffene miteinbezogen.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -4°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel -3°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen -4°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern -3°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern -1°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 1°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten