Hausbau in einer Woche möglich
Gebäude aus dem 3D-Drucker
publiziert: Mittwoch, 22. Feb 2012 / 12:52 Uhr
Von der ersten Schicht bis zum Fertigen Objekt.
Von der ersten Schicht bis zum Fertigen Objekt.

London/Bergamo - Gebäude der Zukunft könnten aus dem 3D-Drucker kommen. Daran arbeitet das britische Unternehmen D-Shape, das bereits eine Skultpur auf Basis der eigenen Technoligie realisiert hat.

7 Meldungen im Zusammenhang
Im Gegensatz zum üblichen Druckprozess, wie er etwa im Rapid Prototyping einsetzt wird, bestehen die schichtweise erstellten Bauteile nicht aus Plastik, sondern aus Sand, der mit Bindemittel gefestigt wird. «Der Weg zu gedruckten Gebäuden ist nur noch eine Frage des Geldes», erklärt der D-Shape-Vorsitzende Enrico Dini.

Herausforderung Material

Der Drucker von D-Shape kann aktuell Bauteile in einer Grösse von etwa 6 x 6 x 1 Meter herstellen. Dabei arbeitet sich das Gerät Schicht für Schicht vor. «Pro Zentimeter brauchen wir acht bis 15 Minuten», sagt Dini. «Wir schaffen also bis zu 320 Zentimeter pro Tag.» Die Mixtur aus Sand und epoxidfreiem Binder ergibt letztlich ein Material, das in Form und Oberfläche Ähnlichkeiten zu Sandstein aufweist. Als Testprojekte hat das Unternehmen bereits eine mehrere Meter hohe Skulptur errichtet. Im Gegensatz zu konventioneller Bautechnik erlaubt das Druckverfahren die schnelle Realisierung komplizierter Formen.

Der Produktion kompletter Gebäude, die sich zum Wohnen und Arbeiten eignen, ist allerdings noch Zukunftsmusik. «Die Herstellung in Schichten stellt neue Herausforderungen an das Material», so der D-Shape-Chef. «Im Gegensatz zu Beton wird die Substanz nicht gemischt. Zur Bearbeitung mit einem 3D-Drucker ist zudem eine gewisse Porösität Voraussetzung, deswegen ist nach dem Druckprozess eine Nachbehandlung notwendig, um Stabilität zu gewährleisten.»

Druckbauteile bereits im Einsatz

Die Firma liefert jedoch bereits Bauteile aus, die Teil herkömmlicher Baustrukturen werden. Als nächsten Schritt möchte man weitere Produkte und die Technologie weitervermarkten. Strukturkomponenten aus dem 3D-Drucker sollen laut Dini etwa im Bereich der Landschaftsarchitektur oder der Küstenrestauration eingesetzt werden, etwa als künstliche Riffe. Auch Pavillons oder Kopien archäologischer Ausgrabungen lassen sich erstellen.

Nun arbeitet man bei D-Shape an einem besseren Drucker mit höherer Auflösung und sucht nach geeigneteren und günstigeren Bindemitteln, um den Herstellungsprozess in Zukunft schneller und billiger umsetzen zu können. Der Schlüssel, so der Unternehmer, liegt in der Industrialisierung. Bislang sind rund 2,5 Mio. Euro in die Technologie geflossen. Mit dem entsprechenden Kapital, meint Dini, wäre man bereits heute schon am Ziel.

Haus in einer Woche

Die Vision lautet, bewohnbare Strukturen vollständig im Druckverfahren fertigen zu lassen. Dies bedarf jedoch nicht nur Fortschritte im Bereich des Materials, sondern auch ausgedehnter Experimente und Simulationen zur Optimierung der Fertigung. Auch die Logistik und Organisation muss auf Projekte in grösserem Umfang abgestimmt werden. Letztlich soll es möglich sein, ein komplettes Haus dank 3D-Druck innerhalb einer Woche errichten zu können.

(bert/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
eGadgets Bath - Forscher der University of Bath entwickeln derzeit den ersten fliegenden Roboter, der im Fall einer Naturkatastrophe alte Gebäude ... mehr lesen
Die Spezialdrohne soll im Schwarm ganze Gebäude errichten.
Die Einzelteile vor dem Zusammenbau.
3D-Druck wird unsere Zukunft in vielen Bereichen revolutionieren. ... mehr lesen
Ein US-Waffenliebhaber hat aus einer Pistole des Kalibers 22, die zum Teil aus mittels 3D-Drucker hergestellten Plastik-Teilen besteht, ... mehr lesen
Ein Plan zur Herstellung eines Sturmgewehrs mit dem Gehäuse ist vorerst gescheitert, weil es Probleme mit den Originalteilen gab.
Arbeitsschritte im Wirtschaftsprozess, die bisher billige Lohnarbeit erforderten, könnte der 3D-Druck künftig auch vor Ort ähnlich günstig liefern.
San Jose - 3D-Drucker werden immer billiger, die Software leistungsfähiger und die 3D-Datengewinnung per Abtastung immer ... mehr lesen
eGadgets Los Angeles - Hollywood entdeckt zunehmend den 3D-Druck für sich. mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Erste Operation mit künstlichem Kiefer.
Erstmals Operation bei 83 Jahre alter Patientin erfolgreich durchgeführt. mehr lesen
New York/Wien - Eine Community rund um den Do-It-Yourself-3D-Drucker Makerbot http://makerbot.org möchte ... mehr lesen
Einsiedlerkrebs ohne Zuhause.
Computersimulation mit mehr dahinter
xirrus GmbH
Buchzelgstrasse 36
8053 Zürich
Surgical & Industry Microscope Systems
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Ascom ist für das zweite Halbjahr zuversichtlicher.
Ascom ist für das zweite Halbjahr zuversichtlicher.
Technologie  Bern - Der Technologiekonzern Ascom erwartet einen Verlust im ersten Halbjahr. Für das zweite Halbjahr zeigt sich Ascom in einer Mitteilung vom Montagabend aber zuversichtlich: Es werde operativ deutlich besser ausfallen als das erste. 
eGadgets Grosse Kulleraugen  Taipei - Der taiwanische Elektronik-Konzern Asus will mit einem sprechenden Roboter ins Geschäft mit dem vernetzten Zuhause einsteigen. Der kleine Roboter «Zenbo» hat ein rundes Gehäuse mit Rädern und einen Kopf mit einem Touchscreen-Bildschirm als «Gesicht».  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Sehr, sehr traurig... Für den Jorian ist eine Redaktion eine Anstalt, die Zenzur immer dann ... Mo, 06.06.16 21:11
  • mcdale aus St. Gallen 106
    Pech aber auch Mit den Freidenkern wollte man unabhängig erscheinen, vergass aber ... Fr, 03.06.16 11:36
  • Pacino aus Brittnau 730
    Gute, unzensierte Plattform . . . . . . es ist echt schade darum. Klar wurden gelegentlich Blogger auch ... Fr, 03.06.16 09:19
  • jorian aus Dulliken 1754
    Kein Mitleid! Die Redaktion hat zugeschaut, wie hier im Forum Menschen als Naz.is ... Fr, 03.06.16 02:59
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
High Speed Vision Kameras
AOS Technologies AG
Täfernstrasse 20
5405 Baden - Dättwil
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 14°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 11°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 14°C 17°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern 11°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 14°C 19°C stark bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 12°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 18°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten