Französin im Streit um Antenne unterlegen
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 15:10 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Dez 2008 / 15:35 Uhr

Colmar - In einem Gerichtsverfahren um Elektrosmog durch eine Mobilfunk-Antenne im Elsass hat ein Gericht die Klage einer Französin zurückgewiesen.

Die Klage  einer Französin gegen Mobilfunk-Antennen wurde wegen mangelnder Beweise abgewiesen. (Archivbild)
Die Klage einer Französin gegen Mobilfunk-Antennen wurde wegen mangelnder Beweise abgewiesen. (Archivbild)
Es fehlten Beweise für die Überempfindlichkeit gegen elektromagnetische Wellen der 44-Jährigen, befand das Berufungsgericht in Colmar.

Die Frau hatte ihre Strassburger Wohnungsgesellschaft verklagt und eine Unterkunft in einer störungsfreien Zone gefordert. Die vorgelegten ärztlichen Atteste bescheinigten keine medizinisch feststellbare Überempfindlichkeit, hiess es.

Bereits einmal gescheitert

«Ich bin ein Opfer, doch das Gericht hat mich dazu verurteilt, die Anwaltskosten der Wohnungsgesellschaft zu zahlen», sagte die Klägerin nach der Urteilsverkündung.

Bereits in erster Instanz hatte das Landgericht in Strassburg im September 2006 die Klage mit dem Argument abgewiesen, dass ihre Beschwerden «subjektiv» seien. Eine Nachmieterin in der beanstandeten Wohnung habe keine gesundheitlichen Probleme bekommen.

Mehrere Gesichts-Operationen

Die Frau hatte Störungen angeführt wie Ohrensausen, Nackenschmerzen, Kribbeln und Vibrationen im Gesicht. Ihr waren bei mehreren Gesichtsoperationen wegen einer Erkrankung 2003 Metall-Implantate eingepflanzt worden, die sie als Ursache ihrer Überempfindlichkeit gegen den Elektrosmog bezeichnet hatte.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2005 Symptome einer Überempfindlichkeit gegen elektromagnetische Wellen als echt anerkannt, allerdings nicht als Krankheitsbild. Wissenschaftliche Studien haben bislang noch keinen Zusammenhang zwischen dieser Überempfindlichkeit und Mobilfunkantennen herstellen können.

(sl/sda)

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