«Akustisches Hologramm»
Forscher entwickeln Traktorstrahl à la «Star Trek»
publiziert: Freitag, 30. Okt 2015 / 09:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Okt 2015 / 12:34 Uhr

Forscher der University of Bristol sind in einem Projekt mit der University of Sussex und dem britischen Start-up Ultrahaptics einer Zukunftstechnologie auf der Spur. Sie haben es in einer Proof-of-concept-Demonstration geschafft, eine Art Traktorstrahl zu erzeugen, mit dem sich Objekte bewegen lassen.

Bristol/Sussex - Das an Science-Fiction-Vorlagen à la «Star Trek» erinnernde Konzept funktioniert mithilfe von hochfrequenten Schallwellen, die ein «akustisches Hologramm» erzeugen, das der Schwerkraft trotzen und kleinere Objekte tragen kann.

Blosse Kraft der Schallwellen

«Wir alle wissen, dass Schallwellen eine bestimmte physikalische Kraft haben. Jeder, der schon einmal auf einem Rock-Konzert war, hat bereits erlebt, dass es sich dann oft so anfühlt, als würden sich die eigenen Eingeweide hin- und herbewegen», so Co-Studienautor Bruce Drinkwater vom Department of Mechanical Engineering der University of Bristol. Bislang sei es allerdings noch nicht gelungen, diese Kraft anzuzapfen. «Mit unserem Konzept haben wir es geschafft, die Soundwellen in einem noch nie dagewesenen Ausmass zu kontrollieren», sagt er.

«Mit unserem Gerät manipulieren wir Objekte, die frei in der Luft schweben und damit die Gravitation überwinden», verdeutlicht Sriram Subramanian, Informatik-Professor an der University of Sussex und Mitgründer von Ultrahaptics. «Es war eine unglaubliche Erfahrung als wir das erste Mal gesehen haben, dass ein Objekt mithilfe unseres Traktorstrahls an Ort und Stelle gehalten werden kann. Unsere ganze harte Arbeit hat sich bezahlt gemacht», unterstreicht der PhD-Student und Studienleiter Asier Marzo.

Breites Anwendungspotenzial

Das technische Konzept des demonstrierten Traktorstrahls ist relativ einfach und funktioniert mit 64 kleinen Lautsprechern, die zusammengeschlossen werden und besonders hohe Töne und damit hochfrequente Klangwellen erzeugen. Diese umhüllen gewissermassen das zu transportierende Objekt und kreieren ein Kraftfeld, das es an Ort und Stelle hält. Durch die vorsichtige Änderung des Output-Signals der Lautsprecher ist es möglich, das Objekt entweder ruhig schweben zu lassen oder es zu bewegen und zu drehen.

Den beteiligten Forschern zufolge birgt diese Technologie ein enormes Anwendungspotenzial. Zum Beispiel könnte eine Produktionskette aus Schallwellen künftig in Fabriken besonders empfindliche Objekte transportieren und montieren, ohne physischen Kontakt mit ihnen zu haben. Vorstellbar wäre aber auch eine Miniaturversion des Traktorstrahls, der Medikamentenkapseln im Körper von Patienten zu ihrem richtigen Bestimmungsort befördert.

(jz/pte)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Präzision.
Präzision.
Publinews Wie in vielen anderen Branchen hat auch in der Metallverarbeitung die Digitalisierung Einzug gehalten. Es ist noch nicht lange her, dass die Beschäftigten viele Arbeiten manuell erledigen. mehr lesen  
Publinews Coronavirus in der Luft nachweisen  Dübendorf, St. Gallen und Thun - Einem Team von Forschern der Empa, der ETH Zürich und des Universitätsspitals ... mehr lesen  
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet werden, um Konzentrationen des Virus an stark frequentierten Orten zu messen.
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur ... mehr lesen  
Technologie  Bern - Der Technologiekonzern Ascom ... mehr lesen
Ascom ist für das zweite Halbjahr zuversichtlicher.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Basel -1°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen -3°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Bern -1°C 9°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern 0°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Genf 3°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Lugano 4°C 13°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten