Fernsehen in besserer Auflösung
publiziert: Donnerstag, 21. Apr 2005 / 11:22 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 21. Apr 2005 / 11:52 Uhr

Zurzeit findet in Las Vegas die NAB statt – die grösste Messeveranstaltung für TV-Technologie. Alle Hersteller stellen ihre neusten und noch neueren Geräte vor. Dieses Jahr ist High Definition (HD) das grosse Thema.

HD verspricht Fernsehen und Video in höherer Auflösung: grösser, detailreicher, farbiger.

Der grösste Schritt bei der Weiterentwicklung von Fernsehtechnik findet allerdings nicht darin statt, dass man sich auf Standards (allerdings zahlreiche) einigen konnte. Vielmehr erstaunt der Preiszerfall hochqualitativer Kameras und ähnlicher Hardware.

Mit ihren Modellen FX1 und Z1 hatte die Firma Sony schon Monate vor dieser NAB zwei HD-Kameras vorgestellt, die deutlich unter Fr. 10'000 angeboten werden. Nun gehen Panasonic (AG-HVX200) und JVC (GY-HD100) noch einen Schritt weiter: Im Gegensatz zu den erwähnten Sony-Kameras, welche auf konventionelle DV-Bänder aufzeichnen, bieten die HVX200 und die HD100 zusätzlich ihre eigenen Verfahren zum Harddisk-Recording.

Geräte für Hobbyfilmer

Die Industrie will die Videoproduktion in HD offensichtlich selbst für Hobby-Filmer erschwinglich machen. Aus technologischer Sicht sind die neuen Möglichkeiten verführerisch: Mit der HD-Technik lassen sich die Qualitätsmängel des Fernsehens gegenüber dem Kino wenigstens ein bisschen ausmerzen.

Wie aber können Videos in HD-Qualität den Zuschauer erreichen? Weder sind die klassischen TV-Geräte HD-fähig, noch wird in der Schweiz Fernsehen in HD übertragen (ausländische HD-Sender übertragen per Satellit). Zwar hat das TPC, die SRG-eigene Produktionsfirma, kürzlich Millionen in HD-Technik investiert. Ein Sendebetrieb von SF DRS in HD ist erst für 2010 vorgesehen.

Das TV-Signal kommt in den meisten Haushalten nicht von der SRG, sondern von der Cablecom. Schon seit über zwei Jahren bietet Cablecom "Digital TV" an, allerdings in Standard-Auflösung, also nicht in HD. Kürzlich wurde HD angekündigt, aber ohne dass ein Termin genannt wurde. Bekanntlich will auch Swisscom zum so genannten Triple Player werden und TV-Programme anbieten. Der Starttermin zum "ADSL-TV" ist im September, aber auch hier ist HD (noch) kein Thema.

Internet als Chance

Angesichts der ständig zunehmenden Bandbreiten könnte das Internet zum präferierten HD-Übertragungsweg werden. Praktisch alle technologischen Voraussetzungen sind bereits da: Microsoft (Windows Media), RealNetworks und Apple (im neuen Quicktime 7) komprimieren und senden HD-Video als Streams mit 2-8 Mbps. PC-Bildschirme bieten schon lange höhere Auflösung als TV. Leider ist für HD über PC sehr viel Prozessorpower gefordert: Selbst Prozessoren mit 2,4 GHz reichen kaum aus.

Auf den ersten Blick mag vieles dagegen sprechen, dass HDTV über Internet in unsere Stuben Einzug hält. Tatsache ist aber, dass bei der Umstellung auf HDTV vom Konsumenten so oder so sehr viel verlangt wird. Dies kann nicht anders als mittels gewaltiger, jahrelanger Marketing-Kampagnen der gesamten Industrie erreicht werden. Eine Bündelung und Fokussierung auf das Internet würde auch für Cablecoms, Swisscoms und erst recht für SRGs Sinn machen, denn damit könnte sich mit weniger Aufwand eine offene technologische Plattform etablieren. Die mündigen HDTV-Kunden von morgen wüssten dies bestimmt zu schätzen.

(von Lukas Gysling/news.ch)

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