Xperia Z3 Tablet Compact
Fast perfektes Mini-Tablet
publiziert: Freitag, 14. Nov 2014 / 10:21 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Nov 2014 / 13:00 Uhr

Sony hat seinen Xperia-Z-Stall um eine neue Gerätegrösse ergänzt: Das Xperia Z3-Tablet schliesst mit seinem 8 Zoll Bildschirm die Lücke zwischen dem 6.4-Zoll Xperia Z Ultra Phablet und dem 10 Zoll grossen Z2 Tablet. Braucht es die Grösse also?

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Sony Xperia Z3 Tablet Compact.
toppreise.ch

Es gibt immer wieder Konsumenten und gar Firmen, die behaupten, es gäbe die genau richtige Grösse - nach dem Motto, dass genau das gebraucht wird, was man hat (Konsumenten) oder gerade anbietet (Hersteller). Ein Trugschluss, der etwa so häufig ist, wie die Annahme, es gäbe das perfekte Wetter.

So dachte auch der Autor, dass die kleinen Tablets wie ein iPad Mini albernes Zeug seien. Trotzdem sagte er zu, als er das Angebot bekam, das Xperia Z3 Tablet zu testen, das mit einer Grösse von 8 Zoll Bildschirmdiagonale im Vergleich zum gewohnten 10 Zoll Tablet geradezu schnucklig aussieht.

Innereien vom Smartphone und Gaming von der PS4

Die Innereien entsprechen weitgehend jenen des Xperia Z3 Handys. Ein paar Sensoren weniger und ein paar Screen-Pixel mehr (1920x1200 16:10 statt 1920x1080 16:9), doch auch hier finden sich der Qualcomm Snapdragon 801 Quad-Core-Chip der mit 2.5 GHz getaktet ist, die Adreno 330 GPU und 3 GB RAM. Man kann durchaus bemängeln, dass kein 2k Display zum Einsatz kommt, aber die knackigen Farben und der gute Kontrast lassen einen eigentlich kaum was vermissen. HD-Videos werden plastisch und in überzeugender Qualität wiedergeben. Nur im direkten Vergleich fehlt bei kleinen Schriften ein Quäntchen Kantenschärfe, wenn man genau hin schaut. Doch selbst beim Lesen von E-Papers kamen einem die Buchstaben nie ausgefranst vor und die Lektüre war nicht ermüdend. Zudem fressen weniger Pixel auch weniger Energie und Prozessorleistung. Es wundert dann auch nicht, dass das Bedientempo absolut nichts zu wünschen übrig liess.

Die Screens flutschen ohne Ruckeln unter den Fingern durch, Apps öffnen sich verzögerungsfrei und Grafiken bauen sich blitzschnell auf. Dank der Adreno 330er GPU ist das Tablet natürlich auch bereit für 3D-Games und es kann, genau so wie die anderen Xperia Z3-Geräte, mit der Playstation 4 gekoppelt werden, um - sollte der Fernseher nicht frei sein - Playstation-Spiele auf dem Tablet geniessen zu können. Klar, die Prozessoren werden noch schneller werden, aber langsam scheint es nur noch um die schickeren Zahlen in den Benchmarks zu gehen - die Differenz im Alltagsgebrauch ist vernachlässigbar.

Leicht, dünn, dicht und... gesund?

Was hingegen nie vernachlässigt werden wird, sind Haptik und Verarbeitungsqualität. In dieser Hinsicht kann das kleine Tablet begeistern. Es ist Federleicht (270 Gramm), mit 6.4 Millimeter sehr dünn und kann vom Autor, der nun wirklich keine Riesenpranken hat, ohne Problem mit einer Hand gegriffen werden. Das Gehäuse ist verwindungssteif und auch starker Druck auf die Rückseite erzeugt oder hinterlässt keine Flecken auf dem Bildschirm. Ob einem die matte, mit Kunststoff beschichtete Rückseite passt, ist Geschmackssache. Doch sie hat den eindeutigen Vorteil, dass diese auch mit feuchten oder verschwitzten Händen guten Griff bietet und einem das Tablet nicht einfach aus den Händen flutscht, sollte man es am Pool oder in der Wanne benutzen.

Wobei dies kein Unglück wäre, wenn es denn ins Wasser fiele, denn natürlich ist auch dieses Xperia-Z-Gerät wasser- und staubdicht (IP65 und IP68), so dass auch ein Abtauchen in 1.5 Meter tiefes Wasser problemlos überstanden wird. Aber harte Steinböden können das Display aus gehärtetem Glas immer zerdeppern, und das will man ja auch nicht. Und nochmal zur Erinnerung: Es ist nicht nur nett, dass man mit diesem Tablet in der Badewanne lesen, es ist auch schön, dass man das Gerät regelmässig mit Seife reinigen kann, bedenkt man, dass das durchschnittliche Smartphone und Tablet mehr Keime auf Gehäuse und Bildschirm als eine Klobrille hat. Wasserdichte Geräte sind ein Beitrag an die Volksgesundheit, wenn man daran denkt, sie regelmässig zu waschen.

Akzeptabler Stereosound aus den Lautsprechern

Da es so leicht ist, hält sich das Gerät auch längere Zeit sehr angenehm und es lässt sich fast wie ein E-Reader - oder ein Taschenbuch - nutzen. Die beiden nach vorne gerichteten Lautsprecher sind zwar nicht High-End, aber doch gut für Medienkonsum benutzbar, wobei natürlich für anspruchsvolle Musikhörer hochwertige Kopfhörer zu bevorzugen sind - nicht zuletzt, weil auch dieses Gerät HD-Musikfiles in originaler Qualität wiedergeben kann und, dank der in der Walkman App angewendeten DSEE HX Technik, auch Musik-Files mit tieferer Bitrate auf eine akzeptable Qualität hinauf gerechnet werden.

Zum Konsum von Videos und gelegentlichen Musikstücken sind die Speaker auf jeden Fall akzeptabel und es stellt sich dank der breiten Stereobasis sogar etwas wie Räumlichkeit im Klangbild ein.

Die Kameras sind - naja - OK. Vorne die übliche 2.2 MP Frontkamera, hinten eine 8 Megapixel-Kamera, die bei gutem Licht einigermassen gute Bilder schiesst, aber doch schnell mal an das Limit des Kontrastes kommt, den sie darstellen kann. Hier scheitert sie ganz klar an der Messlatte der Kamera, die man im Smartphone-Geschwisterchen findet, wobei sie als Tablet-Kamera in Ordnung geht.

Nutzbare Grösse?

Bleibt die Frage vom Anfang ... ist es nicht zu klein? Kommt darauf an, wofür und was man schon sein eigen nennt. Wer ein 6 Zoll Phablet hat, dürfte den Unterschied zu diesem Tablet zu klein finden. Wer seine Filme so gross wie möglich geniessen will, sollte sowieso einen Fernseher oder gar Projektor kaufen. Beim Lesen von Magazinen stört einen, dass Doppelseiten etwas gar klein dargestellt werden. Das Lesen hingegen ist problemlos und fällt gegenüber einem 10 Zoll Gerät nicht so stark ab, wie man zuerst annehmen könnte.

Wer mit seinem Tablet gerne Mobil ist, im Sommer an Pools rum hängt und im Winter auch auf der Skipiste nicht ohne auskommt und keine Angst vor Wasserschäden haben will, ist mit dem Z3 Tablet perfekt bedient. Nicht zuletzt, weil dieses mit seinen Handy-Geschwistern noch eine weitere Tugend teilt: Der 4500 mAh Akku hält locker zwei Tage durch und mit der LTE-Version, einer Smartwatch und einen Bluetooth-Headset könnte sogar das Telefon ersetzt werden.

Doch ganz ohne Kritik kommt Sony doch nicht weg: Zum einen ist der interne Speicher - optionale Speicherkarten bis 128 GB hin oder her - mit 16 Gigabyte zu knapp bemessen. Es gibt zwar eine 32er Version, aber diese ist nur mit WiFi und ohne LTE erhältlich. Auch sollte ein Ladeadapter für den Magnet-Ladeanschluss beigelegt werden, da nicht jeder eine Dockingstation kaufen will und so das Gefummel an der USB-Abdeckung und das Risiko, dass diese Abdeckung irgendwann undicht wird, wegfällt. Und wenn wir schon bei der Wunschliste sind: Schnellladegeräte wären eine nette Idee für solche Topgeräte. Mit diesen Korrekturen wäre das Z3 praktisch perfekt - wenn einem die Grösse denn zusagt. Doch das muss immer noch jeder für sich entscheiden.

Preise (Toppreise.ch, 13.11.14): 16 GB WiFi ab Fr. 421.--, 32 GB WiFi ab Fr. 472.--, 16 GB WiFi und LTE ab Fr. 526.--

(Patrik Etschmayer/news.ch)

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