Esmertec wieder in der Verlustzone
publiziert: Mittwoch, 21. Sep 2005 / 10:24 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Sep 2005 / 13:24 Uhr

Dübendorf - Die Handysoftware-Herstellerin Esmertec ist wieder in die Verlustzone gerutscht.

Der geplante Börsengang ist schuld am Ergebnis.
Der geplante Börsengang ist schuld am Ergebnis.
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Schuld seien ausserordentliche Aufwendungen von 2,9 Mio. Dollar für den geplanten Börsengang und für den britischen Kunden Sendo, der pleite ging, teilte Esmertec mit.

Alleine die Insolvenz des Handyherstellers Sendo reisse ein Loch von maximal 1,9 Mio. Dollar in die Kasse. «Wir hatten keine Anzeichen, dass Sendo in finanziellen Schwierigkeiten steckt», sagte Geschäftsführer Alain Blancquart vor den Medien in Zürich.

Betriebsverlust verringern

Dennoch konnte das Dübendorfer Unternehmen im Vergleich zum Vorjahressemester den Betriebsverlust von 3,9 Mio. auf 1,4 Mio. Fr. verringern. Der Reinverlust unter dem Strich halbierte sich von 4,1 Mio. auf 1,9 Mio. Dollar.

Gleichzeitig kletterte der Umsatz von 8,7 Mio. auf 20,1 Mio. Dollar. Das massive Wachstum trieb allerdings auch die Betriebskosten von 9 Mio. auf 15,2 Mio. Dollar in die Höhe.

Mehrzuteilungsoption

Esmertec will nach zweimaligem Verschieben nun am nächsten Mittwoch an die Börse. 5,45 Mio. Namenaktien sollen zu einem Preis zwischen 15 und 20 Fr. Käufer finden. Darüber hinaus besteht eine Mehrzuteilungsoption von 815 000 Aktien. Die Zeichnungsfrist läuft vom 22. bis 28. September.

Der Gesamtwert der Transaktion inklusive Mehrzuteilungsoption beträgt zwischen 94 und 125 Mio. Franken. Mit dem Geld aus dem Börsengang will Esmertec schneller wachsen. Dabei werden auch Akquisitionen angepeilt.

Trotz des Halbjahresverlusts rechnet Finanzchef Arno Waschkau laut eigener Aussage für das Gesamtjahr 2005 unter dem Strich mit schwarzen Zahlen. Der Umsatz dürfte 2005 und 2006 um rund 60 Prozent jährlich steigen, während die Kosten lediglich um 15 bis 20 Prozent klettern sollten. Der Umsatz wachse also dreimal so schnell wie die Kosten.

Finanzchef Waschkau ziehe sich aus familiären Gründen Ende Oktober von seinem Amt zurück, sagte Blancquart. Nachfolgerin werde Deborah Choate.

(sl/sda)

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