Ende des Taschenbuchs - Amazon bringt neuen Kindle
publiziert: Freitag, 30. Jul 2010 / 00:08 Uhr
Amazon bleibt dem E-Ink-Display treu.
Amazon bleibt dem E-Ink-Display treu.

München - Schon 2011 wird Amazon in den USA mehr elektronische Bücher als Taschenbücher verkaufen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Diese Prognose wagt Amazon-CEO Jeff Bezos, der sich in einem Interview mit USA Today erstaunt über die jüngste Entwicklung zeigt. Zusätzlich angekurbelt wird das Geschäft mit den digitalen Büchern durch überarbeitete Versionen des Amazon-eigenen Lesegeräts Kindle. Leichter, schneller und besserer Kontrast lautet die Devise der neuen Geräte.

3G-Variante um 260 Franken

Wie Amazon auf Anfrage mitteilt, kann der neue Kindle wie schon der Vorgänger nach Europa importiert werden. Inklusive Versand- und Zollgebühren kostet das 3G-fähige Gerät rund 260 Franken. Der abgespeckte, nur WLAN-fähige Kindle kommt auf umgerechnet 200 Franken, jeweils abhängig vom aktuellen Dollar-Tageskurs. Die 3G-Verbindung zum Kauf und Synchronisieren von Büchern ist bei der teureren Variante auf der ganzen Welt kostenlos. Rund 420'000, meist englische Bücher, sind für europäische Kunden verfügbar.

Durch den Markteintritt des Barnes&Nobles-Konkurrenten Nook, aber vor allem auch durch den leistungsstarken iPad war Amazon mit seinem eigenen Reader unter Druck geraten. Bei den neuen Geräten besinnt sich der grösste Buchhändler der Welt auf die Kernkompetenz. Statt farbigem LCD-Display und Multimedia-Funktionen bleibt Amazon dem E-Ink-Display treu. Das kleinere Gehäuse bei gleichbleibendem 6-Zoll-Bildschirm sowie das geringe Gewicht von 247 Gramm sind eine direkte Antwort auf Apples Wundertablet, das in der 3G-Variante fast drei Mal so schwer ist.

Kernkompetenz statt Multimedia-Rausch

Aber auch beim Preis mit 189 und 139 Dollar für die beiden Varianten spielt der Kindle in einer weitaus massentauglicheren Liga als Apples Vielzweckgerät. «Farbe auf dem Kindle wäre eine tolle Sache, wenn es nicht zu Lasten der Lesbarkeit ginge. Ein LCD-Display ist für draussen nicht geschaffen, auch die Akkuproblematik bleibt ungelöst», sieht Amazon-CEO Bezos die Zeit für farbige E-Books noch nicht reif.

Abgesehen davon sieht sich Amazon ohnehin als Nutzniesser des boomenden Tablet-Markts. «Wenn mehr und mehr Leute online und auf mobilem Weg einkaufen gehen, profitieren wir als Verkaufsplattform davon. Was unsere Kindle-Bücher betrifft, sind diese auf sämtlichen Plattformen und Geräten wie auch dem iPad lesbar», meint Bezos.

Den Kritikpunkt, dass Amazon nicht auf den gängigen E-Book-Standard ePub, sondern ein eigenes geschlossenes System setzt, weist der Amazon-CEO zurück. Man wolle Innovationen schnell umsetzen und sich nicht mit einem Dritt-Entwickler-Standard aufhalten.

(bert/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Auf der diesjährigen IFA hat die ... mehr lesen
Oyo von Thalia.
Die Browser-Ansicht simuliert das Erscheinungsbild eines Kindle-Lesegeräts.
eGadgets Amazon gibt Kunden mit Kindle for ... mehr lesen
Rupert Murdoch hat interessante ... mehr lesen
Rupert Murdoch. (Archivbild)
Reston - Das iPad kommt schon vor ... mehr lesen
Apple-Tablet zieht schon vor der Auslieferung mit dem etablierten E-Reader Kindle gleich.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Nordamerika-Sparte wuchs um 36 Prozent, während das Plus im Ausland bei 49 Prozent lag.
San Francisco - Ein glänzendes Weihnachtsgeschäft hat dem weltgrössten Internet-Händler Amazon einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Amazon verdiente in dem besonders umsatzträchtigen ... mehr lesen
Mit dem iPad hat Apple am Mittwochabend seinen lange erwarteten Apple-Tablet ... mehr lesen
Das Display des Apple iPad ist das technologisch ausgereifteste in dieser Produktklasse.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich ...
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April 2017, auf der Messe Zürich, vermitteln die Messen einen umfassenden Marktüberblick. mehr lesen 
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten Gesellschaft. Besuchen Sie uns und erleben Sie Telefongeschichte zum Anfassen, zum Hören und zum Fühlen - spannend inszeniert für Gross und Klein. mehr lesen  
«Prominence»  Forscher der Johns Hopkins University haben eine spezielle High-Heels-Prothese für Frauen mit amputierten Beinen entwickelt. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 17°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 16°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 16°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 17°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 18°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 22°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten