Was sind die Entscheidungsfaktoren?
Digicam oder Smartphone-Knipser: Welche Kamera kann mehr?
publiziert: Dienstag, 5. Feb 2013 / 10:25 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Feb 2013 / 09:49 Uhr
Smartphone vs. Digicam, der direkte Vergleich.
Smartphone vs. Digicam, der direkte Vergleich.

Smartphone-Hersteller werben für ihre neuesten Geräte gerne mit einer hohen Kamera-Megapixel-Anzahl oder einer tollen Bild­quali­tät. Was die Vor- und Nachteile von digitalen Kom­pakt­kameras gegenüber ihren in Smartphones verbauten Ge­schwis­tern sind, beleuchten wir in diesem Ratgeber.

Vor- und Nachteile von Kompaktkamera und Kamera-Smartphone

Der grösste Vorteil einer Smartphone-Kamera besteht darin, dass sie ins Mobiltelefon integriert ist und nicht wie eine klassische Kamera als separates Gerät mitgeschleppt werden muss. Als Teil des Smartphones verfügt die Kamera in der Regel über einen Internet-Zugang, wenn der Nutzer sich in Reichweite eines WLANs aufhält oder einen Datentarif gebucht hat. Der Hobbyfotograf kann also die von ihm aufgenommenen Fotos direkt vom Smartphone ins Internet hochladen, beispielsweise auf soziale Netzwerke, in Online-Bilderdienste oder in einen Cloud-Service.

Ein Nachteil klassischer Kompaktkameras ist der fehlende Internet-Zugang

Mit einer Smartphone-Kamera kann man Freunden und Verwandten also viel schneller die eigenen Fotos zeigen als mit einer herkömmlichen Digitalkamera. Von dieser müssen die Fotos nämlich zuerst auf den Computer kopiert und von dort ins Internet hochgeladen werden.

Höherwertige Smartphones verfügen darüber hinaus heute über einfache Möglichkeiten der Bildbearbeitung, mit denen sich bei den Fotos vor dem Hochladen Helligkeit, Kontrast, Ausschnitt und Farbgebung anpassen lassen. Auch das hinzufügen lustiger Fotoeffekte beherrschen viele Smartphones. Für diese Tätigkeiten entfällt also ebenfalls der bisherige Umweg über den Computer.

Nachteile der Handy-Kamera: Kein optischer Zoom und Linienverzerrungen

Smartphone-Kameras haben aber auch handfeste Nachteile, beispielsweise die beengten Platzverhältnisse im Inneren des Mobiltelefons. Viele Smartphone-Kameras haben zwar mittlerweile eine ebenso hohe Auflösung wie Mittelklasse-Digitalkameras oder sogar digitale Spiegelreflexkameras; 8 bis 12 Megapixel sind heute bei Smartphone-Kameras keine Seltenheit mehr. Diskussionen ausgelöst hat das Nokia 808 PureView mit einer nominellen Auflösung von 41 Megapixel.

Aufgrund des beengten Platzes ist es für die Hersteller praktisch nicht möglich, hochwertige Objektive mit einem umfangreichen optischen Zoom-Bereich in Smartphones einzubauen. Obwohl viele Smartphone-Fotos bei der Auflösung und der Farbtreue mittlerweile mit denen klassischer Digitalkameras mithalten können, leiden viele Smartphone-Bilder an tonnen- oder kissenförmigen Verzeichnungen.

Der Digital-Zoom erlaubt zwar eine Anpassung des Bildausschnitts vor dem Knipsen, aber bei einer zu starken Digitalvergrösserung wirken die Fotos anschliessend pixelig. Mittlerweile gibt es zwar Smartphones, die ein grösseres Objektiv mit optischem Zoom eingebaut haben, die Smartphones werden dadurch aber recht schwer. Ein neuer Ansatz sind Digitalkameras mit Internet-Zugang und Smartphone-Betriebssystem, Beispiele dafür sind die Samsung Galaxy Camera und die Nikon Coolpix S800c.

Auswahlkriterien: Verzerrungen, Bildrauschen und Speicherkarte

Ab und zu werden wir gefragt, ob man sich bei der Qualität einer im Mobiltelefon verbauten Kamera am Preis des Smartphones orientieren kann. Bei Smartphone-Kameras kann sich der Nutzer momentan durchaus noch am Preis orientieren: Hoch­wertige Smart­phones verfügen in der Regel über die besten Kameras. Die Kameras von Ein­steiger-Smart­phones sind eher für an­spruchs­lose Schnapp­schüsse geeignet, aber nicht für hoch­wertige Fotos. Im Bereich der Mittel­klasse-Smart­phones zwischen 300 und 450 Euro gibt es mitunter aber auch schon brauchbare Foto-Module.

Bei der Auswahl eines Smartphones sollte der Nutzer nicht nur auf die vom Hersteller angegebenen technischen Daten achten (meist protzt der Hersteller mit einer hohen Megapixel-Zahl). Falls möglich sollte der Kunde das Smartphone im Geschäft in die Hand nehmen und einige Testfotos schiessen. Nur so lässt sich feststellen, ob das Objektiv gerade Linien verzieht oder nicht. Auch die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen kann so zumindest ansatzweise beurteilt werden - das ist manchmal eine Schwachstelle bei Smartphone-Kameras. Und der eingebaute Blitz hat meist eine so kurze Reichweite, dass damit zwar Portraitaufnahmen möglich sind, aber nicht die Ausleuchtung eines ganzen Raumes.

Die ab und zu gross herausgestellte HD-Auflösung (auch bei der Video-Aufnahme) ist überwiegend dann sinnvoll, wenn das selbst aufgenommene Bild- und Video­material beispielsweise auf einem HD-Fernseher präsentiert wird. Hochaufgelöste Bilder und Videos sollten nur über WLAN ins Internet hochgeladen werden, oder über das mobile Datennetz nur dann, wenn der Anwender einen Tarif mit hohem Inklusivvolumen besitzt. Ansonsten könnte das Datenvolumen des eigenen Mobil­funk­tarifs bald erschöpft sein - oder der Provider drosselt die Surfgeschwindigkeit. Für Facebook, Twitter und Co. reichen in der Regel auch Fotos in mittlerer Auflösung.

Wer wirklich viel mit dem Smartphone fotografieren und filmen möchte, sollte unbedingt ein Smartphone mit microSD-Speicherkartensteckplatz wählen und eine separate Speicherkarte dazu kaufen, da der interne Speicherplatz bei Smartphones begrenzt ist und eher für Apps zur Verfügung stehen sollte.

Braucht der Nutzer für eine Smartphone-Kamera Zubehör?

Das Objektiv ist bei einem Smartphone in der Regel nicht wechselbar, weil das Mobiltelefon zu wenig Platz für ein Objektiv-Bajonett bietet. Auch für ein Stativ-Gewinde oder einen Blitz-Schuh für einen externen Blitz ist in der Regel kein Platz. Darum gibt es nur ganz wenig Hardware-Zubehör für Smartphone-Kameras. Wer viel in geschlossenen Räumen fotografiert, könnte über die Anschaffung eines separaten Fotolichts (Strahler) nachdenken.

Kommt das Smartphone auf langen Wanderungen zum Einsatz, sind ein zweiter Akku und ggf. weitere Speicherkarten empfehlenswert. Wer auf ein Stativ-Gewinde, wechselbare Objektive oder einen leistungsfähigeren externen Blitz Wert legt, sollte zu einer kompakten Systemkamera mit Wechselobjektiv-System oder gleich zu einer digitalen Spiegelreflex-Kamera greifen.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)

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