Der Siegszug der No-Name-Smartphones
publiziert: Montag, 22. Mai 2006 / 02:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Mai 2006 / 06:53 Uhr

Die Smartphones von HTC kennt im Grunde jeder, der sich für Handhelds interessiert, mit denen man auch telefonieren kann.

Die Marke des Herstellers tritt hinter der des jeweiligen Mobilfunkanbieters zurück.
Die Marke des Herstellers tritt hinter der des jeweiligen Mobilfunkanbieters zurück.
1 Meldung im Zusammenhang
Doch die meisten Kunden wissen nicht, dass sie ein Gerät von HTC in der Hand halten, wenn sie mit ihrem SPV von Orange telefonieren. Das Geheimnis des Erfolgs von HTC ist genau dieses: Die Marke des Herstellers tritt hinter der des jeweiligen Mobilfunkanbieters zurück, der das Gerät am Ende an den Kunden bringt. Folglich prangt auf den Geräten das Logo des Netzbetreibers.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtett, ist die Geschichte des taiwanesischen HTC eine der grössten Erfolgsgeschichten in der globalen Elektronikindustrie. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz von 2003 bis 2005 um 243 Prozent steigern, der Gewinn stieg sogar um 559 Prozent. Die HTC-Aktie ist mit mehr als 1 000 Taiwan-Dollar inzwischen die teuerste Aktie des Landes.

Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte HTC Nettogewinne von 5,4 Milliarden Taiwan-Dollar (130 Millionen Euro) - das ist mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Als Auftragsfertiger stellt HTC das eigene Ego hinten an und leistet sich nicht den oft teuren Luxus, eine Marke aufzubauen. Dafür bedient HTC die Interessen der Mobilfunker.

Keine eigene Marke, aber viele Kunden

Der Kostendruck in der Auftragsfertigung ist enorm. BenQ, auch nach der Übernahme von der Siemens-Handysparte zumindest noch teilweise ein Auftragsproduzent, hat einen anderen Weg gewählt: den Aufbau einer eigenen Marke.

Doch so wie es aussieht, war die Idee von HTC die bessere: Statt um die Markenkunden zu konkurrieren, kooperierte der Hersteller mit den grossen Mobilfunkanbietern der Welt. Diesen geben die Taiwanesen Geräte in die Hand, die den Umsatz ihrer Kunden in die Höhe treiben, während die Markenhersteller wie Nokia, Motorola oder Samsung vordringlich daran interessiert sind, ihre eigene Marke auszubauen und so schnell wie möglich immer neue Modelle abzusetzen.

Investition in die Forschung

HTC hat keine Anstrengungen gescheut, die neuen Kunden nach ihren Wünschen zu bedienen. Dazu hat das Unternehmen die Ingenieure in Forschung und Entwicklung auf 1 500 hochgefahren - das zahlt sich jetzt aus. Zu den Kunden gehören auch Verizon, Orange, NTT und die beiden grössten chinesischen Anbieter. Grosser Vorteil für HTC: Die nun existierenden Modelle können mit geringen Anpassungen für immer neue Kunden wiedervermarktet werden.

Damit hat HTC mittlerweile einen Weltmarktanteil von 10,7 Prozent bei Smartphones. Das ist dem ehrgeizigen Unternehmen noch nicht genug: Den Wachstumsturbo soll nun Microsoft liefern. Ein neues Windows Mobile-Klapphandy hat HTC bereits angekündigt. Eigentlich wird es aber darum gehen, dem Blackberry-Erfinder RIM sein Quasi-Monopol auf mobile E-Mail streitig zu machen.

Seit 1997 arbeiten Microsoft und HTC bereits eng zusammen - und nun soll der Durchbruch unmittelbar bevorstehen. Es heisst, dass HTC über die Hälfte des Marktanteils bei Microsoft-betriebenen Mobilgeräten erreichen könne. Die Erfolgsgeschichte von HTC sei noch nicht zuende.

(von Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Taipeh - In Taiwan kann die Nutzung ... mehr lesen
Zum Smartphone von HTC verpflichtet.
Die professionelle SMS-Businesslösung
aspsms.com
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Verkaufen Sie uns Ihr Handy, Tablet oder iPod
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
BauFakten App
BauFakten App
Überblick über die Entwicklung des Bauhauptgewerbes  «BauFakten» verschafft durch einfache Visualisierung der Daten einen raschen Überblick über die Entwicklung des Bauhauptgewerbes und der ganzen Bauwirtschaft. mehr lesen 
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April 2017, auf der Messe Zürich, vermitteln die Messen einen umfassenden Marktüberblick. mehr lesen  
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten Gesellschaft. Besuchen Sie uns und erleben Sie Telefongeschichte zum Anfassen, zum Hören und zum Fühlen - spannend inszeniert für Gross und Klein. mehr lesen  
«vitrivr»  Informatiker der Universität Basel haben ein Verfahren entwickelt, das eine Suche in Bild- und Videodatenbanken mithilfe von Handskizzen ermöglicht. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Schnee Wolkenfelder, Flocken
Basel 4°C 7°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, Flocken wechselnd bewölkt
St. Gallen 1°C 4°C Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee bewölkt, etwas Schnee
Bern 3°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, Flocken freundlich
Luzern 4°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee bewölkt, etwas Schnee
Genf 3°C 7°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Schnee freundlich
Lugano 4°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.egadgets.ch/ajax/seminar.aspx?ID=255&lang=de