Der Prepaid-Tarif von Tele2 im Test
publiziert: Dienstag, 8. Jul 2008 / 17:42 Uhr

Zürich - Tele2 überzieht die Schweiz mit ihrer «good Deal – bad Deal»-Werbung. Immer wieder bietet der Teufel einem Menschen ein Geschäft an. Die Frage ist nur: Ist der angebotene Deal gut oder nicht?

Der Tele2-Tarif lohnt sich eher bei langer Gesprächsdauer.
Der Tele2-Tarif lohnt sich eher bei langer Gesprächsdauer.
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Tele2 bewirbt vor allem den Tarif Big Deal. Es handelt sich hierbei um ein Postpaid-Abonnement, das mindestens 25 Franken im Monat kostet und de facto kaum zu bekommen ist.

Daneben gibt es noch den Smart-Deal-Tarif in einer Prepaid- und in einer Laufzeitvertrags-Variante. teltarif.ch hat sich das Prepaid-Angebot Smart Deal von Tele2 genauer angesehen.

Tarif für längere Inlandsgespräche

Tele2 richtet sich mit seinen Tarifen vor allem an Personen, die hauptsächlich Schweizer Anschlüsse anwählen und dabei längere Gespräche führen. Im Prepaid-Tarif kostet eine Telefonminute 19 Rappen. Das klingt auf den ersten Blick sehr günstig, jedoch müssen jeweils 9 Rappen pro Verbindung zusätzlich bezahlt werden, und die Verrechnung erfolgt im ungünstigen Minutentakt. In diesem Tarif kostet die erste Minute zu einem Schweizer Telefonanschluss somit immer 28 Rappen und damit genau soviel wie eine Minute mit dem M-Budget-Tarif der Migros. Deal von Tele2 genauer angesehen.

Erst nach über 1,5 Minuten werden Gespräche mit Tele2 billiger als mit der Migros-Karte, dann jedoch wird der Preisvorteil schnell sehr gross. Theoretisch kann der Kunde maximal 50 Prozent sparen, da der Minutenpreis nur halb so hoch ist. Durch die Minutentaktung und die Aufbaugebühr für jedes Gespräch sind diese Werte jedoch praktisch nicht zu erreichen. Gespräche ins Ausland sind gegenüber Tarifen wie Migros oder yallo sehr teuer. Der Versand einer SMS-Mitteilung zu einem Schweizer Mobilanschluss wird mit 10 Rappen berechnet. Negativ fällt auf, dass Tele2 keinen Einzelverbindungsnachweis im Internet anbietet. Hier sind Konkurrenten wie orangeclick weiter.

Tele2 ohne UMTS-Netz

Als Tele2 in den Mobilfunkmarkt eingestiegen ist, wurden die Dienste im Rahmen des Swisscom-Netzes erbracht. Als in der Schweiz zwei weitere GSM-Lizenzen versteigert wurden, erwarb Tele2 zusammen mit in&phone jeweils eine Lizenz und baute ein eigenes Netz auf. Deal von Tele2 genauer angesehen.

Das Netz ist bis heute nicht flächendeckend, sondern beschränkt sich auf die grösseren Schweizer Städte und deren Einzugsgebiete. Im Gegensatz zu den etablierten Anbietern Swisscom, Sunrise und Orange betreibt Tele2 kein eigenes UMTS-Netz. Mobile Internetdienste via GPRS rechnet Tele2 mit 2,5 Franken pro übertragenem Megabyte in 10-kB-Schritten ab.

Netzverfügbarkeit und -qualität

Steht das Tele2-Netz nicht zur Verfügung, können die Kunden auf das Sunrise-Mobilfunknetz zurückgreifen. Momentan können sich die Nutzer des Tele2-Angebots aber auch dort manuell in das Sunrise-Netz einbuchen, wo Tele2 eine eigene Versorgung schon realisiert hat. Ein ähnliches Verfahren hatte beim Netzstart auch Orange mit Swisscom vereinbart. Die Tarife sind für den Kunden gleich, unabhängig davon, in welchem Netz sich das Telefon gerade eingebucht hat.

Eine unterbrechungsfreie Gesprächsübergabe von Tele2 nach Sunrise scheint es jedoch nicht zu geben. Verlässt der Kunde den Bereich des Tele2-Netzes, muss er das Gespräch neu aufbauen. Ein Einbuchen in das UMTS-Netz von Sunrise ist nicht möglich. Je nach Telefon erscheint auf dem Display «Tele2» oder der Netz-Code «228-08», wenn sich das Gerät ins Heimatnetz eingebucht hat.

Guthabenaufladung per Voucher

Die Prepaid-Karte von Tele2 gibt es sowohl im Bündel mit einem Mobiltelefon als auch ohne Telefon. teltarif.ch hat die Test-Karte ohne Telefon erworben. Das 9,90 Franken teure Set besteht aus der eigentlichen SIM-Karte, einer Kurzanleitung mit den wichtigsten USSD-Codes, einer kleinen Karte mit einer Übersicht und einem Voucher über 10 Franken. Bevor man mit der SIM-Karte abgehend telefonieren kann, muss zunächst der Voucher eingelöst werden. Fragt man vor Einlösen des Vouchers das Guthaben per Code ab, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.

Der Kunde kann das Guthaben per Code aufladen. Es ist dann innerhalb von Sekunden verfügbar. Weitere Vouchers können beispielsweise bei Mobilzone oder im Internet direkt bei Tele2 erworben werden. Ein automatisches Aufladen ist nicht möglich, jedoch wird bei Unterschreiten von 5 Franken Guthaben vor jedem Gespräch ein Hinweis gegeben, dass das Guthaben bald aufgeladen werden muss. Das erste abgehende Gespräch beginnt mit einer «Willkommen bei Tele2»-Ansage, die vor dem Klingeln zu hören ist.

Gute Sprachqualität, keine Störungen bei GPRS-Verbindungen

Die Sprachqualität ist gut, egal ob ein Festnetz- oder Mobilanschluss angewählt wird. Auch Daten-Verbindungen funktionieren sowohl im Tele2- als auch im Sunrise-Netz ohne nennenswerte Störungen. Auch hier gilt grundsätzlich der gleiche Tarif, egal in welchem Netz sich das Telefon eingebucht hat.

Ob sich die Tele2-Karte für den jeweiligen Kunden rechnet, kommt auf den Einzelfall an. Gehen die Gespräche hauptsächlich in Schweizer Netze und dauern sie jeweils deutlich über 1,5 Minuten, dann ist die Tele2-Karte interessant. Landen die Anwahlversuche erfahrungsgemäss öfter auf Mobilboxen, dann rechnet sich der Tele2-Tarif kaum.

(Reinhold Birgmann / Markus Weidner/teltarif.ch)

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