Dem Handy der Zukunft auf der Spur
publiziert: Freitag, 31. Dez 2004 / 08:05 Uhr

Wie soll das Handy der Zukunft aussehen? Über diese Frage zerbrechen sich rund 15 Mitarbeiter der Siemens-Tochter Product Visionaires den Kopf.

Siemens hat ein Netzwerk mit Sachverständigen geknüpft, die sich mit dem ständigen Wandel im mobilen Telekommunikationsmarkt auseinandersetzen.
Siemens hat ein Netzwerk mit Sachverständigen geknüpft, die sich mit dem ständigen Wandel im mobilen Telekommunikationsmarkt auseinandersetzen.
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Die Ideenfabrik von Siemens Communications entwickelt in Berlin innovative Konzepte für mobile Geräte. Die Aufgabe der Produktvisionäre ist es, Siemens mit Einblicken in zukünftige Lifestyle-Trends zu unterstützen und auf Veränderungen des Konsumverhaltens oder Gesellschaftsveränderungen hinzuweisen.

Das soll helfen, Produkte in "innovative und zeitlosen Design" zu entwickeln, die sich von denen anderer Unternehmen unterscheiden. Natürlich betont Siemens Communications damit auch den Anspruch, eine führende Position in der Entwicklung von moderner Kommunikation zu erreichen und gleichzeitig zur Förderung des besseren Verständnisses für Trends des Marktes mobiler Kommunikation beizutragen.

Um die globalen Trends analysieren zu können, hat Product Visionaires von Berlin aus ein weltumspannenendes Netzwerk mit Sachverständigen geknüpft, die sich mit dem ständigen Wandel im mobilen Telekommunikationsmarkt auseinandersetzen. Das Team aus internationalen Lifestyleexperten, Produktdesignern hat im vergangenen Schäftsjahr in 30 verschiedenen Themenfeldern rund 50 Produktkonzepte erarbeitet.

Klein aber fein

Der Kreativität der Entwickler sind allerdings durch die technischen Möglichkeiten deutliche Grenzen gesetzt. So ist das Musikhören mit dem Handy durchaus ein aktueller Trend, doch für die entsprechenden Kopfhörer, die den Musikgenuss erst ermöglichen, werden derzeit noch zu grosse Batterien benötigt, die sich noch nicht in den kleinen Kopfhörerbügeln unterbringen lassen.

Neue Ideen werden auch im Bereich mobile Gaming verfolgt. So soll es künftig möglich sein, dass sich mehrere Mitspieler an Kamerahandys mit ausklappbaren Displays Verfolgunsjagden liefern, für die die reale Umgebung als Hintergrund dient. Die Spielfiguren bewegen sich genau durch die Gegend, in der sich die Spieler selbst befinden.

Diese Form von mobile Gaming sei nicht nur trendy, sondern auch gesünder als die bisherigen Computerspiele, erklärt André Fischer, Unternehmensgründer und Geschäftsführer von Product Visionaires. Die Kinder sässen nicht ständig vor dem Computer, sondern seien im Freien und bewegten sich. An Selbstbewusstsein mangelt es der kleinen Ideenschmiede von Siemens Communications jedenfalls nicht. Es käme darauf an, effektiv zu sein, Grösse sei weniger wichtig.

Konkurrent Nokia beschäftigt rund 250 Experten in seiner Forschungsabteilung für die Handyzukunft. Man kann jedenfalls gespannt sein, welche Ideen der Visioniare demnächst in Form neuer Siemens-Handys auf den Markt kommen werden.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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