Xensation Cover neu vorgestellt
Das härteste Deckglas für Smartphones kommt aus Jena
publiziert: Dienstag, 11. Okt 2011 / 09:24 Uhr

Auf dem Weltmarkt gibt es derzeit nur weniger als eine handvoll Spezialhersteller, die Touchscreen-Gläser für mobile Geräte in dieser Qualität anbieten können. Das zumindest sagt der Spezialhersteller Schott aus Jena.

Mit dem heute vorgestellten Aluminosilicatglas Xensation Cover will Schott nicht nur Qualitätsmassstäbe gegenüber Billigprodukten aus Fernost setzen, sondern auch vermehrt am stark wachsenden Geschäft mobiler Geräte mit Touchscreens mitmischen. Das Schott Xensation Cover wurde für den Einsatz in kapazitiven Touchscreens entwickelt und wird mit einer Dicke von 0,55 bis 1,1 Millimeter angeboten.

Härte und Kratzfestigkeit: Hohe Ansprüche an Touchscreens

Auch wenn man sein Smartphone gut behandelt, muss es gewisse Belastungen aushalten: Schiebt man es in dieselbe Hosentasche wie den Schlüsselbund, darf das Display nicht gleich zerkratzt werden, splittern oder gar zerbrechen. Auch beim Aufstehen oder Hinsetzen muss das Telefondisplay in der Hosentasche kurzzeitig eine gewisse Spannung ertragen. In einer feuchten Umgebung soll es nicht beschlagen und bei einem Kontakt mit haushaltsüblichen Chemikalien nicht zerstört werden. Schott behauptet, dass das Xensation Cover alle diese Ansprüche erfüllt ? 20 Prozent härter als alle verfügbaren Konkurrenzprodukte soll es sein. Denn nicht nur die chemischen Elemente des Materials bestimmen die Härte des Glases, sondern auch der Produktionsprozess.

Produktionsanforderungen der Hersteller: Billig und einfach zu verarbeiten

Den enormen Kostendruck bei der Produktion von Tablets und Smartphones geben die Hersteller an die Zulieferer weiter. Schott hat das Glas Xensation Cover so produziert, dass für die Hersteller eine um 30 Prozent schnellere Verarbeitung beim Zusammenbau des Geräts möglich sein soll als bisher. Der Marktpreis eines Xensation-Cover-Glases liegt bei rund 10 US-Dollar.

Miccrofloatverfahren: Produktionsprozess des Xensation Cover im Detail

Anlässlich einer Werksführung bei Schott in Jena konnte teltarif.de Einblick in die Herstellung des Xensation-Glases nehmen. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Produktionsverfahrens für die Gläser von LCD-Bildschirmen. In einer grossen Schmelzwanne wird das Material etwa acht Stunden lang «zubereitet». Ab dem Zeitpunkt des Ausfliessens bis zur Verpackung des fertigen Glases vergehen etwa zwei Stunden. Von der Schmelzwanne aus fliesst das noch flüssige Glas in ein heisses Zinnbad.

Auf dem heissen, ebenfalls geschmolzenen Zinn nimmt das Glas nun seine Plattenform an ? bei unserer Vorführung sahen wir über einen Kontrollmonitor die Herstellung eines ein Millimeter dünnen Glases. Auf dem Zinnbad wird das Glas natürlich nicht gewalzt, sondern in seinem flüssigen Zustand von den Rändern her auf die richtige Dicke von einem Millimeter gezogen. Der ganze Herstellungsprozess wird von speziellen Industriekameras überwacht, die deutlich mehr Fehler erfassen können als das menschliche Auge.

Die grösste Herausforderung bei der Glasproduktion besteht laut Schott nach wie vor darin, die entstehenden Bläschen aus dem Glas herauszubekommen. Auch der Wunsch der Kunden und Hersteller nach leicht gewölbten Gläsern für Design-Smartphones sei nicht immer leicht erfüllbar, so Schott.

Die besondere Härte des Xensation-Cover-Glases rührt daher, dass es in einem weiteren Prozess chemisch vorgespannt wird. In diesem Prozess des Ionenaustausches wird das Material bei einer Temperatur von etwa 390 bis 430 Grad Celsius gehärtet und dadurch ? bildlich gesprochen ? mit einer «Kruste» versehen. Nach dem Abkühlen wird das Glas auf seine richtige Grösse geschnitten und für den Versand in Holzkisten verpackt.

Schott kämpft um Marktanteile bei etablierten Herstellern

Das bisher von Schott am Markt angebotene Cover-3D-Glas wird momentan von Sony-Ericsson und dem bei Barnes & Noble in den USA verkauften eBook-Reader Nook verbaut. Für den Vertrieb des neuen Xensation-Cover-Glases laufen bereits Gespräche mit wichtigen Smartphone- und Tablet-Herstellern, allerdings liegen laut Aussage von Schott noch keine konkreten Bestellungen vor. Diese erwartet das Unternehmen frühestens Anfang 2012. Die Produktionskapazität soll rund 500'000 Gläser pro Tag erreichen. teltarif.de konnte in Erfahrung bringen, dass das Glas auch Apple angeboten wird. Anspruchsvolle Hersteller wie Apple müssen laut Schott zwar nicht unbedingt von der Qualität des Glases, aber von der einfachen Weiterverarbeitung überzeugt werden, bis sie sich dazu entscheiden, einem vertrauten, auf den ersten Blick vielleicht günstigeren Zulieferer den Laufpass zu geben.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)

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