Computerspiel schickt Spieler als Reporter nach Jerusalem
publiziert: Montag, 22. Okt 2007 / 22:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Okt 2007 / 23:01 Uhr

Kopenhagen - Unter dem Namen «Global Conflicts: Palestine» wurde nun ein Computerspiel vorgestellt, das den Spieler als Journalisten in das heutige Jerusalem schickt.

«Global Conflicts: Palestine» soll zum Nachdenken über Konflikte anregen.
«Global Conflicts: Palestine» soll zum Nachdenken über Konflikte anregen.
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In der Manier eines Real-World-Adventures sollen dabei durch die eigene Recherche die Hintergründe des israelisch-palästinensichen Konflikts aufgearbeitet werden. Das präsentierte Spiel ist das erste Produkt der dänischen Software-Firma Serious Games Interactive.

«Wir wollen mit diesem Projekt vor allem einmal zeigen, welche anderen Wege man mit einem Computerspiel beschreiten kann», erklärt Simon Egenfeldt-Nielsen, CEO von Serious Games.

Ernsthafte Themen in Spielen aufgreifen

«Unsere Intention war von Anfang an, einen interessanten und ernstzunehmenden Ansatz zu finden, um die Thematik Nahost-Konflikt einem breiten Publikum zugängig zu machen», so der Chefentwickler weiter.

Egenfeldt-Nielsen, der seit mehreren Jahren auch wissenschaftlich der Frage des erzieherischen Nutzens von Computerspielen nachgeht, will mit dem neuen Produkt verstärkt ernsthafte Themen in der Spielergemeinde verankern.

Zu diesem Zweck habe man eine entsprechende Online-Community installiert, die es Interessierten aus aller Welt ermöglichen soll, das Spiel aber auch die politische Situation generell zu diskutieren.

Einfach zu bedienendes Interface

In «Global Conficts: Palestine» begiebt man sich als einer von zwei New Yorker Nachwuchsjournalisten in das Krisengebiet im Nahen Osten. Dort angekommen, muss man sich zunächst entscheiden, für welche Zeitung man schreiben will.

Je nach Orientierung bieten sich die neutrale «Global News», die «Israeli Post» und die «Palestine Today» an, um die eigenen Artikel virtuell zu veröffentlichen.

Ein einfach zu bedienendes Interface ermöglicht dem Spieler dabei die Interaktion mit der virtuellen Welt. Zur Recherche werden Gespräche mit Charakteren von beiden Konfliktseiten geführt.

Sechs Reportage-Aufträge

Sechs Reportage-Aufträge führen den Spieler dabei durch eine offene 3D-Umgebung. Die vom Spieler verfassten Beiträge und sein Verhalten haben dabei massgeblichen Einfluss auf das Spielgeschehen.

Entschliesst man sich so zum Beispiel, eher kritisch gegenüber der israelischen Armee zu schreiben, bekommt man weniger Insider-Informationen der Militärs.

Werden die Selbstmordattentate der arabischen Fundamentalisten in den eigenen Artikeln verdammt, gestaltet es sich als schwierig, Kontakt zur palästinensischen Bevölkerung aufzubauen.

Mehr Spiele dieser Art sollen folgen

Während der Recherche zeigt dabei ein Balken den Status bei beiden Fraktionen an, der schlagartig seine Farbe ändern kann, wenn man allzu kritisch nachfragt oder kommentiert.

«Mit 'Global Conflicts: Palestine' haben wir einen sehr komplexen und festgefahrenen Konflikt unserer Zeit thematisiert», stellt Egenfeldt-Nielsen fest.

Der am 19. Oktober in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienene Titel sei aber nur der Auftakt einer Reihe von Spielen dieser Art. «Mit der Conflict-Serie verfolgen wir ein längerfristiges Ziel», erläutert er.

Laut dem Softwareentwickler sei man zur Zeit schon mit der Arbeit am nächsten Teil der Serie beschäftigt, der in Lateinamerika angesiedelt werden soll.

(tri/pte)

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