Bluetooth 4.0: Sensoren bald allgegenwärtig
publiziert: Sonntag, 8. Apr 2012 / 18:14 Uhr
Ein erster grosser Einsatzort wird die Medizintechnik sein, wo mit 200 Mio. verkauften Bluetooth-Geräten bis 2015 gerechnet wird.
Ein erster grosser Einsatzort wird die Medizintechnik sein, wo mit 200 Mio. verkauften Bluetooth-Geräten bis 2015 gerechnet wird.

San Francisco - Das Smartphone erhält durch den neuen Funkstandard Bluetooth-4.0 viele zusätzliche Anwendungsgebiete weit jenseits bisher vorstellbarer Grenzen.

Ein Treffen der Bluetooth Special Interest Group (SIG) in San Francisco diese Woche hat klar gezeigt, in welche Richtung der Trend geht. «Die jüngste Bluetooth-Generation ist schneller, sicherer und effizienter. Fast jeder Alltagsgegenstand wird künftig Bluetooth-tauglich», so der euphorische SIG-Marketingchef Suke Jawanda gegenüber dem IT-Portal Cnet.

Stromsparer und Weitenrekordler

Bluetooth-4.0 wurde zu Jahresende 2009 spezifiziert, ein Jahr später folgten erste Chips. Sein «Low Energy»-Protokollstapel erlaubt es, Übertragungen in fünf Millisekunden aufzubauen, was den Stromverbrauch um bis auf ein Zehntel reduziert. Zudem können Verbindungen noch in 100 Meter Distanz aufrecht erhalten werden. Unterstützung dieser Technik lieferte die 2011er-Reihe von Apples MacBook Air und Mac mini. Auch das iPhone 4S, das iPad 3, das Motorola RAZR XT910 sowie das Ultrabook Aspire S3 von Acer sind gerüstet. Eine Boom wird mit dem Start von Windows 8 erwartet, das direkte Treiberunterstützung liefert.

Funk als Segen für Diabetes und Epilepsie

Ein erster grosser Einsatzort wird die Medizintechnik sein, wo die SIG mit 200 Mio. verkauften Bluetooth-Geräten bis 2015 rechnet. Ein Beispiel liefert die SmartWatch für Epileptiker der Firma SmartMonitor, die dank spezieller Algorithmen die typischen Bewegungen schwerer Anfälle erkennt, sie dokumentiert und eine Verbindung zum Android-Smartphone des Patienten aufbaut. Dabei wird auch ein Notruf an Helfer eingeleitet.

Für Diabetiker entwickelt wurde das CoreMD, ein Gerät zur Aufzeichnung der Insulinwerte. Es wird am Körper befestigt und schickt Daten ans Smartphone, wobei man vom Handy aus Glukose oder Glucagon verabreichen kann. Bisher ist das Gerät noch im Prototyp-Stadium, die Marktreife wird für 2015 erwartet. Siemens erleichtert Menschen mit Hörbeeinträchtigung durch sein Bluetooth-Hörgerät Aquaris das Schwimmen und macht zugleich das MP3-Hören möglich.

Jeder Schlag registriert

Eine weiteres wichtiges Produktfeld betrifft Sport und Fitness, wo demnächst 60 Mio. Produkte abgesetzt werden sollen. Etwa von Blastmotion, der demnächst Zwei-Gramm-Sensoren für Golf-, Tennis- oder Hockeyschläger auf den Markt bringt, die alles mitzählen, was nur analysierbar ist. Ähnlich schickt der Blue SC Sensor von Wahoo Signale aus Magneten am Rad oder Pedal eines Fahrrads an das Smartphone. Polar bringt mit RCX3 eine Sportleruhr, die neben Herzschlag auch Geschwindigkeit und Trainingsfortschritt misst.

Die neuen Möglichkeiten der Drahtlosigkeit machen selbst vor Bürstenstrich-messenden Zahnbürsten nicht Halt, oder vor «Smartphone-Hundeleinen» wie jene von Zomm, bei der eine kabellose Pille ab einer bestimmten Distanz zum Besitzer lospiepst und zugleich als Mikrofon dient. Doch auch in Gebäudesteuerung, Automatisierung und Inventarisierung sind wesentliche Fortschritte denkbar. «Bluetooth Low Energy wird sich zur Universalsprache aller Geräte etablieren», so die Prognose Jawandas.

 

 

(fest/pte)

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