Ascom hält sich nur knapp in den schwarzen Zahlen
publiziert: Mittwoch, 5. Sep 2007 / 08:12 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 5. Sep 2007 / 14:05 Uhr

Zürich - Der Berner Technologiekonzern Ascom steuert schnurgerade auf ein Verlustjahr hin. 2007 wird laut Finanzchef Alberto Romaneschi «sehr wahrscheinlich» mit roten Zahlen abschliessen.

Wesentlich belastet worden sei der Gewinn vom «unbefriedigenden operativen Ergebnis» der Geschäftseinheit Traffic.
Wesentlich belastet worden sei der Gewinn vom «unbefriedigenden operativen Ergebnis» der Geschäftseinheit Traffic.
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Der Grund: Ein Grossteil der Restrukturierungskosten von bis zu 60 Mio. Franken werden das laufende Jahr belasten. Ascom bleibt damit eine Baustelle. Einzelne Unternehmensbereiche arbeiten nicht profitabel.

Im ersten Halbjahr 2007 hat Ascom denn auch ein unbefriedigendes Resultat erzielt. Der Umsatz schrumpfte um 4 Prozent auf 264,1 Mio. Franken. Der Betriebsgewinn erreichte noch 2,4 Mio. Franken, nach 8,2 Mio. im Vorjahr, und der Reingewinn sackte von 4,8 Mio. Franken auf noch 1,1 Mio. Franken ab.

«Stossrichtung stimmt»

Die vollen Auftragsbücher und eine gesunde Bilanz stimmen die Ascom-Führungsspitze dennoch zuversichtlich. Die Stossrichtung stimme, sagte der neue Konzernchef Riet Cadonau an der Halbjahresmedienkonferenz in Zürich.

Doch gebe es «substanzielles Kosteneinsparungspotenzial» sagte Cadonau. Während die Geschäfte mit drahtloser Kommunikation (Wireless Solutions) florierten, laufe es in der Sicherheitssparte nicht rund.

Aus sieben werden drei

Die sieben Geschäftsfelder der Security Solutions sollen deshalb zu drei zusammengefasst werden. Dadurch entstehen die Einheiten Security Communication (Defense und Public Safety), Telecom Solutions (Telco Net Services, Mobile Test Solutions und System and Solutions), an denen nicht gerüttelt werden soll.

Die Sorgenkinder werden in einer dritten Einheit zusammengefasst. Unter Beobachtung stehen hier der unrentable Geschäfstbereich Traffic und die Industrielösungen.

(fest/sda)

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