Apple schliesst Gerüchteplattform
publiziert: Donnerstag, 20. Dez 2007 / 16:56 Uhr

Cupertino - Der Computer- und Smartphone-Hersteller Apple hat die Schliessung der Website Think Secret durchgesetzt. Der Betreiber der Skandal- und Gerüchte-Homepage, Nick Ciarelli, willigte unter der Bedingung ein, seine Quellen nicht preisgeben zu müssen.

Die Schliessung von Think Secret wird wohl nur negative Auswirkungen auf Apple haben.
Die Schliessung von Think Secret wird wohl nur negative Auswirkungen auf Apple haben.
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Weiterführende Links zur Meldung:

Die Pressemitteilung von Think Secret
Das komplette Statement zur Übereinkunft zwischen Think Secret und Apple.
thinksecret.com

Der Konzern stimmte diesem Punkt zu. Grund des Rechtsstreits waren vorab angekündigte Apple-Produkte und Innovationen über die Seite, welche im Konzern strengster Geheimhaltung unterliegen.

«Neben Think Secret gibt es eine Unmenge an Homepages, die ähnliche Inhalte vor allem über das iPhone verbreiten. Apple zeigt hier keine feine Hand. Die Resonanz aus der Community ist ein Katz- und Mausspiel. Ist eine Domain abgestellt, geht die nächste mit dem gleichen Inhalt online», erklärt Markenexperte Markus Hübner, Geschäftsführer von Brandflow.

Kein zeitgemässer Ansatz

Gerade im Zeitalter von Web 2.0 brodelt die Gerüchteküche. Hübner führt aus: «Die Community lebt. Apple wird das nicht verhindern können.»

Der Kommunikationswulst sei für Konzerne wie Apple nicht mehr überschaubar.

«Kontrolle durch Einschränkungen in Erwägung zu ziehen ist kein zeitgemässer Ansatz. Ein vernünftiger Dialog mit den Apple-Fans, das gemeinsame Gestalten von Produktneuheiten und Open-Source-Marketing wären bedeutend sinnvoller, als zu klagen. Solche Fehler bleiben in den Köpfen der Konsumenten und schädigen die Marke», heisst es von Hübner.

Vorwurf der Zensur

Ciarelli betont, er sei mit der Einigung zufrieden und die Schliessung der Seite gereiche zum Vorteil beider Parteien. Branchen-Insider sprechen trotzdem von Zensur.

Die Übermacht des Konzerns, der die Klage bereits 2005 eingereicht hat, hatte zu starken Druck auf Ciarelli ausgeübt. Dieser will sich nun wieder intensiver auf sein Studium konzentrieren und andere journalistische Aufgaben bewältigen.

«Apple hat mit der Klage gegen Think Secret in meinen Augen einen strategischen Fehler begangen. Der Fokus der Community wird durch diese Geschichte auf Informationen aus zweiter Hand gezogen, weil sie von Apple das Signal bekommt, solche Informationen seien tatsächlich relevant.»

«Das heisst, dass sich Teile der Community in Zukunft die Neuigkeiten über Apple aus anderen, Think-Secret-ähnlichen Quellen besorgen werden», meint Hübner.

Konkurrenz bleibt informiert

Hübner hält fest, «dass die Trend-Scouts von Apple-Konkurrenten wie Nokia oder Sony Ericsson so oder so bestens informiert sind.»

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese von Think Secret in irgendeiner Weise profitiert hätten. Der Konkurrenz von Apple bringt die Schliessung der Website weder Vor- noch Nachteile, Apple selbst dürfte daraus aber grösseren Schaden als Nutzen ziehen.»

(rr/pte)

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