Antennenmoratorium harzt
publiziert: Mittwoch, 2. Apr 2003 / 13:01 Uhr

Bern - Die im März 2002 lancierte eidg. Volksinitiative Moratorium für Mobilfunkantennen findet offenbar wenig Anklang. Es sind erst 30 000 von 100 000 nötigen Unterschriften beisammen. Jetzt intensiviert das Initiativkomitee seine Bemühungen.

Mobilfunkantennen sind nicht nur in den Städten zu finden.
Mobilfunkantennen sind nicht nur in den Städten zu finden.
Die Unterschriftensammlung laufe harzig, bestätigte Stefan Day vom Initiativkomitee einen Bericht der Berner Zeitung. Es werde wohl schwierig sein, den Rückstand aufzuholen. Das Initiativkomitee verfüge halt über viel kleinere personelle Ressorurcen als politische Organisationen.

Das Komitee wechselt nun die Sammelmethode. Es sucht Leute, die 50 oder 100 Unterschriften versprechen, und zwar ohne Entlöhnung: Wir brauchen Leute, die das Problem erkannt haben, die vielleicht eine Mobilfunkantenne in ihrer Nachbarschaft haben, sagte Day.

Die Frist für die Einreichung der Initiative läuft Mitte September ab.

Gemäss der Initiative soll der Ausbau von Mobilfunkantennen in der Schweiz so lange unterbrochen werden, bis das Parlament überzeugt ist, dass ihre Strahlen für den Menschen unbedenklich sind. Während des Moratoriums soll erforscht werden, wie sich die beim Mobilfunk verwendete Technik auf Mensch und Umwelt auswirkt.

Die Initiative will zudem die Beweislast, dass gepulste Strahlung unbedenklich sei, an die Telefongesellschaften abgeben. 8000 Mobilfunkantennen stehen heute in der Schweiz. Ein Ende des Baubooms ist angesichts der neuen Handy-Generation nicht abzusehen.

(bsk/sda)

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