Sexting nimmt zu
Anonyme Chat-App entsetzt Jugendschützer
publiziert: Dienstag, 3. Dez 2013 / 09:23 Uhr
Sexting unter Minderjährigen nimmt zu.(Symbolbild)
Sexting unter Minderjährigen nimmt zu.(Symbolbild)

Ontario/Wien - Die App Kik wird von der Polizei als das «Nummer-Eins-Social-Media-Problem» bezeichnet, in das Teenager verwickelt sind. Ähnlich wie WhatsApp ist Kik eine kostenlose Chat-Anwendung, die es ihren Usern jedoch erlaubt, mit völlig Fremden anonym in Kontakt zu treten.

8 Meldungen im Zusammenhang
Kreiert wurde die Anwendung für User ab 17 Jahren, das Hauptklientel ist jedoch gerade einmal elf bis 15 Jahre alt. Sexting bleibt eines der grössten Gefahren für die Jugendlichen.

Nicknames als Gefahr

«Solch eine App ist für den Jugendschutz katastrophal. Das öffnet Pädophilen Tür und Tor», entrüstet sich der Wiener Jugendanwalt Anton Schmid im Inteview mit pressetext und fügt hinzu: «Das Internet zeigt uns die Grenzen der althergebrachten Jugendschutzmethoden auf. Es ist viel zu schnelllebig, um mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können.»

Die App hat bereits über 80 Mio. Nutzer weltweit und kann auf allen gängigen Smartphone-Betriebssystemen installiert werden. Statt der Telefonnummer oder des echten Namens, hat jeder einen Nickname. Vor allem in Kombination mit dem Fotodienst Instagram kann Kik gefährliche und für Teens nicht abschätzbare Konsequenzen haben.

Fotos werden dort öffentlich gepostet. Anschliessend werden andere mit «Kik me» dazu einladen, privat mit ihnen zu chatten. Die Polizei hat bereits des Öfteren Bedenken Bedenken in Bezug auf den anonymen Zugang für Pädophile geäussert. «Das Wichtigste ist eine gute medienpädagogische Erziehung. Junge Menschen müssen darauf vorbereitet werden, was sie im Web erwartet», fordert Schmid.

Nicht-jugendfreie Inhalte

Auch Sexting über Kik ist sehr beliebt und kann nur schwer von Minderjährigen ferngehalten werden. Vier Prozent der Teenager, die ein Smartphone besitzen, haben über verschiedene Dienste bereits Nacktbilder von sich versendet und 15 Prozent ebensolche Inhalte von ihnen bekannten Personen erhalten, erläutert das amerikanische National Center for Missing and Exploited Children.

Warum Kik bei der jüngeren Generation so populär ist, erklärt zum Beispiel die neueste Kampagne der beliebten Teenie-Boyband One Direction. Diese brachte vergangene Woche spezielle Digital Cards auf den Markt, über welche die Gruppe exklusive Inhalte veröffentlichen kann. Fans können sich auf der Plattform austauschen.

(ig/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mehr Jugendliche erhalten oder senden Nackt-Fotos.
Melbourne - Das Senden von Textnachrichten oder Bildern mit sexuellem Inhalt via Smartphone, sogenanntes Sexting, nimmt unter Jugendlichen immer mehr zu, wie eine neue Erhebung der ... mehr lesen
Pro Juventute hat eine Kampagne ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Sechs Prozent der Befragten gaben an, selbst schon erotische Inhalte von sich über das Mobiltelefon verschickt zu haben.
Zürich - Sexting - das Versenden von Nacktbildern übers Mobiltelefon - ist für Schulen und Betroffene eine zunehmende Bedrohung. Mit einer nationalen Kampagne will Pro Juventute über ... mehr lesen
London/Leicestershire - Hunderte ... mehr lesen
England verzeichnet mehr Fälle von Erpressung und Missbrauch im Web.
Die professionelle SMS-Businesslösung
aspsms.com
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Verkaufen Sie uns Ihr Handy, Tablet oder iPod
Die professionelle und zeitgemässe Zweifaktor-Authentisierung
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich ...
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April 2017, auf der Messe Zürich, vermitteln die Messen einen umfassenden Marktüberblick. mehr lesen 
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten ... mehr lesen  
«vitrivr»  Informatiker der Universität Basel haben ein Verfahren entwickelt, das eine Suche in Bild- und Videodatenbanken mithilfe von Handskizzen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 6°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 8°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 10°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 4°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 9°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 4°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 8°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten