Viren auf dem Vormarsch
Android wird krank - das «neue Windows»
publiziert: Mittwoch, 25. Mai 2011 / 09:10 Uhr
Laut Kasparsky läuft auf 96 Prozent der Android-Handys über 5 Monate alte Software.
Laut Kasparsky läuft auf 96 Prozent der Android-Handys über 5 Monate alte Software.

Bochum - Bösartige Software verbreitet sich mehr und mehr auf Smartphones. Vor allem Android-Betriebssysteme sind aufgrund häufig veralteter Versionen stark betroffen. Ein Anti-Viren-Programm auf dem Handy gewinnt daher mehr und mehr an Bedeutung.

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Der IT-Security-Spezialist G Data veröffentlichte am Dienstag die auf der CeBIT angekündigte «MobileSecurity» für Android. «Die mobilen Geräte sind inzwischen zum Lebensmittelpunkt in Sachen Kommunikation geworden», erklärt G Data-Sprecher Thorsten Urbanski im Gespräch mit pressetext. Er warnt, dass sich viele User dabei der steigenden Gefahr durch Viren nicht bewusst sind. Doch Malware-Schreiber nehmen Smartphone immer stärker ins Visier - wobei ihr Erfolg speziell die Google-Plattform zur Zielscheibe macht.

Immer mehr Android-Malware

«Allein in den vergangenen drei Monaten gab es mehr als 310 neue Schädlinge für mobile Plattformen», sagt Urbanski. Auf den ersten Blick ist das nicht viel, doch bedeutet es eine gewaltige Steigerung. Denn im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte G Data knapp 60 neue mobile Schädlinge beobachtet. «Der wachsende Marktanteil von Googles Betriebssystem macht Android für Onlinekriminelle dabei deutlich interessanter als andere Systeme», so der G Data-Sprecher. Einer aktuellen Studie von Juniper Networks zufolge ist die Zahl der Malware-Attacken gerade auf Android gegenüber dem Sommer 2010 um 400 Prozent angestiegen. Laut G Data steigt auch der Anteil am Gesamtvolumen.

Während der rund um den Jahreswechsel vielbeachtete Android-Trojaner «Geimini» in der Regel an Spiele-Apps in Drittanbieter-Stores angehängt war, sind im März dieses Jahres verseuchte Apps auch im offiziellen Android Marketplace aufgetaucht. «Für Anwender ist es dabei kaum möglich, eine Original-App von einer infizierten Fälschung zu unterscheiden», warnt Urbanski. Das macht eine mobile Sicherheitslösung zunehmend unverzichtbar. «Privat- und Businessnutzer speichern alle wichtigen und unwichtigen Daten auf mobilen Geräten, private wie dienstliche. Diese Daten gilt es zu schützen», betont er.

Android wird zum «neuen Windows»

Auch die Sicherheitsgruppe des IT-Unternehmens Kaspersky hat den neuesten Malware-Report vorgestellt. Darin wird Android aufgrund von Trojanern, veralteter Software und stetig wachsender Zahl an Viren als das «neue Windows» bezeichnet. So hätte sich die Zahl der Schädlinge jährlich verdoppelt.

Problematisch sei vorallem, dass auch Apps aus unzuverlässigen und unsignierten Quellen auf dem Smartphone installiert werden könne. Kasparsky warnt also vor allem auch davor, Software aus anderen Quellen als dem Android-Market zu beziehen.

Viren am Zahltag

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet G Data mit einem weiteren Anstieg mobiler Schädlinge. «Wenn Bezahldienste mit Smartphones realisiert werden, steigert auch das die Attraktivität für Kriminelle», erläutert Urbanski. Das ist gerade im Fall von Android hochaktuell, das seit Version 2.3 NFC unterstützt. Zudem soll Google bereits an einem Bezahlsystem arbeiten. Passende Smartphone-Malware könnte also in Zukunft sehr direkt an die digitale Brieftasche gehen.

Indes ortet G Data bei Android eine Chance, dass die Plattform auch zur Bewusstseinsbildung bei Usern beitragen kann. MobileSecurity macht sich dazu zunutze, dass unter Android anders als bei Windows-PCs ganz klar nachvollziehbar ist, zu welchem Programm ein entdeckter Schädling gehört. Eben diese Information - welche App verseucht war - bekommt der Nutzer am Display angezeigt. Dadurch kann der User eher nachvollziehen, wo genau er sich einen Schädling womöglich durch die eigene Unachtsamkeit eingehandelt hat.

(dyn/pte)

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