Können Apps die richtigen Videobearbeitungs-Programme ersetzen?
Android, iOS & Windows 8: Videobearbeitungs-Apps fürs Tablet
publiziert: Dienstag, 19. Mrz 2013 / 08:38 Uhr

Für Tablets existieren zahlreiche Apps, darunter auch Mini-Programme für die Bearbeitung von Videos. Die Videoschnitt-Apps können natürlich kein richtiges Schnitt­programm wie Adobe Premiere oder Final Cut für den Computer ersetzen.

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Für die schnelle, kleine Bearbeitung direkt auf dem Tablet oder für Hobby-Filmer reichen diese in ihrem Funktions­umfang aber völlig aus. Zudem steht bei fast allen Video­bearbeitungs-Apps das direkte Teilen von Videos auf Facebook, YouTube und Co. zur Verfügung.

Es gibt bereits einige Mini-Anwendungen für die Betriebs­systeme Android, Apple iOS oder Windows 8 bzw. RT. Jede der nachfolgenden Apps sollte über eine WLAN-Verbindung herunter­geladen werden, da die ein oder andere Datei eine Grösse von bis zu 1 GB haben kann. Ansonsten können je nach Mobilfunk-Tarif gegebenenfalls hohe Kosten beim Datentransfer anfallen bzw.

das im Tarif enthaltene Datenvolumen mit einem Schlag aufgebraucht sein. Im Folgenden haben wir für Sie eine Übersicht zu einigen Videoschbearbeitungs-Apps für Tablets zusammengetragen. Dabei handelt es sich um eine Auswahl an kostenlosen und teils kostenpflichtigen Apps, die Sie zusätzlich noch gerne über unser Forum um Ihre Favoriten und Erfahrungen ergänzen können.

Magisto - Video Editor für Android

Bei einem kostenlosen Videoschnittprogramm für Android und Apple iOS handelt es sich um den Video Editor von Magisto. Die Handhabung ist sehr einfach und erfolgt automatisch. Dies bedeutet, der Nutzer muss sein Video nicht selber schneiden, da die KI-Technologie das jeweilige Video selbstständig analysiert und die besten Szenen mit zuvor ausgewählter Musik zusammensetzt. Dabei kommen automatisch Übergänge, Effekte, Filter und eine Video-Stabilisierung zum Einsatz. Die Magisto-App eignet sich daher eher für Einsteiger bzw. Personen, die bisher noch keine Erfahrung mit dem Videoschnitt hatten. Der Video Editor kann für Tablets mit Android ab der Version 2.3.3 (Grösse: 18 MB) oder mit iOS ab 4.3 Grösse: 17,2 MB) genutzt werden.

VidTrim - Videos «trimmen»

AndroVid Video Trimmer von Zeoxy VidTrim ist eine kostenlose Videoschnitt-App von Gosett für Besitzer eines Android-Tablets. Mit dem Programm kann das Video direkt auf dem mobilen Endgerät geschnitten werden. Wer zusätzlich noch Effekte oder Übergängen einfügen möchte, muss dafür aber die kostenpflichtige Version VidTrim Pro für einmalig 2,17 Euro herunterladen (Grösse: 9,4 MB), ansonsten erscheint ein automatisches Wasserzeichen auf allen gemachten Videos. Beide VidTrim-Varianten stehen ab Android 2.1 oder höher zur Verfügung.

AndroVid Video Trimmer für Android

Ebenfalls in einer kostenlosen und kostenpflichtigen Version (Grösse: 7 MB) für einmalig 1,89 Euro erhältlich ist die App AndroVid Video Trimmer von Zeoxy. Die App bringt einen recht grossen Funktionsumfang mit. So können die Video- und Audio-Dateien nicht nur geschnitten, sondern auch in andere Formate umgewandelt werden. Zu den Video-Effekten gehören beispielsweise Slow Motion, Spiegel oder negieren. Beide Versionen von AndroVid Video Trimmer sind für Android-Tablets ab 2.1 ausgelegt.

Apple iOS - iMovie oder doch Corel Pinnacle Studio?

Von dem Apple-Programm iMovie gibt es eine auf das iPad zugeschnittene App. Diese kostet einmalig 4,49 Euro und kann über den AppStore heruntergeladen werden - die Datei ist 496 MB gross und die App erfordert iOS 6.0 oder neuer. Die Funktionen sind auf die Nutzung ab Touchscreen angepasst, daher fehlt die ein oder andere Menüleiste bzw. wird vereinfacht dargestellt. Neben den üblichen Funktionen für die Videobearbeitung stehen dem Nutzer der iMovie-App auch Vorlagen für Filmtrailer oder Themen, die bereits passende Übergänge, Titel und einen Soundtrack bieten, zur Verfügung. Zudem kann der Nutzer seine erstellten Videos wieder auf YouTube, Facebook, Vimeo und Co. teilen.

Corel Pinnacle Studio für iPad

Die Videobearbeitungs-App Corel Pinnacle Studio für das iPad ist das ehemalige Avid Studio, welches in direkter Konkurrenz zu Apples Eigenmarke iMovie steht. Die App kostet einmalig 11,99 Euro, hat eine Datei-Grösse von 57,3 MB und ist für Tablets mit iOS ab der Version 5.1 oder höher ausgelegt.

Das Programm ist wieder für die Eingabe per Multitouch zugeschnitten und bietet unter anderem Werkzeuge für die Korrektur des Video- oder Bild-Materials. Ferner unterstützt die Corel-App sogar den HD-Export mit 1080p. Die Videos können dann direkt auf den gängigen Social-Media-Kanälen geteilt werden.

Cinefy - Special FX Studio

Sehr schlicht und einfach gehalten ist die kostenlose iPad-App Cinefy für Tablets ab iOS 4.3. Die Download-Datei ist sogar 1,01 GB gross. Der Nutzer kann mit der App eigene Videos mit Musik unterlegen und Effekte hinzufügen. Die Eingabemaske ist sehr übersichtlich gehalten und der Nutzer kann seine Videos wie üblich trimmen. Im Vergleich mit iMovie und Pinnacle Studio kann diese Videobearbeitungs-App allerdings nicht mithalten und bietet auch einen deutlich geringeren Funktionsumfang. Die Entwickler haben eher den Fokus auf vorgefertigte Special-Effekte gelegt.

Videos bearbeiten auf Tablets mit Windows 8 oder Windows RT

Das Betriebssystem Windows RT kommt derzeit nur auf Tablets zum Einsatz. Die Videoschnitt-Apps sind für die abgespeckte Version von Windows 8 im Vergleich zu den Angeboten für Android und Apple iOS noch recht überschaubar. Allerdings existieren bereits auch Tablets mit «echtem» Windows 8. Der Besitzer hat bei diesen mobilen Geräten den Vorteil, dass es alle kompatiblen Videoschnitt-Programme auch mobil auf den Tablet nutzen kann, wobei er für die komfortable Nutzung eine zusätzliche Tastatur und Maus benötigt. Ausserdem sollten natürlich die jeweiligen Hardware-Voraussetzungen des Programms erfüllt sein.

Magix Movie Edit Touch

Bei einer der aufs Tablet zugeschnittenen App für Windows 8 und Windows RT handelt es sich um Movie Edit Touch von Magix. Die App kann in einer Trial-Version kostenlos im Windows Store heruntergeladen werden. Die Vollversion kostet einmalig 4,99 Euro. Es sind die gängigen Funktionen für die Videobearbeitung vorhanden. Zudem stehen einige Effekte und Übergänge sowie die Video-Korrektur bereit. Als Voraussetzungen werden vom Hersteller als Mindestanforderung ein Dual-Core-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,5 GHz sowie ein Arbeitsspeicher mit einer Kapazität von 2 GB angegeben. Für die Programminstallation sollte ein freier Speicher von 100 MB vorhanden sein.

Cyberlink PowerDirector Mobile

Der Cyberlink PowerDirector Mobile ist nur für Tablets mit Windows 8 ausgelegt. Das Tablet sollte ebenfalls über einen 1,5-GHz-Dual-Core-Prozessor sowie über mindestens 2 GB RAM verfügen. Die App ist für einmalig 12,49 Euro im Windows Store zu haben. Mit dem Mini-Programm können die Videos direkt im Internet veröffentlicht oder für die weitere Bearbeitung an PowerDirector 11 übertragen werden. Die Windows-8-App bietet die fünf Menü-Punkte Import, Bearbeitung, Style, Vorschau und Produktion.

Fazit: Videoschnitt-Apps sind ein nettes Gadget

Neben den aufgeführten Apps werden einige Tablets bereits mit kostenlosen, vorinstallierten Videobearbeitungs-Anwendungen mit kleinem Funktionsumfang ausgeliefert. Bei Android gehört dazu beispielsweise der Video Editor oder auch das Video Studio. Wie bereits zu Beginn erwähnt wurde, können Videoschnitt-Apps fürs Tablets noch nicht den Funktionsumfang eines richtigen Videoschnitt-Programms ersetzen und eignen sich nicht für den professionellen Schnitt von bewegten Bildern, aber durchaus für den Heimvideo-Bereich.

Auf Grund des vergleichsweise kleinen Displays einen Tablets dürfte gerade das Schneiden der Materials bei mehreren Video- oder Audio-Spuren bzw. das Einfügen von Übergängen auch durchaus eine Fummelei werden. Dennoch zeigen gerade Mini-Anwendungen wie iMovie und Corel Pinnacle Studio fürs iPad sowie Magix Movie Edit Touch für Windows 8 bzw. RT auf, dass der Weg zur guten Videobearbeitung nicht mehr all zu lang ist.

Fest steht auch, wer seine Videos über Tablets öfter bearbeiten möchte, sollte lieber zu einer kostenpflichtigen App bzw. Version greifen. Denn sonst stehen entweder nicht alle Funktionen zur Verfügung oder die Videos werden vom Entwickler mit einem Wasserzeichen versehen.

Die professionelle Bearbeitung von Videos auf dem Tablet ist somit derzeit nur auf den Windows-8-Tablets möglich, da mit entsprechendem Zubehör und Software sich das mobile Gerät schnell zum kleinen Videoschnitt-Platz umwandeln lässt. Natürlich müssen dabei auch die Hardware-Komponenten im Blick behalten werden, wie ausreichend Arbeitsspeicher und ein schneller Prozessor.

(Marleen Frontzeck/teltarif.ch)

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