Günstige Alternative
Android-Handy Samsung Galaxy Ace im Test
publiziert: Freitag, 11. Mrz 2011 / 11:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 11. Mrz 2011 / 12:26 Uhr

Der koreanische Hersteller Samsung bietet eine ganze Reihe an Smartphones im mittleren Preissegment, die unter dem Betriebssystem Android 2.2 (Froyo) laufen. Das im vergangenen Monat in den schweizer Handel gekommene Samsung Galaxy Ace ist eines dieser Handys.

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Das Quadband-GSM-Gerät wird über einen TFT-Touchscreen mit einer 8,9 Zentimeter langen Diagonale bei 320 mal 480 Pixel Auflösung bedient und bietet HSDPA für schnelle mobile Datenübertragungen, WLAN für den Internetzugang an Hotspots, A-GPS zur Nutzung standortbezogener Dienste wie beispielsweise Google Maps sowie eine 5-Megapixel-Kamera. Wir haben das Samsung Galaxy Ace im Handy-Test unter die Lupe genommen.

Google- und Samsung-Dienste

Bedient wird das Samsung Galaxy Ace über den Touchscreen und eine virtuelle QWERTZ-Tastatur mit der installierten Texteingabesoftware Swype. Über eine mechanische Ziffern- oder Volltastatur verfügt das Gerät nicht. Angetrieben wird das 11,5 Millimeter flache und 113 Gramm schwere Samsung Galaxy Ace von einem 800-MHz-Prozessor, und das Smartphone läuft unter dem Betriebssystem Android 2.2 (Froyo) mit aufgelegter TouchWiz-3.0-Benutzeroberfläche mit bis zu sieben Homescreens. Das heisst, auf dem Handy sind nicht nur die Android-typischen Google-Dienste wie die (Sprach-)Suche, Google Mail, der Instant Messenger Google Talk, der Navigationsdienst Google Maps, der Social-Networking-Service Google Latitude und der YouTube-Client zum Abspielen von Videos installiert.

Samsung hat den Software-Umfang auch um die AllShare-Funktion zum drahtlosen Übertragen von Medieninhalten vom Handy auf andere Abspielgeräte, den Social Hub fürs Bündeln von SMS-, Mail-, Instant-Messaging- und Social-Media-Diensten sowie die Office-Software Office Mobile von Thinkfree ergänzt. Allerdings finden sich im Social Hub nur Verknüpfungen zu den mobilen Webportalen von Facebook, Twitter & Co., es handelt sich dabei nicht um ein Widget, das automatisch die Status-Mitteilungen oder Tweets von anderen aktualisiert und anzeigt.

Nach dem Einrichten des Google-Kontos auf dem Smartphone, werden automatisch der E-Mail-Posteingang, das Adressbuch und die Picasa-Bildergalerie synchronisiert. Im Adressbuch des Mobiltelefons können Kontakte nach Gruppen (etwa «Arbeit», «Familie» oder «Freunde») sortiert oder die Ansichten durch spezielle Filter nach Diensten («Google», «Twitter» oder «Facebook») angepasst werden. Gesucht werden können einzelne Kontakte durch Eingabe des Personen- oder auch des Firmennamens.

Update auf Android Gingerbread ist vorgesehen

Android 2.2 (Froyo) wird gerade durch die neue Android-Version 2.3 (Gingerbread) abgelöst. Zu den Neuerungen des Android-Betriebssystems, die Froyo damals brachte, zählen unter anderem Flash-Support, die WLAN-Hotspot-Funktion fürs Handy und die Möglichkeit, Apps auf der wechselbaren Speicherkarte abzulegen. Ein Update des Google-Betriebssystems des Samsung Galaxy Ace auf die Version 2.3 (Gingerbread) ist laut Hersteller vorgesehen, ein Termin ist allerdings noch nicht bekannt. Mit Android Gingerbread erweitern beispielsweise ein VoIP-Client und ein optimiertes Energie-Management den Funktionsumfang des Smartphones.

Weitere Zusatzanwendungen fürs Smartphone können aus dem Android Market oder von der Samsung-eigenen Download-Plattform Samsung Apps heruntergeladen werden. Um Prozessor und Akku zu entlasten, sollten nicht wahllos Apps auf das Handy heruntergeladen und gerade nicht benötigte Anwendungen auf dem Smartphone beendet werden. Welche Apps gerade aktiviert sind und welche anderen Smartphone-Anwendungen laufen, kann der Nutzer des Samsung Galaxy Ace durch längeres Drücken auf die zentrale Home-Taste überprüfen - dann öffnet sich der Taskmanager, der aktive Programme und die Speicherauslastung des Smartphones und einer eingelegten microSD-Karte anzeigt.

Einfaches Verwalten der Datenverbindungen

Das Samsung Galaxy Ace funkt in GSM-Netzen um 850, 900, 1800 und 1900 MHz und unterstützt neben GPRS auch EDGE, UMTS und HSDPA mit Datenraten von bis zu 7,2 MBit/s im Downstream für Übertragungen über das Mobilfunknetz. Anders als beispielsweise beim Samsung Galaxy S I9000 lässt sich die Mobile-Daten-Schnittstelle schnell und einfach separat deaktivieren. Dazu entfernt der Nutzer das Häkchen an der Option «Paketdaten entfernen» im Menüpunkt «Mobile Netzwerke» - diese Auswahlmöglichkeit findet sich auf dem Samsung Galaxy S nicht. Wie bei dem Galaxy S kann jedoch auch der Nutzer des Galaxy Ace den APN-Typ ändern, zur Auswahl stehen «Internet», «MMS», «DUN» (Bluetooth Dial-Up Networking) sowie Kombinationen dieser APN-Typen.

Kompaktes Android-Smartphone mit Allround-Qualitäten

Alternativ ermöglicht das Samsung Galaxy Ace über die WLAN-n-Schnittstelle den Internetzugriff an Hotspots. Dadurch lassen sich möglicherweise ebenfalls Kosten bei der mobilen Internetnutzung sparen. Beispielsweise kann WLAN als einziger Übertragungsweg für Downloads von zusätzlichen Anwendungen aus dem Samsung-Apps-Store eingestellt werden. Zum intensiven Surfen auf Webseiten eignet sich das Samsung Galaxy Ace aber wegen der vergleichsweise geringen Grösse des Displays nicht. Mit anderen Geräten kommuniziert das Smartphone per Bluetooth 2.1 (mit Audio-Streaming) oder Micro-USB-Verbindung.

5-Megapixel-Kamera und Medienplayer mit Equalizer-Presets

Für Multimedia-Fans ist das Galaxy-Smartphone von Samsung mit einer 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Leuchte zum Aufhellen der Motive ausgerüstet. Einen externen Auslöseknopf bietet die Kamera des Samsung Galaxy Ace nicht, die Einstellmöglichkeiten sind beschränkt, und die Aufnahmen wirken etwas milchig. Zudem hat die Kamera des Galaxy Ace erhebliche Schwierigkeiten bei Hell-Dunkel-Kontrasten. Fürs Veröffentlichen von Schnappschüssen in kleinerem Format in Social-Networking-Portale reicht die Bildqualität aber aus. Videos nimmt die Kamera nur mit einer Auflösung von 320 mal 240 Pixel auf.

Ausserdem sind ein Medienplayer mit Equalizer-Profilen und 5.1-Sound-Effekten sowie einem 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für handelsübliche Kopfhörer und ein UKW-Radio mit RDS-Unterstützung an Bord. Fotos und Musiktitel können auf einer bis zu 32 GB grossen microSD-Speicherkarte aufbewahrt werden, ausgeliefert werden die Handys mit einer 2 GB grossen Speicherkarte. Der interne Handy-Speicher für für E-Mail, MMS-Mitteilungen und Applikationen bemisst sich auf 150 MB.

Der Akku des Galaxy Ace hat eine Leistung von 1 350 mAh und soll für eine Sprechzeit von etwa bis zu zehn Stunden im GSM-Betrieb oder bis zu 6,5 Stunden im UMTS-Modus sorgen. Wer das Handy nur zum Telefonieren und Simsen gebraucht, kommt mit einer Akku-Ladung durchaus mehrere Tage lang aus. Sobald jedoch UMTS und WLAN aktiviert, Messaging- und Social-Networking-Dienste laufen und möglicherweise noch per A-GPS standortbezogene Dienste genutzt werden, baut der Akku wesentlich schneller ab. Bei intensiver Nutzung muss der Akku wohl jeden zweiten Tag aufgeladen werden.

Die Sprachqualität dieses Handys ist gut. Die Stimmen der Gesprächspartner werden recht natürlich übertragen und das Hintergrundrauschen wird wirkungsvoll unterdrückt - das ist sehr angenehm beim Telefonieren.

Vorne hui, hinten pfui

Das Samsung Galaxy Ace ist ein kompaktes Android-Smartphone mit Allround-Qualitäten. Es bietet in einigen Bereichen Features auf gehobenem Niveau (zum Beispiel Android 2.2, WLAN n), in anderen dagegen nicht mehr als Standardkost (5-Megapiyel-Kamera, TFT-Touchscreen, HSDPA 7,2 MBit/s, Bluetooth 2.1). Diesen Mix zeigt das Smartphone auch äusserlich: vorne hui (Glasoberfläche und Chromrahmen), hinten pfui (dünner Plastikdeckel). Das schlägt sich auch im Preis nieder: Ohne Vertrag kostet das Samsung Galaxy Ace im freien Handel ab etwa 320 Franken - gute Mittelklasse eben.

(Björn Brodersen/teltarif.ch)

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