10-Zoll-Tablet mit Jelly Bean und WLAN für 300 Dollar
Amplify will mit Android-Tablets ins Klassenzimmer
publiziert: Dienstag, 19. Mrz 2013 / 10:34 Uhr
Als künftiger Absatzmarkt für Tablet-PCs rücken zunehmend Klassenzimmer in den Focus der Hersteller.
Als künftiger Absatzmarkt für Tablet-PCs rücken zunehmend Klassenzimmer in den Focus der Hersteller.

Als künftiger Absatzmarkt für Tablet-PCs rücken zunehmend Klassenzimmer in den Focus der Hersteller. So wurde im Vorfeld der Ankündigung von Apples iPad mini darüber diskutiert, ob sich Apple mit einem günstigeren Tablet-Modell den Weg in die Schulen der Welt weiter offen halten wolle - was absolut Sinn ergibt, denn mit iPad in der Schule hat Apple längst auch eine Plattform für den Schul-Einsatz seiner Flachrechner etabliert.

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Für das Lernen mit dem iPad existiert längst ein Apple-typisches Komplett-Angebot aus Software, Apps und Inhalten, die perfekt auf die eigene Hardware zugeschnitten sind, so dass Apple derzeit mit dem iPad im Bildungsmarkt die Nase vorn hat - obwohl das iPad eigentlich nicht spezifisch für diesen Markt entwickelt wurde.

Allerdings schläft die Konkurrenz keineswegs - eine auf Lernprodukte spezialisierte Tochter des Medienkonzerns News Corporation mit dem sinnreichen Namen Amplify (was auf deutsch so viel heisst wie verstärken oder auch erweitern) hat ein neues Tablet vorgestellt, das speziell für den Einsatz im US-Bildungssystem zugeschnitten wurde. Angesprochen werden Schüler vom Kindergartenalter bis zur 12. Klasse der High School. Auch dieses Tablet ist Teil eines speziell für den Einsatz an Schulen zugeschnittenen Gesamtkonzeptes, zu dem nicht nur die Lernprogramme an sich, sondern auch eine Software-Lösung für die jeweilige Schule gehört, mit der die Geräte der Schüler durch die Schule administriert, überwacht und bei Bedarf auch aus der Ferne gesperrt und gelöscht werden können.

Schlagendes Argument dürfte allerdings der Preis sein: Die Android-Tablets sind für 299 Dollar pro Gerät zu haben, dazu kommt noch eine Jahresgebühr von 99 Dollar für einen Zwei-Jahres-Vertrag für die Nutzung der Schulsoftware.

Schul-Tablets für alle

Das Amplify-Tablet hat ein 10-Zoll-Display und arbeitet mit einer Nvdia-Tegra-3-Quadcore-CPU. Es bietet eine 5-Megapixel-Kamera und verfügt über einen SD-Karten-Slot sowie einen HDMI-Ausgang. Der Akku soll bis 8,5 Stunden durchhalten. Die Grundversion ist mit WLAN ausgestattet, das Amplify Tablet Plus bietet zusätzlich eine LTE-Modul für den mobilen Internet-Zugang. Als Betriebssystem kommt ein aufgebohrtes Android-System zum Einsatz, das auf Jelly Bean aufsetzt. Wer die LTE-Variante wählt, muss 349 (ca. 330 Schweizer Franken) Dollar auf den Tisch legen, allerdings erhöht sich die Jahresgebühr dann auf 179 Dollar (ca. 169 Schweizer Franken) pro Jahr.

Amplify rechnet sich mit diesem Angebot gute Chancen aus insbesondere, weil an der Spitze des Unternehmens mit Joel Klein ein ausgewiesener Schulexperte steht. Bevor Klein CEO von Amplify wurde, war er Kanzler des Ausbildungs-Departments von News York City. Laut Darstellung von Amplify konnte er in seinem Amt bereits eine deutliche Verbesserung der New Yorker Schüler bei ihren High-School-Abschlüssen bewirken.

Bildungsexperten erhoffen sich von einem breiten Einsatz von Tablets in den Schulen vor allem, dass die digitale Kluft kleiner wird, die sich vor allem zwischen den wohlhbenderen und den ärmeren Bevölkerungsschichten auftut: Während die Kinder von besser verdienenden Eltern ohnehin mit digitalen Spielzeugen aller Art ausgestattet werden, verlieren die Kinder von Eltern, die sich privat kein Tablet oder Smartphone leisten können, den Anschluss. Mit dem flächendeckendem Einsatz von vergleichsweise günstigen Geräten soll genau das vermieden werden.

Ob Tablets oder Schullaptops das Lernen insgesamt tatsächlich verbessern, muss sich erst noch heraus stellen. Kinder neigen dazu, auch Schulrechner in erster Linie als Spielzeug zu betrachten und beschäftigen sich lieber mit ihrem Lieblingsspiel, anstatt Vokabeln zu lernen oder Matheaufgaben zu lösen. Deshalb sollen bestimmte Anwendungen zumindest während der Unterrichtszeit blockiert werden.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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